Zunächst Taubheitsgefühl, dann starke Schmerzen nach KTS OP

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Dom1996  fragt am 18.06.2019
Hallo, ich wurde am 29.05.19 am Karpaltunnel operiert. Gleich nach dem aufwachen (Vollnarkose!) fiel mir ein Taubheitsgefühl am Ringfinger (radial) auf, worauf ich den Arzt bei der Entlassung auch aufmerksam machte (Dokumentation erfolgt). Bei der Verbandskontrolle am Tag 3 (wegen Feiertag) weiterhin Taubheit an diesem Finger und am Mittelglied des Mittelfingers, außerdem einem Teil der Handfläche, was ich zwar vorher schon bemerkte, mir aber erst beim Abmachen des Verbandes sicher war. Erneute Doku in der Akte. Finger und Hand waren noch sehr geschwollen und man bestellte mich an Tag 6 zur Kontrolle wieder ein. Befund unverändert. Der Arzt überwies mich daraufhin in die Handchirurgie (operiert wurde ich in der Allgemeinchirurgie!). Von dort zum Neurologen zur ENR geschickt. Befund besser im Vergleich zur Voruntersuchung, die 1,5 Jahre zuvor gemacht wurde. Für den Daumen und Zeigefinger und den Großteil des Mittelfingers kann ich das bestätigen (Parästhesie in den F.kuppen nicht mehr vorhanden; für Ringfinger, die Stelle am Mittelfinger und Handfläche mit Nichten!). Ab Tag 8 Post op statt Taubheit starke Schmerzen in beschriebenen Fingern/Handfäche, auch nachts! Novalgin/IBU ohne Wirkung. Hand weder gerötet, noch warm/heiß, Narbe leicht gerötet, aber kein Druckschmerz. Fäden wurden an Tag 11 entfernt, seitdem keine Besserung der Beschwerden. Hand ist im Alltag so nicht zu gebrauchen! Ringfinger fühlt sich an, als hätte ich mich verbrannt. In der Handfläche stechende Schmerzen. Jetzt Elektrotherapie und „Baden der Hand“, auch Schwimmbad verordnet. Wegen der Rötung verzichte ich aufs SB und bade die Hand nur zu Hause. Erste Nacht nach Elektrotherapie war die Hölle, wach geworden mit starken Elektrisieren in den „gesunden“ Fingern, Schmerzen im Rest. Meine Frage: Kann man durch ein Neuro-MRT (Uni Heidelberg) eine Medianus-Läsion (Richtung Ringfinger/Mittelfinger) in den Fascikeln nachweisen und wäre das (von den Schmerzen einer erneuten OP mal abgesehen) nicht eine sinnvolle Untersuchung vor einem erneuten operativen Eingriff, den mir die Handchirurgen nahe gelegt haben, sollten sich die Beschwerden nicht bessern? Ich bin Krankenschwester, allerdings nicht in der Handchirurgie! Benötige hier dringend einen fachmännischen Rat!
Mit freundlichen Grüßen,
Dom

(PS: Vorbefund: Parästhesien in den Fingerkuppen von Daumen bis Zeigefinger. Nachts auch Kribbeln/Ameisenlaufen in den besagten Fingern und radiale Seite des Ringfingers. Konservative Therapie mit Schiene.)
Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 18.06.2019
Nein, braucht man nicht.
die Läsion ist zu fast 100% sicher.
Nochmal Operieren ist eine gute Idee,
Allerdings dann von jemandem, der mikrochirurgisch viel Erfahrung hat.
Wenn die Dysästhesien danach nicht weggehen, zunächst Versatis-Pflaster zur Nacht drauf und wenn dies hilft Qutenza.
Grüße und gute Besserung aus der Handchirurgie der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau, Tr

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