Krummer Finger nach Ruhigstellung

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Animey  fragt am 24.07.2009
Im Februar bin ich gestürzt und habe dabei meinen Finger nach hinten umgebogen. Er war danach sehr dick und tat höllisch weh, nach dem Röntgen diagnostizierte man: Kapseldehnung. Ich habe mir den Finger immer selbst etwas in Verband eingewickelt und darauf gewartet, daß er wieder besser würde. Das wurde er auch, wurde aber auch gleichzeitig immer krummer. Im mai ging ich also auf Drängen eines Freundes, erneut zum Arzt, der schickte mich zum Handchirurgen. Dieser diagnostizierte bei dem krummen Finger zunächst Knopflochdeformitätk, sagte die Strecksehne sei gerissen und machte einen Termin für eine Operation. Vorher sollte ich jedoch eine Quengelschiene tragen, da das den Erfolg der Operation deutlich verbessern würde. Ich besorgte mir eine solche Schiene und innerhalb einiger Tage bekam ich den Finger damit wirklich wieder gerade. Und das mit viel weniger Aufwand und Schmerzen, als ich erwartet hatte. Beim nächsten Besuch stellte mein Arzt fest, daß ich die Sehne sehr wohl wieder strecken konnte und daß es entweder ein Wunder oder ein spontanes Heilen einer eventuell angerissenen Strecksehne oder aber von Anfang an gar keine Knopflochdeformität war. Mein Arzt sagte, wir müßten nun doch nicht operieren.
Allerdings war es nun doch nicht ganz so ein happy End. Trage ich die Quengelschiene überwiegend, ist alles supergut, mein Finger ist fast normal, kann sich nur nicht so weit zur Faust beugen wie frühern und ist etwas geschwollen und schmerzhaft. Trage ich die Schiene nicht, geht der Finger innerhalb kürzester Zeit (1,5 Tage) wieder in die krumme Stellung zurück und kann sich dann wieder überhaupt nicht mehr strecken.
Wieder beim Handchirurgen, diesmal bei einem anderen Arzt, bekam ich die Aussage, daß der Finger höchstwahrscheinlich zu lange in Ruhigstellung war und ich wegen der Schmerzen das Strecken vermieden habe und daß er deshalb verkürzte Bänder hätte und daß das auch noch schlimmer werden könne und daß ich mich drauf einstellen soll, daß der Finger höchstwahrscheinlich so bleibt.
Ich solle mir das wie ein zu kurzes Gummiband vorstellen, das ich zwar mit der Schiene immer wieder langziehen könne, was dann aber früher oder später immer wieder in seine alte Form zurückgeht.
Er sprach noch davon, daß man vielleicht mit Physiotherapie etwas machen kann, daß ich mir aber nicht zu viel davon -
versprechen soll.
Das machte mich traurig und wütend. Erstens war der Finger gar nicht so richtig ruhiggestellt und niemand der Ärzte hat mich davor gewarnt, daß so etwas schlimmes aus einer solchen banalen Verletzung entstehen kann. Außerdem sind sich alle gar nicht so sicher, ob es wirklich die richtige Diagnose ist, schließlich kann man in den Finger ja nicht reingucken. Aber ich soll trotzdem mit dem Finger Übungen machen, die so weh tun, daß mir die Tränen nur so runterlaufen, aber trotzdem kann es auch sein, daß es davon nicht besser wird. Er will aber noch ein MRT machen, obwohl er mir da auch nicht große Hoffnungen macht, weil man wohl nicht besonders viel auf so etwas sehen kann, aber es dauert eh noch zwei Monate, bis ich hier in der Gegend so einen Termin bekomme, scheint sehr überlaufen zu sein, dieses aufschlußreiche Bild läßt wohl noch etwas auf sich warten.
Ich will mich noch nicht damit abfinden, daß mein Finger nie mehr besser werden soll und außerdem finde ich die Ruhestellung als Haupterklärung irgendwie unbefriedigend. Kennt irgendjemand von Euch einen ähnlichen Fall? Was könnte helfen, ich würde ja alles tun, fühle mich nur so orientierungslos. Nützen gewaltsame Übungen bis zur Schmerzgrenze etwas? Würde es helfen, die Schiene noch länger
zu tragen und vielleicht bleibt der Finger dann irgendwann einmal gerade? Oder kann man den Finger vielleicht nochmal umbiegen und dann in der Nachbehandlung alles richtig machen, oder gerade ruhigstellen, vielleicht bleibt er dann so stehen?
Und wieso sind die Schmerzen immer noch so stark.
Wer hat auch so einen krummen Finger und hat ihn wieder gerade bekommen?
Bin wirklich langsam genervt über die ausbleibenden Heilerfolge. Mein Sohn erschrickt sich, wenn ich ihn mit der Krüppelhand streichle und macht mich auch manchmal nach, je nach Laune... Außerdem stört der Finger auch ständig, da er immer so rumstippt und hängenbleibt. Ich kann doch nicht mein Leben lang eine Extensionsschiene tragen.
Außerdem, wieso ist der Finger nach dem Tragen der Schiene voll beweglich, wenn er krumm ist aber wie festgewachsen.

Bitte schreibt mir Eure Erfahrungen, ich bin echt frustriert!

