Nach Radiusfraktur: Plattenentfernung mit zusätzlicher Arthroskopie?

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Thomas84  fragt am 11.03.2018
Hallo,

ich habe mir letztes Jahr im August eine distale Radiusfraktur (rechts) zugezogen, die mittels Plattenosteosynthese gerichtet wurde. Nächsten Monat wird die Platte entfernt. Nach Meinung des Arztes ist die Beweglichkeit was Drehung, Beugung und Streckung des Handgelenks angeht sehr gut geworden. Dem kann ich auch zustimmen, was das betrifft bin ich sehr zufrieden, sogar Liegestütze sind mittlerweile wieder möglich. Nach dem Tennis spielen habe ich jedoch ellenseitig Schmerzen, vor allem bei der Supination und ich habe auch das Gefühl, dass das Handgelenk auf der operierten Seite bei manchen Bewegungen knackt. Der behandelnde Arzt meinte daraufhin, dass im Rahmen des Eingriffs der Planttenentfernung auch eine Arthroskopie durchgeführt werden könnte, um evtl. Schäden am Diskus zu diagnostizieren und beheben. Ich muss dazu sagen dass ich mir diesbezüglich sehr unsicher bin, ob ich das machen lassen soll oder ob ich eher abwarten soll, ob sich die Situation nach Entfernung der Platte von alleine verbessert. Dass man mir hier vermutlich keine konkrete Empfehlung für oder gegen die Arthroskopie geben kann verstehe ich, aber können Sie mir sagen, ob ein derartiger Eingiff relativ risikolos ist oder ob es dabei vergleichsweise häufig zu Komplikationen kommt? Es wäre irgendwie auch ärgerlich, wenn sich die Situation durch die Plattenentfernung nicht bessert und ich dann in einem halben Jahr nochmals einen Eingriff benötige, wo man jetzt alles zusammen machen könnte...

Danke & viele Grüße
Thomas
Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 12.03.2018
Ein großes Risiko ist die zusätzliche Spiegelung sicherlich nicht-aber ich kenne weniger Eingriffe, bei denen das Ergebnis bzw. Der Erfolg so schlecht vorhersagbar sind.
Ich würde es bei mir vom Leidensdruck abhängig machen: kommt es beim Abknicken im Handgelenk Richtung Kleinfingerseite und zusätzlicher Drehung im Unterarm zu einer deutlichen Verstärkung der Beschwerden (Haare Föhnen, Tasche auf Beifahrersitz stellen, mit einer schweren Kanne einschenken), dann ist ein Riss des TFCc schon relativ wahrscheinlich. Dann eher mit spiegeln. Ansonsten eher abwarten.
Grüße und gute Besserung aus der Handchirurgie der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau, Tobias Radebold
 
Thomas84  sagt am 13.03.2018
Hallo Herr Radebold,

vielen Dank dass Sie sich die Zeit nehmen und hier im Forum unsere Fragen beantworten!
Ich bin wirklich unsicher und muss vermutlich noch einige Zeit in mich hineinhören, ob sich etwas an den Beschwerden ändert. Es ist teilweise wie verhext, so kann ich z.B. auch mehrere echte Liegestützen ausführen und habe keine Probleme, auf der anderen Seite kann dann aber eine Stunde Tennis dafür sorgen, dass die Drehbewegung des Armes mehrere Tage noch schmerzt...

Viele Grüße
Thomas
 
Thomas84  sagt am 13.05.2018
Hallo Herr Radebold,

eine Frage zur möglichen Discus-Verletzung hätte ich noch: Bei mir ist es z.B. problemlos möglich, dass ich echte Liegestütze ohne Schmerzen ausführe. Kann durch diese Tatsache eine Verletzung des Discus ausgeschlossen werden oder hat das erst einmal nichts damit zu tun?

Danke & beste Grüße
Thomas
Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 14.05.2018
Nicht wirklich-eher das Handgelenk Richtung Kleinfingerseite abknicken und und dann im Unterarm drehen. Wenn das ohne Probleme geht, glaube ich eher nicht an ein echtes Diskus Problem.
Grüße, tr
 
Thomas84  sagt am 07.10.2018
Guten Tag Herr Radebold,

meine Plattenentfernung und Arthroskopie wurde Ende Mai gemacht. Bei der Arthroskopie wurde die Diagnose TFCC-Läsion Palmer 2c festgestellt und eine partielle Synvektomie und Resektion/Glättung des Discus triangularis durchgeführt.

Unter Belastung habe ich immer noch Beschwerden, im unbelasteten Zustand jedoch nicht. Letzte Woche das erste Mal wieder Tennis gespielt, danach tat das Handgelenk 2-3 Tage noch etwas weh, auch ohne Belastung. Ist das noch im Bereich des normalen mit meiner Geschichte oder gibt das Anlass zur Sorge? Ich habe auch ein Röntgenbild nach der Plattenentfernung hochgeladen: https://driv[Link anzeigen] Vielleicht habe ich in der Zwischenzeit etwas zu viel Internet-Recherche betrieben, aber könnten Sie mal einen Blick darauf werfen, ob es Hinweise auf ein Ulna-Impaction-Syndrom gibt oder ob ich mir in diese Richtung keine Sorgen machen brauche?

Besten Dank schon im Voraus und viele Grüße!
Thomas
 
Thomas883  sagt am 26.02.2019
Da die Frage noch aktuell ist, hole ich den Beitrag mal wieder vor und hoffe, dass Sie kurz Stellung nehmen können. Für Ihre Mühle bedanke ich mich jetzt schon!

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