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Minimal-invasive Chirurgie - Komplikationen und Alternativen

Lesezeit: 2 Min.

Welche Komplikationen können auftreten?

Wie bei allen Operationen sind Komplikationen auch bei minimal-invasiven Eingriffen nicht ganz auszuschließen. So kann es während der Operation zu Blutungen kommen, auch Nachblutungen sind theoretisch möglich. In seltenen Fällen können während eines minimal-invasiven Eingriffs Organe verletzt werden. Infektionen sind ebenfalls eine mögliche Komplikation, die nach einem solchen Eingriff auftreten kann. Selten wird eine zweite Operation notwendig, oder es wird von der minimal-invasiven Technik auf die konventionelle, offene Methode gewechselt. Trotz alledem sind minimal-invasive Verfahren im Regelfall recht komplikationslos.

Alternative Operationstechniken, Vor- und Nachteile der minimal-invasiven Chirurgie

Eine Alternative zu minimal-invasiven operativen Eingriffen sind prinzipiell die konventionellen offenen Operationen. Während bei der minimal-invasiven Methode nur kleine Schnitte gemacht werden, um das für die Operation benötigte Werkzeug in den Operationsbereich einbringen zu können, wird bei der offenen Technik der Schnitt so groß gemacht, dass der Operateur von außen seinen Operationsbereich einsehen kann.

Die Vorteile der minimal-invasiven Variante sind demnach, dass durch die kleineren Schnitte und Verletzungen von Haut und Weichteilen die Schmerzen der Patienten in Folge der Operation meist geringer sind. Daraus folgt wiederum, dass die Beweglichkeit und allgemeine Mobilität der Patienten häufig schneller wieder hergestellt werden kann. Sie können so meist auch zügiger wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Es ist sogar möglich, dass einige minimal-invasive Operationen ambulant erfolgen können, das bedeutet, dass die Patienten nach dem Eingriff wieder nach Hause gehen können. Die Eintrittspforte für mögliche Infektionen ist viel kleiner als bei einer offenen Operation. Dadurch, dass die Patienten nach der Operation schneller wieder mobil sind und nicht so lange liegen müssen, entwickeln sich auch seltener Lungenentzündungen, die sich zum Beispiel relativ häufig bei bettlägerigen Menschen ausbilden. Nicht zuletzt heilen die kleinen Schnitte in der Regel auch schneller als die großen Schnitte bei offenen Operationen und hinterlassen kosmetisch gesehen „schönere" Narben.

Die Nachteile der minimal-invasiven Technik sind grundsätzlich, dass die Übersicht und die Tastmöglichkeit im Vergleich zur offenen Operation eingeschränkt ist. Der Operationsbereich wird über die Kamera nur zweidimensional auf dem Bildschirm abgebildet, während bei der offenen Variante der Operation ein dreidimensionales Bild möglich ist, da der Operateur seinen Arbeitsbereich direkt vor seinen Augen hat. Blutungen bei der Operation sind bei einem minimal-invasiv durchgeführten Eingriff schwieriger zu stillen, auch Nähte sind schwerer zu setzen. So ist verständlich, dass solche Eingriffe nicht selten auch langwieriger sind als Operationen, die konventionell am Patienten vorgenommen werden.

Für den Patienten weniger interessant als für Krankenhaus und Krankenkassen ist, dass der betriebene Aufwand mit der benötigten Technik und die Kosten bei minimal-invasiven Operationen weitaus größer sind, als bei offenen Operationen.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 31.10.2011
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