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Therapie eines Analprolaps in der 23. Schwangerschaftswoche

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mama1234  fragt am 22.01.2009
Grüß Gott,
hatte bereits im Zuge der ersten Entbindung einen Analprolaps, der sich gut reponieren ließ und nur bei starker Verstopfung erneut auftrat, aber immer von mir reponiert werden konnte. Die zweite Entbindung wurde wegen einer Steiß-Fuß-Lage operativ angegangen. Jetzt, 23. Schwangerschaftswoche, habe ich nach einem Magen-Darm-Infekt seit vier Tagen einen Analprolaps, den ich nicht mehr reponieren konnte. Dies wurde heute in der chirurgischen Ambulanz durchgeführt und mit Hilfe eines Analtampons erstmal stabilisiert. Dies ist solange die lokalanästhesie wirkt unangenehm, aber erträglich, aber ohne Anästhesie fast genauso schmerzhaft wie der Prolaps. Die Ernährung habe ich bereits umgestellt zu Beginn der Schwangerschaft - keine verstopfung, viel Trinken, Flohsamen bei Bedarf). Auf Grund der noch weiteren 17 Wochen Schwangerschaft, möchte ich wissen, welche weiteren konservativen, oder auch operativen Möglichkeiten ich jetzt, also noch in der Schwangerschaft, habe.
Vielen Dank!
 
muttertier  sagt am 24.03.2009
Hallo Mama1234,

ich hoffe es geht dir jetzt besser!!! Dein Eintrag ist ja von Januar aber die Zeit heilt ja nicht alle Wunden. Jetzt ist es März und ich habe das selbe Problem und noch zwei lange Monate vor mir bis zur 2. Entbindung. Beim Ersten Kind hatte ich ähnliche Probleme aber nicht so schlimm... nach der Schwangerschaft ist es dann von alleine weg gegangen.. Aber jetzt sind der Prolaps und die Schmerzen größer und die Hilfsbereitschaft an meinem Zustand etwas zu ändern wie bereits erfahren sehr gering. Salben und Zäpfchen helfen nicht mehr sondern lösen nur noch zusätzlich verstärktes Brennen aus. Die Schleimhaut ist gereizt und fühlt sich wund an vom vielen reponieren. Jetzt ist der Prolaps wieder draußen kann sich aber vergrößeren weil er ja abgeschnürt wird. Was hast du in den letzten zwei Monaten gegen deine Qualen gemacht. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
 
mama1234  sagt am 25.03.2009
Hallo,
ich hatte mit viel Geheule und Gezeter einen OP-Termin "erstritten", konnte ihn aber wieder absagen, da es nach drei Wochen immer besser und länger reponieren ließ und zum Glück auch die Schmerzen nachgelassen hatten. Jetzt ist er zwar nach jedem Stuhlgang wieder da, aber nicht so schlimm, aber im Laufe der nächsten Stunden geht er fast weg. Es bleibt eine leichte Inkontinenz (Stuhlschmieren), aber ansonsten ist jetzt momentan erträglich - langfristig gesehen werde ich wohl doch eine OP angehen müssen (aber planungstechnisch sollte es zumindest die letzte Schwangerschaft sein, so daß ich mich hoffentlich nicht nochmal unters Messer legen muß...). Ich hatte mit befreundeten Chirurgen und mit meinem Chef (Gyn) gesprochen und beide meinten, daß die OP-Ergebnisse in der Schwangerschaft deutlich schlechter seien, als danach.... Mit den Analtampons hielt ich es ja nicht wirklich lange aus, aber zumindest war der Prolaps erstmal reponiert und konnte dadurch wieder etwas abschwellen, ansonsten habe ich immer gecremt wie eine Blöde (zu Glück hatten wir bis zum Umzug letzte Woche ein Bidet). Ich war nur froh, als die Schmerzen endlich weg waren - die hatten mir den Tag doch ziemlich vermiest... Tut mir leid, daß ich Dir gar nicht so richtig helfen kann... Ich hoffe, daß Du die zwei Monate noch gut durchhalten kannst! Liebe Grüße, Mama1234
 
muttertier  sagt am 02.04.2009
Hi,
danke für deine Antwort. Ich bin mit meinem Söhnchen vorübergehend bei meinen Eltern eingezogen und liege, kühle und creme. Meine Eltern nehmen mir alles ab - das geht zwar an die Psyche aber der Prolaps ist etwas besser geworden und die Schmerzen etwas weniger. Mich würde man in der Not auch operieren - aber nur sehr ungern, weil die Heilungschancen in der Schwangerschaft nicht optimal sind und wenn ich noch was warte dann sowieso nicht mehr, weil die Haut entfernt und genäht werden sollte - also Zähne zusammen und durchhalten. Ich hab ein bisschen Bammel vor der Geburt - dass der Prolaps dann viel schlimmer wird oder ich keine natürliche Geburt schaffe... aber bis dahin ist es noch lang (2 Monate)... aber wenn man sich umhört haben viele Frauen unser Problem durch lebt und durchlitten und irgendwie haben die es auch geschafft - sogar mit einer natürlichen Geburt. Ich drück dir auch die Daumen und dass die unangenehme Zeit schnell vorbei geht... wir haben auch noch einen Umzug vor uns (genau um den Entbindungstermin :-( Tampons scheinen für mich nicht so optimal ich sollte es mal mit Multi-Gyn-Kompressen versuchen, sagte mir eine Kollegin aus der Krabbelgruppe (schau ich gleich mal im Netz was das ist und wo es die gibt) Ansonsten, liegen, schonen und kühlen und entspannen (einfach gesagt)...
Und nach der Entbindung möchte der Proktologe auf jeden Fall nochmal nachsehen. (Ob ich Erfrierungen vom Kühlen am Hinter haben ;-) oder was mir geblieben ist. Halte durch - ich wünsch dir viel Kraft. Lieben Gruß, das Muttertier
 
