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Akupunktur | Laserakupunktur | Elektroakupunktur | Alternativmedzin

zur Behandlung chronischer/akuter Schmerzen

Definition Akupunktur

Die Akupunktur ist ein Verfahren aus der traditionellen chinesischen Medizin, bei dem durch Einstechen von Nadeln an bestimmten Punkten des Körpers ein Gleichgewicht wiederhergestellt werden soll. Das Verfahren wird in der Alternativmedizin und zunehmend auch in der wissenschaftlich orientierten Medizin eingesetzt und kann insbesondere in der Schmerztherapie sinnvoll sein.

Ursachen

Die Akupunktur gründet sich auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise, die aussagt, dass Körper, Geist und Umwelt eine Einheit bilden. Im menschlichen Organismus fließt nach dieser Lehre die Lebensenergie (Qi), die aus den gegensätzlichen, sich aber ergänzenden Elementen Yin und Yang besteht. Das Qi fließt durch Leitbahnen (Meridiane), von denen es nach gängiger Meinung 12 Hauptmeridiane, 12 Nebenmeridiane und 8 weitere (Sonder-)Meridiane gibt. Für die Akupunktur sind sie von Bedeutung, da die Akupunkturpunkte auf diesen Linien liegen. Eine Zuordnung von Organen und Körperfunktionen ist möglich.

Ist der harmonische Fluss der Lebensenergie gestört, kommt es zu Krankheiten beziehungsweise Schmerzen. Das Gleichgewicht kann unter anderem durch Umwelteinflüsse, psychische Probleme, Stress, Anstrengung oder Unterbelastung, eine ungünstige Ernährungsweise sowie durch Verletzungen gestört werden.

In der Wissenschaftsmedizin gibt es des Weiteren einen Erklärungsansatz, dass bei der Akupunktur so genannte Glückshormone (Endorphine) ausgeschüttet werden, wodurch z. B. Schmerzen verringert werden können.

Symptome

Schmerz kann bei Gewebeschädigungen auftreten, aber manchmal auch ohne erkennbare Verletzung oder andere Erkrankung auftreten. Er kann leicht bis stark oder unerträglich sein (Schmerzintensität) und z. B. dumpf oder stechend verspürt werden (Schmerzqualität). Schmerzen können chronisch werden (z. B. chronisches Schmerzsyndrom) und können durch die Schmerztherapie behandelt werden.

Diagnose

Es erfolgt zunächst eine eingehende Anamnese (Befragung des Patienten), bei der der Schmerz genau beschrieben werden soll und für die Akupunktur wichtige ganzheitliche Aspekte angesprochen werden (z. B. Beschwerden, jetzige und frühere Erkrankungen, seelische Probleme, Umweltfaktoren, Ernährung etc.). Im Rahmen der Alternativmedizin können weitere Diagnoseformen zum Einsatz kommen.

Differenzialdiagnose

Schwere Erkrankungen als Ursache für die Schmerzen müssen ausgeschlossen werden, um eine eventuell erforderliche weitergehende Therapie durchführen zu können.

Therapie

Konservative Therapie

Schmerzen können durch verschiedene Methoden behandelt werden, z. B. durch Medikamente, Physiotherapie, manchmal auch durch Psychotherapie sowie neben der Akupunktur durch weitere alternativmedizinische Maßnahmen.

Operation

Zur Akupunktur liegt oder sitzt der Patient. Es ist wichtig, dass der Patient sich entspannen kann, es darf nicht kalt oder unbequem für ihn sein. Während der Behandlung sollte sich der Patient nur wenig bewegen, es sei denn, er wird vom Behandler dazu aufgefordert (z. B. bei bestimmten Bewegungsübungen).

Der Behandler sucht die Akupunkturpunkte auf. Diese befinden sich am Rumpf, am Kopf und an den Gliedmaßen. Es werden je nach der Symptomatik nur bestimmte Punkte in die Akupunktur einbezogen, bisweilen ist auch eine einzige Stelle ausreichend für die Behandlung.

Zur Akupunktur werden dünne, sterile Nadeln aus Stahl verwendet, bei speziellen Fällen auch aus Silber oder Gold. Es gibt verschiedene Akupunkturmethoden, die durchgeführt werden können.

