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Stationäre Operation

Lesezeit: 3 Min.

Was bedeutet stationäre Operation?

Bei der stationären Operation handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, der nach Aufnahme auf eine Station in einem Krankenkaus stattfindet. Vor dem chirurgischen Eingriff begibt sich der Patient meist ein bis zwei Tage vorher in die Klinik und bleibt nach der Operation dort noch einige Tage, unter Umständen auch Wochen.

Stationäre Operationen ermöglichen eine Betreuung des Patienten rund um die Uhr und eine optimale Nachbehandlung. Der Patient wird 24 Stunden betreut, so dass auch im Notfall sofort eingegriffen werden kann.

Eine stationäre Operation kommt vor allem bei schweren oder umfangreichen Eingriffen in Frage. Ein wichtiges Kriterium, ob die Operation ambulant (ohne Übernachtung) oder stationär erfolgen soll, ist der Gesundheitszustand des Patienten.


Wann ist eine stationäre Operation erforderlich?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass vor allem komplizierte oder umfangreiche Operationen stationär durchgeführt werden. Dagegen können einfache Eingriffe wie beim Leistenbruch, Nabelbruch, Grauen Star, eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) oder Magenspiegelung in den meisten Fällen ambulant erfolgen.

Chirurgische Eingriffe in Vollnarkose werden zum größten Teil stationär vorgenommen. Weiterhin erfolgt eine Operation meist stationär, wenn nach dem Eingriff starke Schmerzen zu erwarten sind, z.B. Operationen am Herzen wie Herzklappenersatz, künstliches Knie- oder Hüftgelenk, Operationen an den Kreuzbändern oder komplizierte Operationen am Fuß. Der Arzt wird im Einzelfall abwägen, welche Bedingungen angemessen sind.
Neben der Ausdehnung des Operationsgebietes und der Operation selbst spielt auch die Verfassung des Patienten eine wichtige Rolle.


Was ist vor einer stationären Operation zu beachten?

Die Anweisungen der Narkoseärzte bezüglich der Nüchternheit und der Medikamenteneinnahme müssen auf jeden Fall befolgt werden. Gegebenenfalls müssen Medikamente, die die Blutgerinnung beeinträchtigen, z.B. Aspirin oder Marcumar, abgesetzt werden. Dies geschieht jedoch immer in Absprache mit dem Arzt. Des Weiteren sollte der Patient zur stationären Aufnahme vorhandene Unterlagen wie Ergebnisse von vorherigen Untersuchungen sowie eine Liste von dauerhaft eingenommenen Medikamenten mitbringen.


Wie läuft eine stationäre Operation ab?

Die stationäre Aufnahme des Patienten erfolgt meist einen Tag vor der Operation. Manchmal erfolgt die Aufnahme auch mehrere Tage zuvor. Ausnahmen sind natürlich Notfälle. Einige Tage vor dem Eingriff erfolgen bestimmte Voruntersuchungen und das Gespräch mit dem Arzt sowie die Aufklärung über die Operation. Die Patienten müssen über die Risiken und möglichen Komplikationen des Eingriffs und über die Narkose unterrichtet werden. Am Tag der Operation oder einen Tag zuvor bekommt der Patient die notwendigen Medikamente vom Personal. Am Operationstermin, rechtzeitig vor der geplanten Uhrzeit, kommt der Patient in den Operationssaal. Unter Umständen kann sich die Zeit etwas nach hinten verschieben, falls beispielsweise Notfälle Vorrang haben. Im Anschluss an die Operation wird der Patient gegebenenfalls in den Aufwachraum und dann auf die Station gebracht. Auf der Station erfolgt dann weiterhin die notwendige Versorgung mit Medikamenten, Verbandwechsel und Nachuntersuchungen. Hat sich der Gesundheitszustand des Patienten gebessert, so kann er nach einigen Tagen entlassen werden.


Wie sollten sich Patienten nach der Entlassung verhalten?

Je nach Operation und Wunde erfolgen nach der Entlassung weiterhin Verbandwechsel und Kontrolluntersuchungen, meist jedoch beim niedergelassenen Arzt. Die Medikamente sollten weiterhin nach Anweisung des Arztes eingenommen werden. Sollten irgendwelche Auffälligkeiten oder Komplikationen auftreten, so sollte umgehend ein Arzt informiert werden.
Je nach Eingriff können weitere Maßnahmen wie eine Rehabilitation notwendig sein.


Vorteile der stationären Operation

Ein wesentlicher Vorteil der stationären Operation gegenüber der ambulanten Operation ist die gesicherte gute Betreuung des Patienten. Die Operationsvorbereitung kann genauestens durchgeführt und auch kontrolliert werden. Nach dem chirurgischen Eingriff ist eine fortlaufende Überwachung des Patienten möglich. Bei etwaigen Komplikationen ist Fachpersonal sofort zur Stelle. Insgesamt wird eine größere Sicherheit für den Patienten geboten. Auf der anderen Seite hat auch die ambulante Operation gewisse Vorteile gegenüber der stationären Operation. Sie ermöglicht beispielsweise die Genesung in den eigenen vier Wänden, was dem Patienten meist entgegenkommt, und nicht zuletzt auch eine Kostenersparnis.


V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 12.12.2011
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