Blasenverletzung während der Gebärmutterentfernung

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gibsy  sagt am 06.02.2013
Hallo Biku,
wünsch dir viel Glück dazu. Mir wurde gesagt, da die vaginale OP bei mir nicht funktionierte (da Loch noch da!), ist es die sicherste Variante, über den Bauch zu operieren. Bin zwar auch nicht erfreut darüber, aber ich will die ewige Tröpflerei endlich los werden.
Wie gesagt, ich hoffe, dir wird geholfen.
 
Alannah78  sagt am 16.02.2013
Hallo. Bei mir wurde heute (15.2.2013) die Gebärmutter entfernt. Dabei wurde die Blase aufgrund von Verwachsungen verletzt und direkt während der Op noch vom Urologen genäht. Nun habe ich einen Dauerrkatheter den ich 10 Tage lang tragen soll und am Ende der 10 Tage macht der Urologe wohl einen Test. Ich habe natürlich schon etwas Angst wenn ich hier von den vielen Nach-OP's lese. Habe noch Schmerzen, aber das wird hoffentlich schnell besser.
 
gibsy  sagt am 09.03.2013
Hallo Alannah, ich hoffe, bei dir ist alles gut gegangen. Auch bei mir ist endlich -nach fast 5 Monaten- wieder alles dicht. Bin ins Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg gegangen und die haben den Mist, den mein hiesiges Krankenhaus gemacht hat, wieder geflickt. Leider habe ich jetzt eine ca. 13 cm lange Narbe am Bauch, aber hauptsache: ich laufe nicht mehr aus. Also jeder, der irgendwie im Süddeutschen Raum dieses Problem mit einer Blasen-Scheiden-Fistel hat: ab nach Regensburg. Dort gibt es einen Spezialisten, der das wieder hinbringt. Wärmstens weiter zu empfehlen!!!!! Danke nochmals dafür an alle, die mich in der Zeit seelisch unterstützt haben und ich wünsche jeder, dass es bei ihr so ausgeht, wie es bei mir lief. Kopf hoch!
 
Biku  sagt am 09.03.2013
Hey Gipsy.. Glückwunsch.. erzähl mir mal näheres. Wie lange warst du dort, was wurde genau gemacht, wie gehts dir ?? ich habe am Montag einen Termin in Würzburg und weiss auch nicht ob das das richtige ist :-( bin mir leider immernoch nicht sicher und ausserdem habe ich angst davor..
 
gibsy  sagt am 10.03.2013
Hallo Biku, danke;
Bei mir wurde über die Bauchdecke ein Schnitt gemacht (2 cm unterhalb Nabel bis Anfang Schambein). Dann wurde die Blase genäht, und wenn ich den OP-Bericht richtig gelesen habe, auch der Kanal zur Scheide wurde extra zugenäht. Naja, Miss Bikini kann ich nicht mehr werden - aber ich bin trocken, das ist mir viel wichtiger als alles.
Ich habe 6 Drainagen im Körper gehabt, das war schon komisch. Die wurden mir nach der nochmaligen Kontrolle, Stück für Stück entfernt. Auch das hat eigentlich nicht weh getan - die Angst davor war schlimmer. 7 Tage nach der OP wurde die Kontrolle gemacht und am 8. Tag hab ich, nachdem die letzten Drainagen nichts nennenswertes mehr gefördert haben, auch die letzten rausgezogen. Insgesamt war ich 9 Tage in der Klinik und ich hätte noch ein oder zwei mehr brauchen können. Aber man will halt irgendwie heim.
Es schmerzt immer noch sehr, bin noch 14 Tage mindestens krank geschrieben.
Angst vor der OP hatte ich eigentlich nicht - denn ich dachte mir, dass es nicht schlimmer werden könnte (brauchte zum Schluss in der Nacht 2! Windeln). Angst hatte ich nur danach, da ich mir nicht sicher war, ob alles halten wird. Bis jetzt bin ich trocken und es ist das beste Gefühl seit langem.
Der einzige Nachteil ist, da meine Blase 8 Tage trocken war, es passen nur noch ca. 50 ml rein - das ist ca. 1/10 bis 1/5 von der normalen Größe. Aber das kann man trainieren.
Die Schmerzen sind auszuhalten und werden von Tag zu Tag leichter, morgen kommen die Klammern raus, dann ist auch die Angst weg, dass man sich mit der Wäsche daran einhängt und einen rausreißt.
Ich weiß für mich, dass es das einzig richtige war und ich wünsche dir, dass es auch für dich das richtige sein wird. Viel Glück und Kopf hoch, liebe Biku und alles Gute
 