 
SilentAngel  sagt am 28.09.2009
Tut mir echt leid für dich. ):
Und ich kann dir leider auch nicht helfen.
Doch ich hab auch einen etwas krummen Finger,
und ich weiß gar nicht wie es dazu kam. ):
Ich habe ihn auch nie so wirklich gerade bekommen.
Ich habe ihn öfters versucht in die andere Richtung zu biegen
leider immer vegebens.
Na ja, ich habe auch schonml über eine OP gedacht.
Doch das würde ich erst machen wenn ich älter bin,
und ich ihn immernoch hätte. Was ich aber nicht hoffe.
Wäre das vllt nicht auch bei dir eine Lösung eine OP?
Ich kann dir nur Raten, erkundige dich bei mehreren Ärzten.
Vllt. helfen dir die mehr als andere.
Fast keiner hat dieses Problem mit einem krummen Finger.
Ich habe es bisher bei keinem gesehen, nur halt bei mir. ):
Na ja, wuensche dir alles alles gute. (:

Schaffste schon.

Mfg
Katja (14)
 
Leonarda  sagt am 27.10.2009
Im Moment habe ich ein ähnliches Problem. Ich bin Freitags vor Pfingsten (29. Mai)gefallen und hatte den kleinen Finger von der linken Hand ausgekugelt und gebrochen. Operation Dienstag nach Pfingsten. Es wurde zwei Nägel eingesetzt. Dies Nägel wurden Ende Juli herausgenommen(ein Nagel bekam man fast nicht heraus und man wollte mich noch einmal kommen lassen). Bis dahin konnte ich meine Hand nicht brauchen. Ich habe schon sehr viel Krankengymnastik gehabt, und jetzt hat man mich zu einem Handchirurgen überwiesen, wo ich am Montag war. Mein kleiner Finger ist krumm, wie bei dir, und auch geschwollen. Schmerzen habe ich auch noch immer. Man meint doch, nach einiger Zeit lassen die Schmerzen nach. Im Krankenhaus sagte man, ich müsste bis über die Schmerzgrenze hinausgehen, immer und immer wieder. Aber wer tut das schon?? Ich kann es mir nicht vorstellen. Der Handchirurg sagte mir aber, ich hätte Arthrose in den Fingergelenken und es würde nie wieder weg gehen. Durch den Bruch, wäre es nicht mehr heilbar. Meine andere Hand ist aber ganz ok und ich kann meine Finger normal bewegen(obwohl da auch Arthrose drinnen sein soll). Jetzt habe ich noch einmal Krankengymnastik bekommen. Ich frage mich dann, wofür das gut sein soll, wenn es doch nicht hilft. Ich möchte wenigstens schmerzfrei sein und mir ist egal, ob der Finger krumm ist, Hauptsache die Schmerzen sind weg!!!! Das ist alles so lästig beim Einkaufen, die Hand in die Tasche tun usw. Das kann ich alles nicht, oder nur immer mit Schmerzen. Kann es nicht sein, dass man mit dem Einsetzen der Nägel irgendwelche Nerven verletzt hat??? Ich hatte lange Zeit keine Gefühl (oder ein komisches Gefühl an der Außenseite der Finger. Die Innenseite fühlte sich normal an. Wer kann mir denn darüber Erfahrungen schreiben???
 
Andreas1974  sagt am 05.12.2009
Hallo Animey,

bei mir ist beim Basketball am linken kleinen Finger, der Finger aus dem mittleren Gelenk gesprungen.
Habe nun auch die Kapsel beschädigt und das gleiche Problem.
Seit drei Tagen trage ich auch eine Schiene, keine Ahnung ob sie etwas bewirkt.
Ich versuche den Finger ständig gerade zu biegen.
Er ist schon ziemlich geschwollen.
Ich gebe da auch nicht auf.
Ein MRT habe ich bekommen.
An meiner Strecksehne soll etwas schlecht vernarbt sein und die Beugesehne sei nicht an der richtigen Stelle (das sagte der Neurologe).
Der Handchirug war da etwas oberflächlicher.
Ich glaube, manche Ärzte nehmen ihren Job nicht ernst und wollen nur Geld verdienen.
Solltest Du eine Lösung finden, dann teile sie mir bitte mit

Gruß
Andreas
 
klaus22  sagt am 22.12.2009
ich wurde vor 2 jahren operiert am kleinen finger, nach dem ich auch beim basketball den mittelknochen verdreht und gebrochen hatte wurde er gerichtet und mir eine suzuki klammer drangebaut das ding sollte es wohl super verheilen lassen, aber jetzt 2 jahre später ist zwar alles draußen, aber ich kann meinen finger nicht mehr grade machen und nicht mehr richtig krum ständig tut er weh ständig bleib ich hängen und er fühlt sich immer etwas taub an und schläft sofort ein die beiden gelenke die nicht so mehr oder weniger steif geworden sind also das am finger ansatz und an der finger kuppe sind total überdehnt und schmerzen auch öfter
ich will nichts lieber als endlich wieder normal tippen können auf dauer tut es weh mit der shift taste um zu gehen

