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Sehnenverletzung im Daumensattelgelenk

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Phantom2008  fragt am 09.02.2015
Sehr geehrtes Team,
ich habe mir im Nov. die linke Sehne im Daumensattelgelenk dur einen Arbeitsunfall verletzt. Mein Hausarzt hat mir im Dez. eine Schiene verordnet die ich auch seitdem täglich trage. Es ist besser geworden, jedoch wenn ich sie mal einen Tag nicht trage (auch wenn ich nur kleine sachen mache) ist es am nächsten Tag wieder schlimmer. Da ich als Sekretärin arbeite brauche ich beide Hände. Wie lange kann ich also noch damit rechnen, dass mich diese Verletzung noch beeinträchtigt und as kann ich machendamit sich der Heilungsprozess beschleunigt?

Vielen Dank


Mit freundlichen Grüßen
Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 09.02.2015
Hallo Phantom2008,
ein paar zusätzliche Angaben würden helfen:
-Was für ein Unfall?
-Welche Sehne genau?
-Was ist besser oder schlimmer? (Schmerz, Instabilität, Schwellung etc.)

ggf. können Sie mir auch den Durchgangsarztbericht oder zumindest das Aktenzeichen der BG mitteilen, wenn Sie möchten, dass ich mir die Berichte mal ansehe. Leider ist sonst nicht so viel zu Ihrem Fall zu sagen.

Grüsse aus Hessisch Lichtenau,
Tobias Radebold
 
Phantom2008  sagt am 09.02.2015
Hallo Herr Radebold,

ich habe ein Regal hochheben sollen und dieses ist da mein Gegenüber größer war abgerutschund beim runterfallen habe ich eine Kante auf den Hiterkopf bekommen und beim auffangen hat sich der linke Daumen überdehnt. Es handelt sich um das Daumensattelgelenk. Ich habe es der BG telefonisch nachgemeldet da die schmerzen erst später auftraten.
Wenn ich die Schiene nicht trage kann ich mit dem besagten Gelenk keinen Druck ohne schmerzen ausüben um etwas zuhalten oder zum aufschrauben von Gläsern.

Grüße aus Köln
Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 09.02.2015
OK. Jetzt weiß ich schon ein bisschen mehr. Klingt so, als ob einzelne Bänder des Daumensattelgelenkes in dem Moment gerissen, angerissen oder überdehnt worden sind. Das ganze hat zwei Ebenen: Die erste ist, dass das Ganze durchgangsärztlich untersucht, geröngt und aufgenommen werden muss, falls noch nicht erfolgt. Im Röntgen wird man dann sehen können, ob hier eine Schadensanlage, sprich eine bislang noch nicht erkannte Arthrose vorgelegen hat (die auch für die Beschwerden und den Krankheitsverlauf entscheidend sein kann)
Zusätzlich sollte eine seitliche, belastete Spezialaufnahme nach Kurosawa erfolgen, um eine Instabilität des Gelenkes auszuschliessen (geht auch nur klinisch, bietet aber weniger Informationen).
Die richtige Behandlung hängt sehr vom Ergebnis der Untersuchungen ab-Daumensattelgelenk ist hochkomplex-wir sind zwar sicher nicht das Mekka der Handchirurgie, aber auch bei uns werden bei Instabilität/Arthrose ca. ein Dutzend unterschiedliche operative Therapiearten durchgeführt....

Aus welcher Ecke von Deutschland kommen Sie?
ggf. kann ich Ihnen diesbezüglich sagen, wer in Ihrer Nähe sich damit näher beschäftigt.

Grüsse, TR
 
Phantom2008  sagt am 11.02.2015
Wow das ist ja viel komplexer als ich dachte. Ich wohne in Köln und mein Hausarzt ist in Bonn. Gibt es denn auch eine nicht opertive Möglichkeit der Behandlung?

Vielen Dank für die gute Beratung
Portrait Tobias Radebold, Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau, Hessisch Lichtenau, Chirurg, Facharzt für Handchirurgie, , Facharzt für spezielle Unfallchirurgie
T. Radebold  sagt am 11.02.2015
Leider steht vor einer Therapieentscheidung zuerst eine korrekte Diagnose-erst danach kann man sagen, welches die beste Therapie ist. Natürlich ist (soweit möglich) eine konservative Therapie besser.

Näheres läßt sich erst nach Diagnosestellung sagen

Ist das ganze denn schon von einem Durchgangsarzt angesehen worden?
Am besten von einem, der auch Handchirurg ist?

Grüße, TR
 
Phantom2008  sagt am 11.02.2015
Nein die Hand wurde bis jetzt nur vom Hausarzt behandelt. Aber die BG möchte, dass dieser einen Bericht schreibt und dann schicken die mich evtl doch zu einem durchgangsarzt. Im Krankenhauas wurde nur die Gehirnerschütterugn behandelt, da die Hand erst später auftrat. Als ich die Hand beim letzten Besuch erwähnt habe haben die das nicht als ernst gesehen. Dannach bin ich dann zum Hausarzt. Der hat mir dann die Schiene verpasst.

Grüße

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