Die Nadeln werden an den bestimmten Stellen eingestochen. Dabei kann ein leichter, kurzzeitiger Schmerz oder eine Wahrnehmung wie bei einer „Elektrisierung“ verspürt werden. Des Weiteren bemerkt der Patient häufig ein Druck-, Schwere-, Temperatur- oder Taubheitsgefühl, während die Nadel liegt (so genanntes De-Qi-Gefühl). Dies zeigt nach der Akupunkturlehre an, dass sich die Nadel an der richtigen Position befindet. Das De-Qi-Gefühl kann noch längere Zeit nach dem Ziehen der Nadel bestehen bleiben. Der Einstichschmerz sollte allerdings nach kurzer Zeit nicht mehr bemerkt werden, ansonsten muss die Nadel eventuell herausgezogen oder umgesetzt werden.

Häufig werden die Nadeln nur kurzzeitig belassen. Um eine bessere Stimulierung zu erreichen, können sie z. B. gedreht oder in anderer Richtung bewegt werden. Sie können auch erwärmt werden (Moxibustion), z. B. durch Entzünden einer Beifußkugel oder einer so genannten Moxa-Zigarre. Manchmal wird auch ein leichter elektrischer Strom an die Nadel geleitet.

Eine andere Vorgehensweise ist die Akupunktur mit Dauernadeln, die einen bis zehn Tage an der Stelle verbleiben. Sie werden eventuell durch ein Pflaster dort festgehalten. Dauernadeln werden oftmals bei der Ohrakupunktur verwendet.

Nicht mit Nadeln arbeiten andere Methoden der Akupunktur. Bei der Laserakupunktur wird gebündeltes Licht auf die Akupunkturpunkte geleitet, wobei zum Augenschutz eine Spezialbrille getragen werden muss. Bei der Elektroakupunktur wird Strom auf die Punkte gebracht, ohne dass eine Nadel verwendet wird. Bei der Akupressur werden kleine Samenkörner an den Punkten befestigt und durch Massage eine Stimulation erreicht, oder es werden kleine Metallkugeln befestigt und mit einem Magneten beeinflusst.

Eine weitere Vorgehensweise ist die Injektionsakupunktur. Hier werden bestimmte Wirkstoffe in die Akupunkturpunkte gespritzt. Bei der Mikroaderlass-Akupunktur wiederum wird das Gewebe an den Punkten zur Rötung oder zum leichten Bluten gebracht, hierfür können Dreikantnadeln oder Pflaumenblütenhämmerchen verwendet werden.

Eine der Akupunktur ähnliche Behandlungsmethode ist das Schröpfen. Hierbei werden kleine spezielle Gefäße aus Glas auf die Haut gesetzt und ein Unterdruck erzeugt. Dabei entstehen Blutergüsse. Die Schröpfgefäße können auch über die Körperoberfläche bewegt werden (Schröpfkopfmassage).

Die Dauer einer Akupunktur-Behandlungssitzung beträgt meist ungefähr 20 Minuten. Die einzelnen Behandlungen werden ein- bis mehrmals wöchentlich vorgenommen, ein so genannter Zyklus beinhaltet mindestens 10 oder 15 Behandlungssitzungen. Andere Behandlungsverfahren können in Kombination mit der Akupunktur durchgeführt werden.

Mögliche Erweiterungen der Operation

In einigen Fällen zeigt sich erst während eines Akupunkturzyklus, dass weitere Hautpunkte mit in die Behandlung einbezogen werden müssen oder ursprünglich gewählte Punkte nicht mehr verwendet werden sollen.

