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Monofokallinse bei Grauem Star - generell schlechtere Kontraste bei Nebel

8 Beiträge - 46 Aufrufe
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Lavendelblatt  fragt am 05.12.2018
Guten Abend liebe Experten und Forumsmitglieder,

ich habe ein paar Fragen zum Kontrastsehen/der Sehqualität mit Monofokallinse:
1. ist es mit einer Monofokallinse generell immer der Fall, dass Kontraste bei Nebel und schlechten Lichtverhältnissen schlechter zu sehen sind? Und kann man mit dieser Kunstlinse immer weniger weit in den Nebel gucken?
Wie werden zudem Lichtquellen bei Dunkelheit mit dieser Linse wahrgenommen?

2. Verhält es sich mit diesen Dingen bei jedem Träger der monofokalen Kassenlinsen gleich oder individuell unterschiedlich?

3. Und bedarf es bei Einstellung dieser Kunstlinse auf die Ferne grundsätzlich einer (Lese)Brille?

Bin für Hinweise und Infos dankbar!

Meine Ausgangsposition: Bin Mitte-Ende 30, vom Katarakt betroffen ist 1 Auge, Brillenträgerin war ich nie.

Viele Grüße,
Zara Lavendelblatt
 
Lavendelblatt  sagt am 05.12.2018
Noch kurz möchte ich diese Frage ergänzen - wie häufig kommt es vor, dass sich die Pupille über den Rand der Kunstlinse hinaus weiter und deren Rand zu sehen ist? Mutet etwas unheimlich an ...
Portrait Dr. med. Tobias Neuhann, AaM Augenklinik am Marienplatz, Augenärzte an der Oper, Dr Tobias Neuhann & Kollegen MVZ München, München, Augenarzt
Dr. Neuhann  sagt am 05.12.2018
1. st es mit einer Monofokallinse generell immer der Fall, dass Kontraste bei Nebel und schlechten Lichtverhältnissen schlechter zu sehen sind?
Antwort: woher kommt ihre Annahme. Das ist Unsinn

Und kann man mit dieser Kunstlinse immer weniger weit in den Nebel gucken?
Wie werden zudem Lichtquellen bei Dunkelheit mit dieser Linse wahrgenommen?Antwort: die Kunstlinse bildet perfekt ab. Nur neben der Kunstlinse git es noch ihre Hornhaut, ihren Glaskörper und ihre Netzhaut. Und alle diese Strukturen benötigen sie ebenfalls zum Sehen. Ergo untersucht man diese vor einer OP, erst dann kann man ihre Fragen beantworten.

2. Verhält es sich mit diesen Dingen bei jedem Träger der monofokalen Kassenlinsen gleich oder individuell unterschiedlich?
Antwort: klar individuell, das Auge ist eine biologische und keine physikalische Optik.

3. Und bedarf es bei Einstellung dieser Kunstlinse auf die Ferne grundsätzlich einer (Lese)Brille? Antwort: ja
Portrait Dr. med. Tobias Neuhann, AaM Augenklinik am Marienplatz, Augenärzte an der Oper, Dr Tobias Neuhann & Kollegen MVZ München, München, Augenarzt
Dr. Neuhann  sagt am 05.12.2018
Dear Lavendelblatt, für all diese Fragen ist der Arzt ihres Vertrauens zuständig. Nur dieser kann all ihre Fragen und die, die sie sicherlich noch haben werden, nach den entsprechenden Untersuchungen umfassend beantworten. Aber Achtung: diese ausführlichen Untersuchungen sind für gesetzlich versicherte Patienten leider kostenpflichtig, weil die gesetzlichen Krankenkassen einfach nicht bereit sind, den Anforderungen des modernen Patienten Folge zu leisten.
 
Lavendelblatt  sagt am 05.12.2018
Guten Abend Herr Dr. Neuhann,

vielen Dank, dass Sie so schnell geantwortet haben. Das weiß ich sehr zu schätzen.

Diese Infos, die ich erwähnte, hatte ich von Seiten von Augenkliniken, Augenärzten sowie aus anderen Internetquellen. Es wundert mich sehr, warum stellt man solche Informationen bereit, die nicht zutreffen …

Vielleicht können Sie mir noch eine Frage beantworten: Haben Sie dies schon gehört, dass sich die Pupille von einzelnen Trägern der Monofokallinse über deren Rand hinaus weitet, sie diesen wahrnehmen bzw. über diesen hinaus nur Schwarz sehen? Klingt unheimlich.

Einen schönen Restabend Ihnen und viele Grüße,
Lavendelblatt
 
Lavendelblatt  sagt am 05.12.2018
P.S. Gemeint war die von den genannten Quellen beschriebene Sehqualität der Standard-Kassenlinde - also der sphärischen Monofokallinse gegenüber der asphärischen Monofokallinse (Premium-Variante).
Portrait Dr. med. Tobias Neuhann, AaM Augenklinik am Marienplatz, Augenärzte an der Oper, Dr Tobias Neuhann & Kollegen MVZ München, München, Augenarzt
Dr. Neuhann  sagt am 05.12.2018
Die Kunstlinsen haben einen Optikdurchmesser von 6mm. Sollte sich die Pupille mehr als 7mm vergrößern dann sieht man möglicherweise den Rand der Linse. Das stört. Das kann man aber alles präop feststellen. Deshalb zu dem Augenarzt ihres Vertrauens, ihre Fragen stellen, dann kann man gezielt antworten. Alles andere ist theoretisieren ohne Fakten.
 
Lavendelblatt  sagt am 05.12.2018
Gut zu wissen …

Und wie verhält es sich mit der asphärischen Monofokallinse gegenüber der sphärischen Standard-Monofokallinse - ist erstere der zweiteren in ihrer Sehqualität überlegen oder trifft diese allgemeine Aussage nicht zu?

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