Alannah78  sagt am 11.03.2013
Hallo Gibsy, mir geht inzwischen besser. War aber eine ziemliche Tortur. Die ersten beiden Tage nach der OP ging es mir relativ gut. Aber ab Tag 2 nach der OP wurde es immer schlimmer. Trotz Katheter musste ich mehrmals täglich zur Toilette und fort unter extremsten Schmerzen Urin ablassen und es ging auch immer etwas am Katheter vorbei ins WC. Gehen und jede Lageveränderung brachte Schmerzen mit sich. Der Urin wurde immer blutiger und als ich nach 9 Tagen vor Schmerzen zusammengebrochen bin ähnelte mein Urin eher Schwarzbier als Urin. Es stellte sich dann rsus das eine schlimme Infektion durch den Katheter aufgetreten ist. Somit wurde mein Aufenthalt nochmals auf 13 Tage erweitert und ich musste zurück an den Tropf. Inzwischen bin ich Zuhause. Die Yblase ist dicht, aber ich muss nachts oft aufstehen und zum WC und wenn ich zu lange anhalte, dann tut das Wasser lassen auch weh. Das braucht wohl noch Zeit.
Ich freue mich sehr für dich, das es bei dir nun gut gegangen ist.
 
Bibiane  sagt am 11.04.2013
Hallo, eine Antwort hierauf würde mich auch sehr interessieren. Harnleiterdurchtrennung und wie lange dauert die Heilung bzw. gibt es Erfolg auf eine Heilung? von 2008 bis 2012 immer mit einer Schiene? Ich bin entsetzt. Bitte hier um eine kurze Info. Vielen vielen lieben Dank.
 
Jamila2007  sagt am 11.04.2013
Hallo, eine Antwort hierauf würde mich auch sehr interessieren. Harnleiterdurchtrennung und wie lange dauert die Heilung bzw. gibt es Erfolg auf eine Heilung? von 2008 bis 2012 immer mit einer Schiene? Ich bin entsetzt. Bitte hier um eine kurze Info. Vielen vielen lieben Dank.
 
Virus  sagt am 10.08.2014
Hallo Zusammen,

Ich bin gerade auf eure Plattform gestoßen. Ich wollte euch allen nur raten vorsichtig zu sein und regelmäßig zur Kontrolle zugehen. Ich hatte 2013 eine ambulante Zystenentfernung. Nach 2 Tagen hatte ich starke Unterbauchschmerzen und Brennen, ich konnte auch nicht mehr Wasser lassen. Ich ging wieder ins Krankenhaus wo die nach langem hin und her ein 1 cm großes Loch in der Blase diagnostiziert haben. 10 Tage Katheder und Antibiotika + Abschluss CT.

Keine 8 Monate später konnte ich kaum Wasserlassen, immense Bauchschmerzen, sodass ich den Notarzt gerufen habe. Massive freie Flüssigkeit im Bauch, Brechen, Durchfall, Nierenvergiftung. Die Blase war wieder aufgeplatzt, diesmal 2,5 cm. Musste in einer NotOp genäht werden wg ANV.

Ich habe oft Depressionen bzw. Angstzustände da ich diese Schmerzen und Hilflosigkeit glaube ich nicht nochmal ertragen kann. Am 18.08 habe ich eine Blasenspiegelung, vor der habe ich auch schon Angst.

Ich rate euch nur lasst es regelmäßig nachgucken, mein Loch ist wieder auf gegangen. Ich hoffe dass soetwas niemand mehr ertragen muss.

Liebe Grüße
 
Virus  sagt am 10.08.2014
Hat einer von euch schon Mal versucht den damals operierenden Arzt dafür zu verklagen?
 
Agnieska2  sagt am 11.08.2014
Hysterektomie: Sind Frauen weniger als Tiere?