welcher arzt kann mir nur helfen
 
Leonarda  sagt am 22.12.2009
Hallo Klaus,
ich habe ja auch in diesem Forum geschrieben. Bei mir hat auch die ganze Hand weh getan, und man hat mir nicht geglaubt. Ich bin schließlich zum Handchirurgen gegangen, und der hat mir später Röntgenreizbestrahlung verordnet. Mir wurde gesagt, dass es schlimmer werden könnte. Für mich war es aber nicht so. Ich habe also 6 Bestrahlungen gehabt, und die Schmerzen waren wenigstens nicht so schlimm mehr. Meine Finger krumm machen kann ich auch nicht. Für mich ist die Hauptsache, dass die Schmerzen weg sind. Vielleicht haben wir das gleiche Problem, denn auch bei mir war der Finger verdreht. Also mir hat die Röntgenreizbestrahlung geholfen!! Leider wird dies nicht überall gemacht und ich musste für 30 Sekunden immerhin 24 km fahren. Vielleicht solltest du es mal damit probieren. Ich wünsche dir viel Glück!!
 
Andreas1974  sagt am 23.12.2009
Hallo Klaus, Leonarda und Animey
ich habe keine Ahnung, was eine Suzuki-Klammer ist.
Am 05.12.2009 habe ich geschrieben, dass mein kleiner Finger auch krumm ist und ich seit einigen Tagen eine Quängelschiene trage.
Ich habe nun großen Erfolg damit, mein Finger ist schon fast gerade.
Die Beweglichkeit ist auch schon viel besser geworden.
Die Schiene bewirkt die Streckung. Den Faustschluss übe ich immer zwischendurch, wenn ich die Schiene abgelegt habe.
Parallel dazu habe ich Termine bei der Ergotherapie.
Bei der Ergptherapie wird der Finger massiert, gedrückt, gezogen , gebeugt...
Ein super Tip ist die Übung mit gefrorenen Linsen.
Man nimmt Linsen (ich habe fünf Packungen gekauft), füllt sie in einen Gefrierbeutel um (am besten sind die mit dem "Zipper"), am besten nocj eine Tüte darum (falls mal was undicht sein sollte) und friert sie ein.
Die Gefrorenen Linsen dann in eine Kunststoffwanne umfüllen und mit der Hand in die Linsen greifen.
Die Kälte wirkt gegen Schmerzen -> guter Tip für Leonarda
Die Übung sollte etwa 15min gemacht werden. Am Anfang empfand ich die Kälte als zusätzliche Schmerz. Dann am Besten die Linsen 15min vor der Übung aus dem Eisfach nehmen oder zwischendurch eine Pause machen.
Nochmal zur Quängelschiene:
Bei mir macht sie Sinn, da meine Gelekapsel beschädigt wurde.
Ob bei einem Bruch mit nachträglicher OP diese Schiene ratsam ist, würde ich mit einem Arzt klären -> fragen kann man ja mal.
Meine Schiene ist von der Firma "Bort" - [Link anzeigen], Artikel Capener Schiene Extension Art.-No 1120520.
Mein Ergotherapeut baut mir jetzt einen "Murphyring".
Das macht er am 28.12. -> keine Ahnung was das ist. Er meint der wäre noch besser.
Zusammengefasst:
Finger krumm -> Schiene oder Murphyring + Ergotherapie + Streckung und Faustschluss üben
Schmerzen -> in gefrorene Linsen greifen (mir hilft es)

Gruß
und
Frohe Weihnachten
Andreas
 
Koala76  sagt am 04.05.2012
Hallo, ein Witz, aber mein kleiner Finger wurde krumm, als ich versuchte beim Betten machen, das Laken unter die Matratze zu stecken. Er kam krumm wieder heraus.In der Ambulanz bekam ich eine Schiene, die ich 6 Wochen tragen soll.4 Wochen sind rum, aber er ist immer noch krumm. Was soll ich tun , oder was kann ich noch tun, operieren?????
 
MatheMarkus  sagt am 17.07.2012
Hallo,
etwas spät, aber da es mich gerade auch betrifft, dachte ich, ich antworte mal.
Ich würde raten, zu einem erfahrenen Handchirurgen zu gehen, der sich die Sache mal ansehen soll. Mir persönlich wurde gesagt, ich hätte eine Knopflochdeformität/posttraumatische Arthrose und der Zug wäre nach 7 Wochen abgefahren. Aber vielleicht würde ein anderer Arzt doch noch durch eine OP etwas machen können, denke ich mir. Deshalb will ich dich nicht entmutigen, aber dir oder anderen zu zeitnaher Untersuchung raten.

