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Bluttransfusion

Lesezeit: 1 Min.

Was ist eine Bluttransfusion?

Der Begriff Bluttransfusion bezeichnet die intravenöse (in die Vene erfolgende) Gabe von so genannten Erythrozyten-Konzentraten oder auch von Vollblut. Vollblut wird heute jedoch nur noch sehr selten gegeben. Erythrozyten sind die roten Blutkörperchen, die dafür verantwortlich sind, Sauerstoff von der Lunge zu den Körperorganen zu transportieren. Um Erythrozytenkonzentrate zu erhalten, werden die roten Blutplättchen aus dem Blut herausgefiltert. Vollblut erhält neben Erythrozyten noch andere Bestandteile, wie Gerinnungsfaktoren, Eiweiß- und Zuckerstoffe. Die Transfusion von Vollblut findet heute kaum noch statt. Dies liegt vor allem an dessen sehr kurzer Haltbarkeit. Erythrozytenkonzentrate sind hingegen bis zu sieben Wochen haltbar.

Stammen das Blut beziehungsweise die Blutbestandteile von einem fremden Blutspender, handelt es sich um eine so genannte Fremdblutspende. Sind Blutspender und Blutempfänger dieselbe Person, spricht man von einer Eigenblutspende (Autotransfusion). Diese kann beispielsweise vor einer geplanten Operation erfolgen, in der größere Blutverluste zu erwarten sind.

Neben Erythrozytenkonzentraten können auch andere Blutbestandteile transfundiert werden, die zuvor aus Vollblut gewonnen wurden. Dazu zählen vor allem:

  • Granulozyten-Konzentrate: bei Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen (Granulozytopenie) und schweren Infektionen

  • Thrombozyten-Konzentrate (TK): bei Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie),welche für die Gerinnung von Bedeutung sind, und Blutungsneigung

  • Plasma (Blutflüssigkeit ohne Zellen, meist gegeben als gefrorenes Frischplasma, FFP = fresh frozen plasma): bei Mangel an Plasmaeiweißen (durch große Blutverluste) oder bei Blutungsneigung

  • Blutstammzell-Präparate im Rahmen einer Stammzelltransplantation

  • Gerinnungsfaktor-Konzentrate: bei Mangel an Gerinnungsfaktoren

  • Immunglobuline bei Antikörper-Mangel mit Infektneigung

  • Humanalbumin bei symptomatischem Eiweiß- beziehungsweise Albuminmangel (Hypalbuminämie)
V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 08.11.2011
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