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Minimal-invasive Chirurgie - Funktionsweise

Lesezeit: 2 Min.

Wie funktioniert die minimal-invasive Chirurgie?

Beispielhaft für eine minimal-invasiven Operation soll hier nun kurz die Laparoskopie (Bauchspiegelung) erläutert werden. Die verwendete Technik ist bei allen minimal-invasiven Operationen prinzipiell sehr ähnlich. Das wichtigste Instrument bei einer Bauchspiegelung ist der Bauchspiegel, das Laparoskop. Hierbei handelt es sich um einen ungefähr dreißig Zentimeter langen Stab, in dem ein Linsensystem untergebracht ist, das mit einer Kaltlichtquelle verbunden ist. Das Laparoskop ist im Bauchraum frei bewegbar und ermöglicht es, die inneren Organe über eine Kamera auf Monitoren im Operationssaal abzubilden. Dabei werden die Organe jedoch in der Regel nicht eins zu eins, sondern in vielfacher Vergrößerung auf den Monitoren gezeigt. So ist es möglich, dass der gesamte Eingriff bequem auf den Bildschirmen verfolgt werden kann. Einzelne Bilder und Videoaufnahmen können aufgezeichnet werden.

Bei einer Laparoskopie wird zu Anfang des Eingriffs der Bauch des Patienten mittels Kohlenstoffdioxid aufgebläht. Dies verschafft den Operateuren Platz und eine optimale Sicht. Das Instrument für diese Prozedur ist die sogenannte Veress-Nadel, die relativ kurz unter dem Bauchnabel durch die Haut durchgestochen wird. Dann wird das eigentliche Werkzeug für die Laparoskopie, das Endoskop (hier: Bauchspiegel), durch einen so genannten Trokar in den Bauch hineingeschoben, wobei derselbe Zugang wie für die Veress-Nadel genutzt wird. Trokare sind sind letztendlich einer Hülse ähnlich, aber dicht, so dass über sie kein Gas nach außen entweichen kann.

Mit dem Laparoskop ist es möglich, die inneren Organe im Bauchraum zu inspizieren. Weitere Instrumente für die Operation können dann ebenfalls über Trokare in den Bauchraum eingebracht werden, dies geschieht in der Regel im Bereich der Schaamhaargrenze. Die Instrumentarien, die bei einer laparoskopischen Operation verwendet werden, unterscheiden sich sämtlich von denen, die bei einer offenen, konventionellen Operation benutzt werden. Wenn der Operateur seine Arbeit vollendet hat, werden die Werkzeuge aus dem Bauchraum gezogen und das Gas abgelassen. Die kleinen Schnitte für die Trokare werden sauber zugenäht und mit Pflastern versorgt.

Worauf muss der Patient vor der Operation achten?

Wie vor allen Operationen sollte in der Regel auch vor minimal-invasiv durchgeführten Eingriffen bereits am Abend zuvor ab 22.00 Uhr nichts mehr gegessen und getrunken werden. Auch Rauchen und Kaugummi-Kauen sollte dann unterlassen werden. Genaue Informationen darüber sollten sich die Patienten aber vor dem jeweiligen Eingriff von ihrem zuständigen Arzt einholen. Vor allem Patienten, die unter Erkrankungen des Herzens oder der Lunge leiden, sollten den Operateur und ihren Narkosearzt (Anästhesist) unbedingt darüber in Kenntnis setzen. Gleiches gilt beispielsweise auch für Gerinnungsstörungen des Blutes. Auch über eventuell eingenommene Medikamente müssen die Ärzte in jedem Fall informiert werden. Manche Medikamente müssen zum Beispiel schon mehrere Tage vor einer Operation abgesetzt werden.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 31.10.2011
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