Gruß,
Markus
 
master110  sagt am 11.01.2013
Liebe Leidensgenossen und Leidensgenossinnen,

ich schildere hier kurz meine Erfahrungen zu meinem krummen, kleinen Finger. Letzten Sommer habe ich mir auf einem Schiff bei der Arbeit mit einem Messer am proximalen inter phalangialgelenk kurz PIP meine Beugesehne durchschnitten. Kurz eine kleine Erklärng, die Beugesehne eines Fingers besteht aus zwei sich umeinander schlingenden Sehnen. Eine war bei mir angeschnitten, die andere durch. Aufgrund der lokalen Begebenheiten, war frühestens nach 15 Tagen ein Eingriff möglich, aber wenn ich heute zurückschaue ist da schon das Kind in den Brunnen gefallen. Mein erster Tipp also: Auf gar keinen Fall Zeit verstreichen lassen. Sofort handeln und einen geeigneten Handchirurgen kontaktieren. Ich hatte Glück, da es ein Berufsunfall was wurde mir die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau empfohlen. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden in allen Punkten mit dieser Klinik. Mein Arzt des Vertrauens ist immernoch:
Handchirurgie:
LA Dr. Nils Baas
Sekretariat:
Veronika Walter
Tel:0 88 41/48-46 76 od. -24 87
Fax:0 88 41/48-22 37
Ein sehr kompetenter Arzt mit dem ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Nun weiter ...
Ich wurde stationär operiert und meine Sehne wurde wieder verbunden.
Darauf bekam ich kurz einen Gips und dann schnellstens eine Kleinert-Schiene.Denn hier mein zweiter Tipp: Bewegung bzw. Mobilisation ist das A und O bei einer Sehnenverletzung, weil der Finger sonst droht zu versteifen, dazu aber gleich mehr...
Mit dieser Schiene übte ich täglich und bekam jeweils eine Physio- und ein Ergotherapiebehandlung ab dem ersten postoperativen Tag. Nach 2 1/2 Wochen wurde ich entlassen und begann optimistisch meine Physiotherapie und Ergotherapie Zuhause. Nach ca. 3 Wochen bemerkte ich, dass ich erneut meinen Finger nicht beugen konnte. Das machte mich stutzig.
Ich forderte einen früheren Kontrolltermin und es stellte sich heraus, das es zu einer Reruptur gekommen war. Für mich ein derber Rückschlag.
Es war sicher, dass nun noch eine OP anstand, welche für mich drastische Folgen haben sollte...
Ein Tipp meines Physiotherapeuten, der außerdem sehr kompetent ist:
Bei einer Schwellung, welche meist eine Lymphschwellung ist nicht kühlen, wie oben empfohlen, das lässt nämlich die Adern zusammenziehen. Wärme ist das Zauberwort. Sofern keine Schwellung vorhanden ist, kann man gerne mit Kälte arbeiten.
Ich habe bereits seit der ersten OP eine Schwellung, mir wurde gesagt, dass dies aber irgendwann nachlassen soll. Mit meiner Heilung ist es etwas Besonderes. Meine Wunden heilen sehr schnell. Sehr, sehr schnell... Zu schnell. Denn bei mir setzt schon nach kurzer Zeit eine innerliche Vernarbung ein. Bald wurde ich erneut operiert und sie stellten fest, dass meine Sehne bereits zu kurz ist, um sie ohne Zuhilfenahme einer anderen zu flicken. Um Präoperativ vorzusorgen für die dritte OP, die nun hoffentlich bald im Februar ansteht, wurde mir ein Silikonrott eingebaut, welcher als Platzhalter für die dann aus den Füßen genommenen Sehnen dienen wird. Derzeit habe ich keine Schiene. Erst seit heute eine Quängelschiene, bei der ich sagen kann der Name ist Programm. Zudem einen Fingerling gegen die Schwellung und jeden Morgen eine spezielle Narbensalbe auf Silikonbasis für die Narbenheilung.
Sofern es Neuigkeiten gibt oder ihr Fragen habt. Werde ich mich hier melden oder ihr schreibt hier rein.

Noch einen schönen Abend euch,
Simon
 
master110  sagt am 11.01.2013
Noch etwas angefügt: Bis vor Weihnachten, nach meiner 2. OP, war mein Finger versteift und wanderte immer mehr in palmare Stellung. Ich konnte ihn nicht mehr strecken. Er wurde steifer und steifer. Der Chirurg wollte nicht operieren, da er ihm zu steif war und vertröstete mich auf den Februar. Aus einem Grund, den bis jetzt keiner kennt ist innerhalb der Weihnachtszeit in der keine Behandlung des Fingers stattfand, mein Finger gerade geworden und lässt sich wunderbar strecken... Die weiteren Einzelheiten wisst ihr ja schon...
Ein letzter Tipp: Nicht verzweifeln, manchmal passieren Sachen, auf die kein Arzt Rat weiß. :)
 
MatheMarkus  sagt am 16.01.2013
Hallo,

das klingt ja eher nicht so gut. So wahnsinnig erfolgreich waren die OPs/die Behandlung ja nicht, dass du so auf den Arzt schwörst, aber bin ja auch Laie und ist nur ein Einzelfall aus der Distanz.

Ich hatte Glück, dass die Behandlung in der Physiotherapie so gut anschlug, dass ich den Finger wieder einwandfrei bewegen kann, was ich zur Zeit des Posts garnicht gehofft hätte. Einziger Punkt ist die posttraumatische Arthrose, die ich gerne bekämpfen würde (Gelenk ist fast ständig "wund"). Daher werde ich mir wohl eine Zweitmeinung nochmal einholen.

Bei den Punkten
- zeitnahe Behandlung
- Physiotherapie
- Handchirurg statt irgendwer
kann ich nur zustimmen.

Ciao,
Markus
 
MatheMarkus  sagt am 16.01.2013
PS: Ich hatte auchmal eine wundersame Heilung, allerdings in einem anderen Fall. Das ist echt traumhaft.
 