analprolaps  sagt am 21.10.2009
Hallo,

schön zu sehen das es noch andere Frauen gibt, die diese peinlichen Qualen haben...
Ich hatte im Januar 2009 eine OP wegen eines Analprolaps. Die OP war sehr schmerzhaft und ich hatte sehr damit zu kämpfen.
Einen Monat nach meiner Entlassung fand ich raus das ich schwanger bin. Im 4. Monat war ich mit dem Prolaps genau da, wo ich vor der OP war. Es ist leider nicht geheilt. Mein Prokotologe riet mir davon ab natürlich zu entbinden, da durch das Pressen alles hätte schlimmer werden können.
Mein Gyn wollte für die Geb.plannung bis 4 wochen vor Termin warten um zu sehen in wie weit sich der Prolaps verändert.
Ende der Geschichte ist das ich einen Kaiserschnitt bekomme. In 1 Woche ist mein Termin. Glücklich darüber bin ich nicht aber ich denke sicher ist sicher...
Leider wird es mit jedem Tag etwas schlimmer und seit einigen Tagen habe ich auch ein leichtes Stuhlschmieren und Jucken im Analbereich.
Meine Frage an euch: in wie fern habt ihr euch seitdem operieren lassen und wie ist es nach der Geburt abgeheilt ?

Ich wollte nicht direkt nach der Geburt meiner Tocher den Eingriff machen lassen, da es starke Schmerzmittel benötigt und ich Stillen möchte...

Ich wäre dankbar über jede Antwort.

Liebe Grüße
 
mama1234  sagt am 21.10.2009
Hallo,
ich habe die letzten beiden Entbindungen per kaiserschnitt machen lassen, weil ich schon nach der ersten normalen Entbindung das Proble hatte. der Prolaps ist besser als während der Schwangerschaft, aber weg ist er nicht, insbesondere nach jedem Stuhlgang dauert bis zu einer Stunde, bis es vom Gefühl weg ist, aber so ganz weg geht es nicht mehr. Bei mir laufen jetzt erst die weiteren Untersuchungne in den nächsten Wochen, da ich auch gestillt habe und damit ja nur eingeschränkt OP-fähig wäre...

Kaiserschnitt ist wirklich nicht so schlimm... Jedenfalls weniger schlimm als ein nicht mehr reponierbarer prolaps, wir ich ihn in der Schwangerschaft hatte!!

Alles Gute
 
muttertier  sagt am 28.10.2009
Hallo,
ich habe die zweite Entbindung auch natürlich geschafft (sogar wie beim ersten Kind in der Geburtswanne) der Prolaps hatte sich dank der Schonung (Liegen, Kühlen, Entspannen) sehr gut zurück gebildet. Die Geburt war auch schnell vorbei und der Prolaps nach dem Pressen im Vergleich zu vorher gut zu ertragen (schließlich hat man dann ja auch ein süßes Würmchen im Arm) Von Tag zu Tag und von Woche zu Woche wurde es immer besser - Heute fünf Monate nach der Geburt ist nur noch ein Hautläppchen da (was wohl auch nicht mehr weg geht - aber wir haben jetzt auch ein Bidet...) Noch stille ich und das Hautläppchen stört mich nicht so sehr, vielleicht werde ich nochmal beim Proktologen vorstellig aber vor einer OP habe ich viel zu großen Bammel und eine Garantie dass es nicht wieder kommt bekommt man danach ja auch nicht. Ach ja neulich hatte ich wieder etwas mehr Stress als gut tut und wieder einen leichten Anflug (mit Jucken und Anschwellen) der aber nach einem Tag wieder vorbei war. Ich drück euch die Daumen, dass sich euer Leiden bald auflöst, so oder so. Alles Gute
 
hope4  sagt am 19.06.2010
Bin ich froh zu höhren, daß ich nicht allein bin. Habe gerade gelesen kühlen macht die Sache schlimmer, da die Schwellkörper auch auf Kälte reagieren. Es ist einfach gräßlich sich so hilflos zu fühlen und die Schmerzen legen einen komplett lahm, ... gibt es eigentlich irgendwelche alternativ-medizin, akkupunktur, akkupressur, oder irgendetwas - creme geht gar nicht mehr, mittlerweile bin ich auf alles allergisch, incl. Lokalanaestetika - noch 3 Wochen... und danach ??
 
muttertier  sagt am 23.06.2010
Also meine Hebamme hat mich getaped - mit bunten Klebestreifen - das hat nicht sofort gewirkt aber in Verbindung mit Kühlen und Nichts-Tun.. wurde es dann besser. Zuerst hat das kühlen bei mir auch nicht geholfen und ich dachte es würde dadurch nur schlimmer.. aber ich musste mehr Geduld aufbringen und weiter kühlen und liegen und entspannen. Relax, und wenn dun schon Kinder hast - hol dir Hilfe damit du deine Ruhe bekommst. Drück dir die Daumen
 
Anni1984  sagt am 07.06.2017
Hallo meine Frage ist kann man mit einem darmvorfall normal ein Baby zur Welt bringen. Ich war damit noch nicht beim doc och schäme mich da echt dolle. Nun bin ich fast in der 20ssw und ich fühl mich bissel hilflos. Denn darmvorfall habe ich schon seit fast 4 Jahren
Ich hoffe das hier mir jemand helfen kann. Danke im voraus
 
Yannick200  sagt am 08.06.2017
Bewegung ist sehr wichtig, wenn Sie schwanger sind. Vor allem, wenn Sie haben eine Menge Bauch

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