Wie sind die Chancen, daß eine Flüssigkeitsblase nach OP am Auge (Netzhautablösung) erfolgreich ist?

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Natascha77  fragt am 23.03.2018
Hallo mein Name ist Natascha, bin 49 Jahre und bisher war mein Leben aktiv, sportlich und schön. Bis zum 13. Februar 2018, Tage zuvor hatte ich starke Migräneanfalle und bin auf eine Tischkante aufgeschlagen. Danach folgten heftige Blitze, Flecken, Fäden, Mücken.
Netzhautablösung am rechten Auge war die Diagnose und sofortige OP am 14.02.18. Auch wurde mir eine Linse als Prophelaxe eingepflanzt. Ich habe Gas ins Auge bekommen. Ich hatte noch nie Erkrankungen an Augen, Kurzsichtigkeit unter 2 Dioptrien. Die OP verlief lt. Bericht erfolgreich ohne Nachblutungen. Das Auge selbst hat eine gute Heilung und das Gas ist weg.
Als ich zur 1. Kontrollvisite ambulant in der 2. Woche kam, wurden Fotos mit einem Gerät gemacht und dabei festgestellt, daß eine "Blase" zurückgeblieben sei, hinter der Netzhaut. Ich nehme sie wahrscheinlich als Fleck war, der ständig im Sichtfeld ist. Sehvermögen ist noch nicht optimal, auch sehe ich Wellen, Linien sind gebogen und sehr lichtempfindlich. Mir kommt vor, man sieht ständig Wasser, welches sich zähflüssig bewegt. Die Fäden wurden mir zuvor entnommen, sehr schmerzhaft und ich war sehr empfindlich und hatte Kopfweh und so ein Zusammenziehen an der Stirn.
Mir wurde jetzt mitgeteilt, daß man diese Blase entfernt, ein kleiner Eingriff mit Vollnarkose, aber gewiss ist es nicht, ob man sie "erwischt". Ich verstehe nichts mehr, bin durcheinander. Angst wechselt sich ab, mit Hilflosigkeit und Verzweiflung. Es heißt immer, sei positiv, aber Ungewissheit noch 4 Wochen, hält man fast nicht aus. Kennt jemand dieses Problem mit dieser Blase, oder Fleck, haben die gebogenen Linien und schlechte Sichtweise damit direkt was zu tun oder sind diese unabhängig hiervon? Die Blase muß aber auf jeden Fall raus oder? Was passiert da genau?
Ich hoffe, sehr, daß mir bitte bald hier jemand antworten kann. Danke im voraus. Natascha
 
mueros  sagt am 07.05.2018
Hallo Natascha,
ich kenne Ihre Probleme. Hatte vor über einem Jahr zwei Operationen wegen Netzhautablösungen. Wie bei Ihnen, wurde mit Gas gearbeitet. Die zunächst jeweils große Blase hat sich beim einen Auge völlig aufgelöst, beim anderen ist eine kleine(r) Blase (Kreis – durchsichtig und klar abgegrenzt) zurück geblieben, welche sichtbar wird und sich bewegt, wenn ich auf dem Rücken liege. Ich habe sie akzeptiert, und sie stört mich nicht weiter. Diese Erscheinung wurde bereits u.a. von Nutzer Johannes als Beitrag in dieses Forum eingestellt.
Außerdem sind mir auch die von Ihnen beschriebenen gebogenen und krummen senkrechten Konturen bekannt. Diese Merkmale haben sich normalisiert.
Mein Sehvermögen ist unterschiedlich, zeitweise bin ich zufrieden, zeitweise habe ich Probleme, wie auch das von Ihnen angeführte „durch Wasser blicken“, müde Augen, Druck, Lichtempfindlichkeit, brennendes Jucken. Auch in diesem Zustand auftretende Benommenheit und leichter Schwindel belasten mich sehr. Dann fühle ich mich wie „Brett vor dem Kopf und Honig im Kopf“.
Meine erste Operation war am 28.04.2017. Aus dieser Sicht kann ich Ihnen nur raten, haben Sie Geduld, vieles wird besser.
 
Natascha77  sagt am 07.05.2018
Hallo, vielen Dank für die Antwort. Freue mich sehr darüber.
Inzwischen bin ich zum zweiten Mal wg. der Blase (Pfcl-Flüssigkeit), die ja hinter die Netzhaut durchgesickert war, operiert worden. Die "Blase" ist nun kleiner. Allerdings behindert sich meine Sichtweise enorm dadurch, denn alles was im rechten Sichtfeld ist, ist stark verschwommen oder es fehlt ein "Stück". Ein befreundeter Augenarzt riet mir, genau alles abzuwägen, ob nochmals OP, denn die Nebenwirkungen könnten mehr sein, als das was man begradigen könnte. Teilweise geht es mir gut, denn ich bin angefangen, wieder Dinge wie Sport, Schwimmen, Fitness und Reiten. Ich rate das auch jedem, um mental wieder fit zu werden.

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