Nightster  sagt am 20.02.2013
Hallo,ich bräuchte auch ein Wunder,kämpfe mich seit OKTOBER mit geschwollenem Zeigefinger und Schmerzen durch.Seit Dezember jetzt auch krümmung und steife des Fingers.Nach dem ich mir den Finger verbogen hatte,wurde er geröngt und es hieß,er wäre nicht gebrochen,schonen angesagt,ich konnte gehen!Es wurde nicht besser,schlimmer,auf der Arbeit blieb ich erneut hängen von daan ging nix mehr.Wieder in die Unfallchirurgie.Bekam so einen komischen Drahtesel,der sich dauernt verbog.Es wurde nicht besser,dann eine Schiene die ich Nachts tragen sollte,dann eine die ich 14Tage tragen sollte.Ein Kernspint zeigte einen alten und einen neuen Kapselriss mit Einblutung und Knorpelschaden.Es hieß wenn die Schwellung weg ist,kommt ein neues Gelenk rein.Also verging viel Zeit.Es wurde schlimmer.Der Finger war sehr dick und glänzend,dann wurde auf einmal von Morbus Sudeck gesprochen und behandelt.Ich bekam sehr starke Medikamente,auf die ich reagierte durch die Nebenwirkungen war ich sogar stationär!Half alles nichts,keiner wusste mehr was er machen soll.Antibiotika waren dann an der Reihe,auch keine Besserung.Es hieß evtl.Rheuma und Arthrose.Ach ja,KG und Ergo hatte ich auch,nichts!!!Salben und was weis ich alles.Auch zu einer Heilpraktikerin ging ich,bekam einen Kräutersalbenunschlag mit,ihr könnt es euch denken!Nichts!Beim Orthopäden wars nicht viel anders.Jetzt muss ich auf die Untersuchungen warten,evtl.Cortison in den Finger spritzen,evtl.eine Biopsie was im Finger so los ist(lasse ich nicht machen).Ich hätte zugern mal eine Diagnose was ich habe!Vll ist es ja jetzt Rheuma und Arthrose,dann gute Nacht,oder war es die Zecke die ich schon vor einigen Jahren hatte,oder...........eine Arbeitsstelle hätte ich ja auch aber wie lange noch,Kohle gibts auch weniger,da kräht kein Hahn danach...BITTE LIEBES WUNDER KOMM AUCH MAL ZU MIR!!!!!!!!!!!!!!
 
MatheMarkus  sagt am 20.02.2013
Hallo,

ich bin kein Experte, daher kann ich zu deiner Geschichte nichts sagen. Wenn du reisefreudig bist oder in der Nähe wohnst, kannst du ja mal zu Dr. Steffens und Kollegen nach Essen gehen, da konnte ich auch ohne Termin und Privater Krankenkasse direkt hin. (nicht zu Dr. Steffens selbst)

Grüße
Markus
 
Jayfeather  sagt am 22.11.2013
Hey ihr alle mit leidenden.
Ich habe seid der Geburt zwei krumme kleine Finger und weiß deshalb sehr genau wie es ist hängen zu bleiben und schmerzen zu haben. Seid einiger Zeit ist der Finger an der rechten Hand dicker und tut höllisch weh (dies hatte ich vorher nie). Ich war vor zwei Jahren ca. schon bei verschiedenen Handchirurgen weil mein Orthopäde mir sagte das sich das lieber mal ein Spezialist anschauen sollte. Das ende vom Lied war dann das alles ok war und ich wenn schmerzen auftreten wieder kommen sollte. Als dies eintraf ging ich wieder zum Orthopäden der mir ruhte und Kühlung verschiebt aber wie ihr sicherlich ahnt brachte das nichts. Also beschloss er einen mrt da das Röntgenbild nichts aussagt außer das mein Finger krumm war was ich ja schon vorher wusste. Anschließend bekam ich eine mental schienen die auch nichts half und wurde schließlich weiter an die Hand Chirurgie weiter geleitet. Da ich in einem kleinem Dorf wohne musste ich dafür in die nächste Stadt fahren in der es gleich zwei Krankenhäuser mit Handchirurgen gibt. Die ein liegt in der Uniklinik und deshalb ist es dort sehr schwer einen Termin zu kriegen der also im Februar war. Deshalb nahm ich vorerst vorlieb Mit der anderen. Diese leitet mich aber weiter an die uk. Es waren Mittler weile 5 Wochen vergangen als ich kurz Freistil doch noch einen "Notfall" Termin am nächsten Tag bekam. Das hieß für mich die aus Sicht auf langes warten und vllt. endlich ein Ergebnis das mich weiter brachte. In der langen zeit wo ich ohne Behandlung war mein Finger sehr dick und schreiben viel mir schwer da ich rechtshänderin bin. Als ich den Termin hatte sagte der artzt der mich j vor einem Jahr schon gesehen hatte das mein Finger nun Operiert werde müsse. Nun warte ich auf diesen op Termin im Dezember und weiß nicht ob es was bringt.

P.s endschuldigung wenn ich unverständlich geschrieben haben sollte.
 
