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Welches Nahtmaterial wird am Auge verwendet?

Lesezeit: 1 Min.

Manche Operationen erfordern eine Naht, um das Auge zu verschließen

Bei Operationen am Auge oder nach Verletzung der Augen ist zum Verschließen der Wunde ein spezieller Faden notwendig. Chirurgisches Nahtmaterial kann genau auf das Gewebe abgestimmt werden, sodass der Heilverlauf optimal ist.

Für die Nähte kann resorbierbares (auflösbares) oder nicht resorbierbares Nahtmaterial verwendet werden. Das wird der Chirurg im Einzelfall entscheiden, in erster Linie werden dünne Materialien ausgewählt. Die wichtigsten Nahtmaterialien fürs Auge sind Vicryl, Polyesternähte und Prolene. Sie werden in unterschiedlichen Varianten an verschiedenen Stellen des Auges verwendet.

Welche operativen Eingriffe am Auge werden mit einer Naht verschlossen?
Viele gängige Augenoperationen kommen ohne Naht aus. Dazu gehört meistens die Operation am Grauen Star, bei der ein kleiner Schnitt in die Hornhaut - die durchsichtige Wand der Vorderseite des Auges - gesetzt wird. In aller Regel heilt der Schnitt von selbst zu. Nur manchmal ist die Stelle in der Hornhaut tatsächlich nicht dicht und muss gegebenenfalls durch eine Naht versorgt werden. Immer mit einer Naht befestigt wird die Spenderhornhaut bei einer Hornhauttransplantation (perforierende Keratoplastik).

Wird die Hornhaut verletzt, muss sie in manchen Fällen genäht werden. Ansonsten kann das Auge die Flüssigkeit der Vorderkammer verlieren. Meist verschließt sich die Hornhaut aber von selbst. Die Verletzung der Hornhaut kann verschiedene Ursachen haben. Sie entsteht zum Beispiel durch spitze Gegenstände, die in das Auge geschleudert werden (Splitter).

Die Bindehaut und/oder die Lederhaut des Auges muss nach Verletzungen oder nach Operationen vernäht werden.

Bei einem operierten, beschädigten oder durchtrennten Augenmuskel muss der Chirurg ebenfalls mit einem dünnen Faden eine Naht setzen.

Naht am Augenlid
Verletzungen am Augenlid kommen ebenso vor wie Lidkorrekturen aus kosmetischen oder funktionellen Gründen. Sie werden genäht, damit das Lid seine Aufgabe wie gewohnt wahrnehmen kann. Oftmals ist eine Naht am Augenlid schwieriger auszuführen, als eine Wundstelle am Augapfel zu vernähen. Nach der Verletzung des Augenlides ist es wichtig, den Faden beim Vernähen exakt dosiert zu befestigen. Ein zu locker oder zu fest angezogener Faden führt zu Problemen. Die Wundränder wachsen nicht perfekt zusammen und es entsteht keine glatte Narbe.



S. Loevenich Sonja Lövenich
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 02.11.2015
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