Ich arbeite in einer Nieder-Bayerischen Klinik in der Gynäkologie. Ich kann meinen Beruf nur noch mit schweren Gewissenbissen ausüben.
In der Myomberatung wird den Patientinnen unwahr gesagt, dass selbst kleinste Myome, Zysten, Blutungen oder Uterusvorfall eine Gebärmutterentfernung zwingend notwendig machen. Dass es keine Alternativen für die Patientin gäbe – obwohl die Ärzte ihre eigenen Frauen ausschliesslich minimal invasiv mit Laparoskopie oder mit Embolisation behandeln! Um die Patientinnen zur Unterleibstotaloperation überreden zu können, wird ihnen gesagt, dass sie GM-Hals-Krebs bekommen könnten, wenn sie nicht Einwilligen – obwohl laut Statistik damit nur 7% GMH-Krebs verhindert wird. Der Schaden also weit höher ist als der Nutzen. Genauso gut könnte man die Arme amputieren, damit man nie mehr einen Armbruch erleiden muss.
Unwahr wird den Frauen gesagt, die Myome würden wieder nachwachsen, wenn sie mit einer Laparoskopie gebärmuttererhaltend NUR die Myome entfernen lassen würden.
Empfohlen wird hauptsächlich die „vaginale Hysterektomie“, weil dadurch angeblich keine Narben bleiben würden – obwohl in der Scheide sehr wohl ein Wundrand von 9-10cm entsteht. Was auch die längere Verweildauer in der Klinik erklärt.
Zugleich ist die vaginale Hysterektomie die folgenschwerste Behandlungsmethode, und ein schwerer Eingriff in den Körper und Psyche einer Frau. Bei der vaginalen Hysterektomie wird der GM-Hals OP-bedingt in der Regel mit entfernt – dadurch wird der Beckenboden instabil. Dicke Bäuche, Blasenverletzung, Uterusvorfall und Inkontinenz sind sehr oft weitere Folgen. Die Keimbelastung bei einer OP durch die Vagina ist zudem weit höher als bei einer modernen minimal invasiven Laparoskopie, Embolisation oder fokussiertem Ultraschall.
Warum wird die folgenschwere vaginale Unterleibstotaloperation trotzdem Empfohlen? Weil die Klinik für eine vaginale Hysterektomie, je nach Kasse, über 5.000€ bekommt – für die schonende gebärmuttererhaltende minimal invasive Laparoskopie nur ca. 1.500€. Für die Embolisation bekommt die Gynäkologie nichts, weil diese in der Radiologie gemacht wird. Ein ganz wichtiger Grund, warum die folgenschwere Hysterektomie verordnend wird, ist auch die Tatsache, dass jeder angehende Frauenarzt 40 Unterleibstotaloperationen und 2 Brustamputationen nachweisen muss! Da schneidet man eben unnötig ein paar GM mehr heraus um das Soll zu erreichen.
Mir ist in 8 Jahren kein Fall bekannt, dass die Frau eines Arztes mit „Uterus myomatosus“ eine vaginale Hysterektomie hatte. Die bleibt hauptsächlich „Frauen mit niedrigem Bildungsstand“ vorbehalten, wie selbst das Ärzteblatt reklamiert. Oder für Frauen die leichtgläubig sind und die von Ihren Partnern alleine gelassen werden, weil sie mit dem „Myomzeugs“ nichts anfangen können.
Die Patientinnen liegen narkotisiert mit gespreizten Beinen und entblößter Vagina auf dem Gynstuhl. Oft stehen 5 „Lehrlinge“ davor. Der Herr Professor erklärt gönnerhaft am „Objekt“ die Funktionsweise des weiblichen Reproduktionsorgans. Die Dehnbarkeit der Scheide und die Handhabung von Spreizen und Spekulum wird rücksichtslos demonstriert…..die Frau glaubt nach der Unterleibstotaloperation ohnedies die Schmerzen kämen von der OP.
Nun könnten Sie sagen, irgendwie müssen die Anfänger ja lernen wie das geht. Da gäbe ich Ihnen recht……..müsste ich mir in der Kantine dann nicht die Zotten und obszönen Kommentare dieser Flegel über diese bedauernswerten Patientinnen anhören. Dabei wird auch das Argument adsurdum geführt, dass männliche Frauenärzte so viel Sehen, dass sie keinerlei „Gefühle“ beim Anblick einer Vagina haben. Das Gegenteil ist der Fall, die Herren bilden offenbar ganz bestimmte „Schönheitsideale“ für weibliche Geschlechtsteile aus. Ich erspare mir dazu den Kommentar, weil die Frauen selbst schuld sind, wenn sie sich von männlichen „Fach“-Ärzten behandeln lassen.
Eine Frau kann nur entscheiden was sie über sich ergehen lässt, wenn sie richtig aufgeklärt wird. Das wird allerdings sehr häufig aus dargelegten finanziellen Gründen nicht gemacht. Daher empfehle ich allen Frauen von einer „vaginalen Hysterektomie“ abstand zu nehmen. Sie ist veraltet, folgenschwer und bis zu 90% unnötig. Es dürfte einleuchtend sein, dass eine Laparoskopie, bei der gebärmuttererhaltend nur das Myom über einen „Trokar“ durch den Nabel leichter und schonender ist, als eine vaginale Unterleibstotaloperation. Denn, auch eine GM-Entfernung ist laparoskopiesch bis 1,6 Kg möglich, wenn es sein müsste. Durch den Trokar wird mit OP-Besteck mit nur 5 – 12 mm gearbeitet, wodurch kaum oder unsichtbare Narben bleiben, zudem bleibt die Würde gewahrt. Bei einer vaginalen Hysterektomie hingegen hat Frau mit grosser Wahrscheinlichkeit in wenigen Jahren wieder eine OP. Wenn kein Krebs vorhanden ist, ist die Hysterektomie in der Regel eine unnötige vaginale Verstümmelung, nur damit die Klinik ein fettes Honorar einstreichen kann.
Nebenbei! Noch bis 1910 wurde „aufmüpfigen“ Frauen, die etwa das Wahlrecht auch für Frauen forderten, als „Strafe per Gericht die Amputation der Gebärmutter verordnet“. Es ist mir daher unbegreiflich, dass hier in diesem Forum Frauen, ihre sicher oft unnötige vaginale Hysterektomie, auch noch verteidigen und ratsuchende Frauen damit buchstäblich auch in das Messer laufen lassen.
Im Tierschutzgesetz steht: „Wer einem Tier unnötig schmerzen zufügt, wird mit Geldstrafe oder Gefängnis bestraft“. Es ist bekannt, dass bis 90% der Frauen aus Geldgier oder mangelnder Weiterbildung von Frauenärzten unnötig, entwürdigend und folgenschwer das halbe Geschlechtsorgan amputiert wird, obwohl das in der modernen Medizin längst überholt ist. Meine Frage ist daher, sind Frauen weniger wert als ein Tier? Warum darf man ihnen unnötig Schmerzen zufügen und vaginal Verstümmeln, obwohl es absolut nicht nötig ist?
Wir brauchen uns nicht über Frauenfeindlichkeit in den islamischen Ländern echovieren – die „alltägliche Gewalt gegen Frauen ist in Deutschland genauso schlimm.
Ich hoffe ich habe Denkanstöße gegeben. Lasst nicht mehr alles mit euch machen- verlangt minimal invasive moderne schonende Behandlung, anstatt die vaginale folgenschwere Hysterektomie/vaginale Unterleibstotaloperation!!
 