MatheMarkus  sagt am 23.11.2013
Also fachlich kann ich leider nichts sagen, ich würde auf jeden Fall unter solchen umständen mich ruhig aufdrängen und mir mehrere Meinungen anhören im Zweifelsfall.
 
sonne123  sagt am 11.12.2013
´Könnest Du Dich bei mir mal melden. Die Sache mit dem Finger interessiert mich, weil ich selbst betroffen bin.

Stefanie
 
master110  sagt am 11.12.2013
Wunder haben kurze "Finger"

Update:

Nach dem die Op im Februar nicht stattfand weil der Finger immer schlechter und schlechter wurde. Und die Krümmung immer mehr, entsxhied sich der Arzt zu warten. Vielleicht die falsche Entscheidung, denn mein Finger ist nun nach der letzten Op immer noch steif, aber um einen Silikonrod leichter. :-) Wichtig: Optimismus! Der fehlt mir hier in vielen der Posts. Mir schmerzt es wirklich sehr wenn ich eure Leidensheschichten lese. Wir hocken alle in einem Boot. Kopf hoch. Ich bin neunzehn Jahre und werde jetzt mein Leben lang mit einem krummen Finger leben müssen. Mal kurz nicht aufgepasst... Aber was lehrt einem das. Ich habe während meiner KHausaufenthalte so viele tolle Menschen kennen gelert und auch erfahren, was wirkliches Leid bedeutet. So eine Geschichte hat immer zwei Seiten einer Medallie. Es gibt immer einen positiven Aspekt. Findet ihn! Wenn ihr Interesse habt, dass wir uns besser austauschen, bin ich bei genug Nachfrage gerne bereit eine Facebookgruppe auf zu machen. Damit können wir anderen Leidenskompanen schneller und leichter helfen.
Liebe Grüße,
Simon
 
Finn07  sagt am 25.12.2013
Hallo erstmal,
bin vor fünf Tagen über den blöden Hund in eine Glasscheibe. Jetzt habe ich Drähte am Mittelfinger und ne Schiene am Daumen. Nach Recherche habe ich Angst einer Versteifung (Sehne ist durch).
Ich habe die Ärzte schon wirsch gemacht: Wie die das sehen mit der Fixierung und so. Es ist wohl schwierig: Manchmal klappts, manchmal nicht..
Mein Zimmernachbar war jünger. musste/ muss sehr viel mehr mitmachen (Die olle Eiterpumpe hat genervt: Knie entzündlich hohl)..Ich bin schon wieder draußen, aber der Hammer war: In dem Krankenhaus gab es am 23.12 abends Livemusik.Moderne Weihnachtslieder von einem mehrstimmigen Chor. Ich bin ja nicht gerade gläubig, aber es hat mich sehr berührt.
Ich denke, ein großer Teil der Heilung findet tatsächlich in der "Birne" statt. Dort ist das Zentrum der Reparaturen.
Das Hirn ist der beste Arzt.
Ich dachte zuerst: Zwei Schnittwunden..kriege ich geflickt. Ich habe dann mal die beiden Schnitte durchgespült... vor lauter Blut war wenig zu sehen, weder Muskeln noch Sehnen. Die ganze Wohnung eingesaut, sagte mir Hirn: Blaulicht nehmen!
Auf dem Dorfe peinlich.
Ich habs genommen. Schlauerweise hat mich das ansässige KH nicht genommen und weiterverfrachtet.
Handchirurgie. Ich muss jetzt abwarten, was passiert.
Facebook- Gruppe? Wäre ich nicht dabei, weil da zuviel alberner Mist abläuft.
Es gibt bessere Anbieter.
Ich finde die Idee gut,
und hoffe, mein Mittelfinger bleibt musiktauglich..
Echtes Leid? Finde ich interessant jetzt. Echtes Leid ist relativ.
Ich war schon in Afrika und arbeite mit behinderten Menschen.
Wer da die Arschkarte gezogen hat weiß ich nicht.
Menschen, die da ne Ahnung haben, sollten mal was tun :-)
Haudegen, Du bist was jünger. Ich finde Dein Engagement riesig.
Meistens geht es nach Schema "F"..
Die Biologie macht ihr Ding. Da kommt mensch selten gegenan,
Psychologie macht den Rest..
Keiner weiß, was den Rest ausmacht, außer Du.
Opptimismus kann man nicht kaufen, errechnen, oder haben...
Das ist in einem oder nicht.
Die kleine Chemie will auch noch mitreden...
Wir sind eine Maschinerie von Millionen kleinen Teilen, die Mitspracherecht haben wollen.
Ignoriert man das, wird es Mecker geben.
Die können sich organisieren, gegen die "Birne".
Und auch in den Streik fallen.
Ohne Scheiß: Ich streichel die lahmgelegten Finger mehrmals täglich. Ob ich Spinner bin?
Mir egal.
Wünsche Erfolg Deiner Seite
 