Komplikationen

Bei der Akupunktur kann es zu Allgemeinsymptomen kommen, beispielsweise zu Schwindelgefühl, Übelkeit, Schwitzen, einer schnelleren Herzfrequenz, Müdigkeit oder Benommenheit. Auch ein Kreislauf-Kollaps kann vorkommen. Diese Symptome können durch einfache Maßnahmen (z. B. Beine hochlagern, Trinken) oder aber durch Stimulation weiterer Akupunkturpunkte zum Aufhören gebracht werden. Es können Blutungen, Nachblutungen und Blutergüsse an den Akupunkturstellen entstehen, die in aller Regel harmlos sind. Nerven können gereizt werden. Größere Verletzungen, z. B. von inneren Organen, sind nahezu ausgeschlossen. Am Brustkorb kann es nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass eine Luftansammlung im Brustraum Organe (vor allem die Lunge) verdrängt und die Atmung erschwert wird. Infektionen können ebenfalls in sehr seltenen Fällen auftreten. Die Nadel kann in einigen Fällen fest stecken bleiben oder abbrechen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass durch Akupunktur bei Schwangeren Wehen ausgelöst werden. Allergische Reaktionen sind möglich.

Hinweis: Dieser Abschnitt kann nur einen kurzen Abriss über die gängigsten Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das Gespräch mit dem Arzt kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Prognose

Die Akupunktur führt in der Mehrzahl der Fälle zu einer deutlichen Eindämmung der Schmerzen. Durch Stimulierung der Selbstheilungskräfte kommt es zu einer Harmonisierung des Qi (Lebensenergie). Medikamente können oft reduziert werden, auf andere umfangreiche Behandlungsmethoden kann häufig verzichtet werden. Das erreichte Ergebnis eines Behandlungszyklus kann Wochen bis Monate, oft sogar Jahre bestehen bleiben. Danach kann ein erneuter Zyklus sinnvoll sein. Eine frühzeitige Akupunkturbehandlung ist beim Wiederauftreten förderlich für das Verschwinden der Schmerzsymptomatik.

In den meisten Fällen dauert es einige Sitzungen, bis die Schmerzen geringer werden. Die Zeit, bis eine Linderung auftritt, kann aber auch länger dauern, manchmal wird dies erst nach Wochen erreicht. Bisweilen kann es sinnvoll sein, mit der Akupunktur aufzuhören.

Anfangs (bei den ersten Sitzungen und dazwischen) kommt es nicht selten zur so genannten Erstverschlimmerung. Die Symptomatik wird dabei noch stärker. Dies tritt in aller Regel nur vorübergehend auf und zeigt dem Behandler, dass die Akupunktur zu wirken beginnt.

Hinweise

Vor der Operation

Wichtig ist es, dass der Patient bei der Akupunktursitzung entspannt ist. Daher sollten an den Tagen vor, während und nach der Behandlung Stresssituationen gemieden werden. Dies kann körperlichen und seelischen Stress betreffen, aber auch Kälte und Hitze (z. B. Sauna), Hunger und Durst oder zu umfangreiche und ungesunde Mahlzeiten. Auf Rauchen, Alkohol, Drogen sowie Koffein sollte weitgehend verzichtet werden.

Der Patient sollte sich bei seiner Krankenversicherung erkundigen, ob eine (teilweise oder komplette) Kostenübernahme möglich ist.

Nach der Operation

Nach der Behandlung sollte der Patient sich weiterhin entspannen und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Da durch die Behandlung die Verkehrstauglichkeit eingeschränkt sein kann, sollte der Patient eine halbe Stunde warten, bis er z. B. ein Kraftfahrzeug führt.

Bei Besonderheiten, die auf Komplikationen oder akute Erkrankungen hindeuten, sollte rasch ein Arzt aufgesucht werden.

Akupunktur - Laserakupunktur - Elektroakupunktur - Alternativmedzin

Letzte Aktualisierung am 07.11.2008.
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Akupunktur

 
hallo   1 Antworten   Letzte Antwort
sagt bienchen15   vor ~ 1 Jahr  1508

Bei meiner Schwester hat Akupunktur sehr gut bei ihrer Migräne geholfen. Es war wie ein Wunder, nach 10 Behandlungen war sie absolut beschwerdefrei. ... mehr

 
sagt janytany4   vor > 2 Jahre  1859

Also, ich habe auch schon mehrmals Akupunktur Therapien bekommen und es sollte eigentlich nur kurz beim Einstich der Nadeln weh tun. Nach ein paar ... mehr

 
sagt Oli76   vor > 2 Jahre  1895

Nach einer Akupunktur würde ich schon eher Ruhe halten. Gegebenenfalls laufen oder spazieren gehen, aber nicht körperlich schwer arbeiten. So kann ... mehr

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