Blub1  sagt am 10.11.2018
Hallo.

Umheimliche Geschichten :-(
Bei mir steht kommende Woche der OP (GB, GBhals und Eileiter) an. Vermutung Endometriose... unheimlich das man nicht weiss vorab was los ist und was passieren soll...
Eine Angst der auch dazu gehört ist natürlich auch Organverletzungen.
Ich frage mich - wie merkt ihr das z.B. Urin in den Bauchraum läuft? Habe Angst das dass vielleicht übersehen werd?
Leider aus der Familie schon schlechte Erfahrungen.

Wünsche allen gute Besserung und viel Kraft! Denke wichtig immer im Hinterkopf zu behalten wieso man sich für den GB OP entschieden hat.
 
Agnieska3  sagt am 14.11.2018
Hallo, Sie werden sich doch nicht wegen einer "Vermutung" operieren lassen oder? Waren Sie schon in einem anderen Haus wegen einer 2. Meinung? Hüten Sie sich vor "Lehrkrankenhäuser"!
 
Sosi  sagt am 27.12.2018
Krass oh mein gott ich bin schokiert
Danke für deine ausführliche tips hier!
 
Sosi  sagt am 27.12.2018
Wie gehts dir jetzt nach der Op.
Hattest du schmerzen nach den Angriff?

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