Als Delphin-Schwimmen oder auch Schmetterlingsschwimmen bezeichnet man einen Schwimmstil, bei dem die Arme, im Gegensatz zum Brustschwimmen, über dem Kopf nach vorne gleichzeitig ins Wasser eingetaucht werden und anstatt einer Beingrätsche, wie beim Brustschwimmen eine synchronische und rhythmische Auf- und Abwärtsbewegung der Beine erfolgt.
Bis zum Jahre 1952 galt das Delphin-Schwimmen als eine Abwandlung des Brustschwimmens. Um eine exakte Trennung der beiden Schwimmarten voneinander vorzunehmen, entschloss sich der Weltschwimmverband (FINA) im Jahre 1953 dazu den Delphin-Schwimmstil als vierte offizielle Schwimmart neben dem Brust-, Kraul- und Rückenschwimmen anzuerkennen.
Die Koordination des Delphin-Schwimmstils konzentriert sich vorrangig auf zwei Aspekte.
Das Delphin-Schwimmen hat den grossen Nachteil, dass es wegen des grossen Kraftaufwandes und der schwierigen Koordination, die man für eine korrekte Ausführung aufwenden muss, praktisch für den Anfänger ungeeignet ist. Der geübte Schwimmer allerdings kann sich mittels des Delphin-Schwimmstils sehr schnell im Wasser fortbewegen.
Das Delphin-Schwimmen gilt allgemein als der zweitschnellste Schwimmstil nach dem Kraulstil, noch vor dem Rücken- und dem Brustschwimmstil.
Bei einer richtigen Ausführung und Koordination des Delphin-Schwimmstils, bei dem sich der Oberkörper bei dem zweiten Beinschlag zum Atmen aus dem Wasser hebt, erreicht der Schwimmer einen maximalen Vortrieb.
Voraussetzung für eine richtige dauerhafte Ausübung des Delphin-Schwimmstils ist allerdings ein spezielles Aufbautraining der Bein-Bauch- und Lendenrückenmuskulatur, besonders des langen Rückenstreckers im Lendenwirbelsäulenbereich. Bei einer dauerhaften falschen Ausübung des Delphin-Schwimmstils kann es zu Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule kommen. Dies ist zurückzuführen auf eine zu starke Lordosierung der Rückenwirbelsäule, um die Atmung zu unterstützen.
Wegen der geschmeidigen, wellenartigen Körperbewegung, die sich von den Armen bis in die Fussspitzen zieht, gilt das Delphin-Schwimmen als die ästhetisch schönste Schwimmart.
Als Ausdauerschwimmstil ist das Delphin-Schwimmen wegen des enormen Kraft-und Konditionsaufwandes, die der Schwimmer zu einer korrekten Umsetzung aufwenden muss, wenig geeignet.
Bei internationalen Wettkämpfen führt die längste Distanz nur über 200 Meter. Ebenso, wie schon erwähnt, ist der Delphin-Schwimmsstil als Anfängerstil wegen den komplizierten Koordinationsbewegungen von Armen und Beinen nicht geeignet und wird in den Schwimmschulen auch nicht oder kaum praktiziert.