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Grundlagen einer Operation

Lesezeit: 1 Min.

Was ist eine Operation?

Der Begriff „Operation" stammt vom lateinischen Wort „operatio" und bedeutet soviel wie „Verrichtung" oder etwas freier übersetzt „Tat". Eine Operation im medizinischen Sinne ist ein Eingriff am menschlichen Körper, für den Instrumente verwendet werden. In den meisten Fällen dient eine Operation dazu, eine Erkrankung zu behandeln beziehungsweise zu heilen. Seltener wird jedoch auch zu diagnostischen Zwecken operiert oder vor dem Hintergrund, lediglich eine Schmerzlinderung herbeizuführen (palliativer Eingriff).

Eine Operation erfolgt in der Regel in Voll- oder Teilnarkose oder in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie). Der Zeitraum um die Operation herum wird als perioperative Phase bezeichnet.

Im Allgemeinen lassen sich drei Phasen einer Operation unterscheiden:

  • Zugang: Der Operateur muss sich zunächst einen Weg in die zu operierende Körperregion schaffen.
  • Versorgung: Die eigentlichen Maßnahmen werden durchgeführt, die der Zielsetzung der Operation dienen.
  • Verschluss: Die Operationswunde wird Schicht für Schicht wieder verschlossen. In der Regel erfolgt dies mittels einer speziellen Nahttechnik.

Um dem Patienten eine Schmerzfreiheit während der Operation zu gewährleisten, wird die Operation in Anästhesie (Ausschaltung von Empfindungen) durchgeführt. Die Vollnarkose ist in der Regel eine Intubationsnarkose (Beatmung erfolgt über einen eingeführten Schlauch). Lokale Eingriffe können unter der Betäubung eines Teils des Körpers (Regionalanästhesie) durchgeführt werden, zu diesen Möglichkeiten können die Teilnarkosen am Rücken (Spinalanästhesie, Periduralanästhesie) oder die Lokalanästhesie (gewöhnliche örtliche Betäubung) gezählt werden. Für die Wahl der richtigen Schmerzbehandlung und der Betreuung während der Operation ist ein Anästhesist (Narkosearzt) zuständig.

Durchgeführt wird die Operation - mit Ausnahme kleinerer Eingriffe - in aller Regel in einem speziellen Operationssaal. Die meisten operativen Eingriffe werden von Chirurgen durchgeführt. Aber auch andere medizinische Fachgebiete stützen sich auf die Operation als Heilmethode. Dazu zählen die Frauenheilkunde (Gynäkologie), Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Augenheilkunde und Urologie.

Die weltweit häufigste Operation ist die Operation des Grauen Stars (Katarakt). Sie wird etwa
600.000 mal pro Jahr in Deutschland durchgeführt. Ein weiterer häufig durchgeführter Eingriff ist der Kaiserschnitt. Auch die Entfernung des entzündeten Blinddarm-Wurmfortsatzes (Appendektomie) zählt zu den häufigsten Eingriffen in Deutschland.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 19.11.2015
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