Dannyzicke  sagt am 16.11.2017
Hallo zusammen. Die Posts sind nun schon etwas älter. Wie geht's euern Fingern? Ich hatte im September ebenfalls einen dummen Unfall beim Inlinemarathon Berlin. Ein Skater fiel mir vor die Füße und ich war in 1 Sekunde von 30km/h bei 0 angekommen und knallte auf beide Hände. Links war der Zeigefinger sofort über die ganze Beugung offen, Mittel- und Ringfinger schmerzten nur. Im Krankenhaus stellte man beim Nähen nach Stunden unter OP-Licht endlich mal fest, dass die Sehne intakt sei. Man hätte auch früher eine Lampe zuhilfe nehmen können^^. Davor sprach man immer, ein Handchirurg solle drauf schauen. Ob das passiert ist, kann ich nicht sagen. Die Qualifikation derer, die von der Ferne draufschauten, wurde mir nicht genannt. Laut Röntgen war alles okay, es wurde über 2cm genäht, ein Pflaster drauf, eine Mullbinde, damit nichts durchblutet, das war's. Ich sollte nach 10 Tagen zum Hausarzt gehen, Fäden ziehen und Geduld mit den Schmerzen haben, denn Finger würden lange dauern. Alle 2 Tage wechselte ich das Pflaster und spülte die Wunde mit Prontosan ab. Alles verlief entzündungsfrei. Der Finger war aber von Beginn an krumm und hängend, Mittelfinger weniger aber auch etwas hängend. Ob die Gelenke schon steif waren nach Sturz, weiß ich nicht, habe eine Streckung nicht mehr versucht. Als der Hausarzt die Fäden am 12. Tag zog (Feiertage dazwischen), fragte ich mal nach, was nun weiter passiert, Finger 2 und 3 weiter krumm, schon da steif! glänzend rot bis blau. Der Zeigefinger wurde und wird bis heute (Woche 7 nach Sturz) komplett livide nach Belastung und bei Kälte, ist geschwollen. Auf Anraten meiner Kollegen auf Arbeit gegen das Gerede des Hausarztes, es bräuchte Zeit, besuchte ich einen Handchirurgen in Woche 6. Er stellte fest, dass es am Zeigefingergelenk innen und außen Splitterbrüche gab. Leider nichts mehr zu machen und ob ich Physio mache und mir diese 20 Minuten helfen würden, läge bei mir, ich könne es auch selbst bewegen. Weiter Schmerzen und 2 fast komplett steife Finger. Ich wandte mich an eine Trainingskollegin. Sie ist Chirurgin in der BG LU. Sofort hatte ich dort in der Handchirurgie einen Termin. Selbe Feststellung. Wohl nun verheilter Splitterbruch und nun auch noch Sehnenverletzung beider Finger. KG und Lymphdrainage. Toll, ein MRT war angesprochen, wurde dann doch nicht gemacht, erst Beweglichkeit der Finger widerherstellen, nur wie? Heute erstes Mal KG unter stärksten Schmerzen ein Gebiege der Finger-> Danach Schwellung und den ganzen Tag Schmerzen und warme Handbäder. Morgen erneut die Qualen (dieses Mal sollte ich vorab wohl sicherheitshalber ein bis zwei Schmerztabletten nehmen^^), wenn es wenigstens was bringt.... wäre es ja okay. Kompressionsfingerlinge beantragt, morgen frage ich nach einer angeratenen Quengelschiene für beide Finger (beim Hausarzt, der mich wohl schon nicht mehr sehen kann mit meinen Rezeptwünschen). Ich brauche die Finger eigentlich noch und nachdem meine Chefin mir schon mehrfach Vorwürfe machte, ich hätte unverantwortlich gehandelt, ich sei doch Fachkraft und müsse das wissen, ich hätte doch gleich zum Chirurg gehen müssen..... (war ich ja direkt mit Krankenwagen nach dem Marathon).... geht's mir nicht besser. 3 Wochen arbeiten gehen, machte alles auch nur schlimmer. Nun wieder krank geschrieben, bald droht Krankengeld, alles nur, weil man nicht genau schaute, alles als okay abgetan hat und immer wieder um Geduld bat, das würde dauern. Mit Fingern habe ich nichts zu tun sonst, also glaubte ich dem Gerede. Ich werde nochmal irre. Krankes System, keiner hat Lust, genau zu diagnostizieren. Dank der BG geht's nun wenigstens voran, doch ich bin skeptisch, ob unter diesen Schmerzen und Schwellungen die Finger zu traktieren, das Gelenk besser wird. Da wird alles ja gereizt und noch mehr Abwehr zeigen. Ich dachte, ich schreibe mal mein Leid und frage nach, was aus euern Fingern geworden ist. Vielleicht gibt es ja noch Tipps. LG Danny
 
Etienne  sagt am 22.12.2017
Hallo, Danny

Was Dir da passiert ist, kann ich leider nur zu gut nachvollziehen; ich habe dasselbe erlebt: 1. Sturzunfall am 02. April '17 auf geneigtem Boden/rechter Kleinfinger im Mittelgelenk (PIP) verrenkt (luxiert). 2. In der Klinik falsche Diagnose/falsche Behandlung durch inkompetente Lernärztin/Ignoranz meiner Bedenken & Schmerzen. 3. Kontrolle des Fingers nur "auf Sicht", also ohne Röntgen/falscher Schienenverband - statt stabiler Thermoplastschiene. 4. Nach 4 Wochen Ruhigstellung (war so vorgesehen) des Fingers Verband am 02. Mai '17 weg => Finger krumm, versteift, dick geschwollen und bläulich! :-( Am nächsten Tag suchte ich sofort die BG-Unfallklinik in LU-Oggersheim zur Kontrolle und Therapie auf. Ergebnis: Der Finger war nicht richtig eingerenkt (reponiert) und mußte schnellstmöglich operativ wieder eingerenkt werden, diese OP fand statt am 13. Mai '17!!! Es folgten fast 6 Monate Physio- und Ergotherapie in der BGU ("Reha-Compact"), in denen ich den Finger zu einem geringen Teil wieder beweglich bekam, so ca. 35 %; seither stagniert es :-( - obwohl ich nach wie vor KG mache und fleißig auch zu Hause übe.

