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Mastektomie bei fibrozystischer Mastopathie

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Zystine  fragt am 12.10.2017
Hallo, ich brauche mal Rat.
Meine Situation: ich bin jetzt 50. Bereits 1988 und 1989 wurden bei mir operativ 2 Fibroadenome entfernt. Seitdem traten immer wieder Zysten auf. Seit weit mehr als 5 Jahren leide ich unter den starken Schmerzen der fibrozysten Mastopathie. Stanzbiopsien/ sonografische Punktionen wurden 2012 und 2014 gemacht, ohne Anzeichen von Malignität. Schnell bildeten sich stets erneut schwerzhafte Zysten. Diese lassen sich bei meiner kleinen Brust sogar durch die Bekleidung ertasten und bereiten mir solche Schmerzen, dass mir sogar beim Zähneputzen die Tränen kommen und schon das T-shirt bei Reibung zuviel ist.
Angeraten wurde 2012 aufgrund der Stärke der Mastopathie bei progredienter Zystenbildung von dem behandelten Arzt eine subkutane Mastektomie mit Prothesenaufbau. (Auch bedingt durch die demütigende Reaktion meines Mannes...( von dem ich mich mittlerweile getrennt habe), habe ich zunächst von der Mastektomie abgesehen.) Jetzt würde ich das aber sehr gern machen lassen.
Der Arzt, bei dem ich mich recht gut aufgehoben fühlte und mich beraten hat und operiert hat, ist mittlerweile leider im Ruhestand. Frauenarzt und Diagnostiker ( Sonografie und Mammografie) widersprechen sich selbst von Untersuchung zu Untersuchung oder nehmen meine Beschwerden nicht ernst. Zitat: " das ist ja mal wieder heftig, aber das kennen Sie ja schon." Entweder soll gar nichts gemacht werden wegen der ständigen Entzündungen (" da will ich jetzt nicht drin herumwühlen, das kommt sowieso wieder") oder es wird von vornherein nur für die Akte ein Befund erhoben ohne weitere Infos oder jeder will gern mal schnell punktieren.
Ich habe heute zum Glück frei. Aber ich weiss nicht, wie ich mit diesen Schmerzen in den kommenden Tagen arbeiten soll. Heute ist Donnerstag und ich muss auch am Wochenende arbeiten.
Nun meine Frage: wo kann ich einen kompetenten Arzt finden? gern in Schleswig-Holstein. Ich wohne auf Fehmarn, einer Insel in der Ostsee.
Kann mir jemand von seinen Erfahrungen berichten oder mir Ratschläge geben? Ich möchte den Sch... nur noch aus meiner Brust haben.
 
Zystine  sagt am 12.10.2017
Ergänzung zu meinem Schreiben: ich war gestern beim Frauenarzt, den das nicht weiter interessiert und vor 3 Wochen beim "Diagnostiker", der diesmal nur Sonografie gemacht hat. Letzte Mammografie war im November letzten Jahres.
 
Mammae3  sagt am 11.04.2019
Hallo Zystine,
hast Du den Eingriff vornehmen lassen? Ich kann Deine Gefühle sehr gut nachvollziehen. Ich habe seit etwa zwei Jahren zu den Wechseljahren wieder eine sehr starke Mastopathie mit Gewebeaufbau (allerdings ohne Zysten). Kein Arzt kann nachvollziehen, das ich am liebsten das ganze Drüsengewebe weg haben will bzw. es manchmal einfach nicht aushalten kann. Es hat auch nichts mit dem Zyklus zu tun. Ich hatte das bereits zwischen 15 und 30 Jahren, da war die Brust dann irgendwann so groß, dass eine Verkleinerung bezahlt wurde. Ich fühlte mich nie verstanden, daher kann ich Dich sehr gut verstehen. Geht es Dir jetzt besser? Hast Du mal das Verhältnis Östrogen/Progesteron testen lassen? Liebe Grüße
 
Schwester111  sagt am 12.04.2019
Das Verhältnis sollte mindestens 1 zu 200 sein. Referenzwerte sind irreführend. Einen Hormonspeichelktest kann man selbst in Auftrag geben. Kostet ca. 50 Euro. Wer sich fuer Progesteroncreme interessiert, sollte sich beim Netzwerk Frauengesundheit informieren. Lg

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