Die Therapeuten in der BGU sind sehr erfahren und geben sich große Mühe - vor allem, um mit viel Aufwand den Sch..ß auszubügeln, den so mancher "Möchtegernarzt" in seiner grenzenlosen Blödheit und zynischen Ignoranz vorher verzapft hat!

In der Handchirurgie der BGU in LU-Oggersheim bist Du schon mal in den bestmöglichen Händen und die Reha dort ist personell und technisch sehr gut ausgestattet! Du brauchst jetzt ganz dringend eine präzise Diagnose inklusive Röntgen (CT & MRT bei unklaren Weichteilverletzungen)!!! Ich kann Dir hier auch einige Ärzte empfehlen (siehe unten). Eines vorab: Die Heilung schwer verletzter Finger kann sich, wie mir ein Physiotherapeut dort erklärte, mitunter bis zu mehreren Jahren hinziehen, je nach Befund - man braucht enorm viel Geduld und Optimismus. Was hilft am ehesten? Neben einer guten fachärztlichen Versorgung (ausschließlich Handchirurgen!!!) und einer professionellen Physio- und Ergotherapie (auf Handverletzungen spezialisiert!!!) viel "feindosierte" Bewegung, Bewegung und nochmals Bewegung, sowie vorsichtige Dehnübungen für Gelenke und Kapsel-Bandapparat => regelmäßig, mehrmals pro Tag und möglichst bei jeder Gelegenheit; dabei niemals über die Schmerzgrenze hinaus! Unterstützend dabei: Kompressionsfingerlinge gegen die Schwellungen, Achterschlaufe um das Bewegungsgefühl zu erhalten und die Bänder zu schonen, Streckfeder ("Quengel" oder "Quengelschiene") um Bänder und Sehnen zu entlasten und die vernarbten Strukturen aufzudehnen (für das Strecken wichtig), Igelball (weich bis mittel) um das Greifen zu trainieren (Faustschluß!), Streckübungen (ganz wichtig!) und Voltaren Emulgel (Diclofenac) für Salbenverbände (entzündungshemmend, schmerzlindernd). Aber vorher alles ganz genau mit dem Arzt klären (exakter Befund?) und mit den Therapeuten der KG besprechen! Dann hast Du gute Chancen, noch möglichst viel zu retten.

Wenn Du möchtest, kann ich Dir einige Physio- und Ergotherapeuten, sowie Handchirurgen der BGU namentlich empfehlen, einige kenne ich nämlich mittlerweile persönlich sehr gut. Auch kann ich Dir noch einige meiner Erfahrungen weiter geben, die den Rahmen hier aus Platzgründen aber sprengen würden. Siehe dazu auch gerne den Beitrag "Ausgerenkter kleiner Finger rechts wurde operiert und gerichtet. Womit habe ich nun zu rechnen?" hier im Forum. Dort steht, was mir widerfahren ist. Du darfst mich auch gerne für weitere Fragen kontaktieren: Science@[Link anzeigen] "Handchirurgie", wenn Du möchtest. Ich helfe Dir gerne weiter. Gib nicht auf; bestimmt gibt es noch Hoffnung!

Beste Grüße und gute Besserung
Etienne
 
Etienne  sagt am 22.12.2017
@D@Danny

Deine Gesundheit sollte Dir absolut wichtiger sein, als die Arbeit! Außerdem liegt bei Dir ein ziemlich grober Behandlungsfehler vor, für den Du die entsprechenden Ärzte verklagen solltest!

LG
Etienne
 
master111  sagt am 03.01.2018
Es ist doch immer trotz der schon vergangenen Zeit schön zu lesen, dass es Menschen gibt, die nicht aufgeben. Ich habe leider keine Verbesserung erlebt und mein bester Freund aus Ägypten hat vor kurzem seinen Zeigefinger bei einem Autounfall verloren. Da habe ich noch richtig Glück und bin mit meinem kleinen krummen Finger gut dran. Ich hoffe ich kann ihm gut helfen und meine Erfahrung weitergeben. Daher weiß man nie, warum manche Sachen im Leben passieren.

Kopf hoch ! :)
 
master113  sagt am 03.01.2018
Es ist doch immer trotz der schon vergangenen Zeit schön zu lesen, dass es Menschen gibt, die nicht aufgeben. Ich habe leider keine Verbesserung erlebt und mein bester Freund aus Ägypten hat vor kurzem seinen Zeigefinger bei einem Autounfall verloren. Da habe ich noch richtig Glück und bin mit meinem kleinen krummen Finger gut dran. Ich hoffe ich kann ihm gut helfen und meine Erfahrung weitergeben. Daher weiß man nie, warum manche Sachen im Leben passieren.

Kopf hoch ! :)

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