Youtube
Folgen Sie uns auf  

Ambulante Operation

Lesezeit: 1 Min.

Was ist eine ambulante Operation?

Ambulante Operationen sind chirurgische Eingriffe ohne eine anschließende Übernachtung (Hospitalisation). Die jeweiligen chirurgischen Leistungen werden entweder in der Praxis oder im Krankenhaus erbracht. In der Regel erfolgen ambulante Operationen auf Überweisung eines niedergelassenen Arztes. Das Recht auf freie Arztauswahl gilt auch für ambulante Operationen.


Ziel ambulanter Operationen

Mit ambulanten Operationen kann erreicht werden, dass vollstationäre Krankenhausbehandlungen vermieden werden können, die vom Patienten meist unerwünscht und aus wirtschaftlicher Sicht teuer sind. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn die Erkrankung und der Patient das zulassen. Solche Behandlungen erfordern eine gute Zusammenarbeit von Krankenhaus und niedergelassenen Leistungserbringern (Ärzte, Physiotherapeuten).


Voraussetzungen für eine ambulante Operation

Für eine ambulante Operation sollten einige Kriterien erfüllt sein:

  • Minimales Risiko der Nachblutung
  • Minimales Risiko von Komplikationen der Atmung nach der OP 
  • Keine spezielle Pflegebedürftigkeit nach dem Eingriff
  • Die Möglichkeit zur raschen Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme nach dem Eingriff 
  • Der Patient muss sich vor dem Eingriff auf jeden Fall in einem guten Allgemeinzustand befinden. 
  • Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder sollten in der Regel nicht oder nur nach enger Absprache ambulant operiert werden.

Die Operationsräume inklusive Aufwachraum und Kontrollmöglichkeiten müssen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, egal wo die ambulante Operation vorgenommen wird (Praxis oder Klinik). Ebenso muss entsprechend ausgebildetes OP- und Pflegepersonal vorhanden sein.


Für welche Erkrankungen eignet sich ein ambulanter Eingriff?

Die ambulante Durchführung einer Operation kommt beispielsweise für folgende Anlässe in Frage:

  • Grauer Star (Katarakt)
  • Hernien (Leistenbruch, Nabelbruch)
  • Krampfadern (Varizen)
  • Arthroskopie (Gelenkspiegelung)
  • Hallux valgus und Hammerzehe
  • Abszesse
  • Wucherungen an der Haut oder im Weichgewebe
  • Magenspiegelung (Gastroskopie)
  • viele Eingriffe mit Bauchspiegelung (Laparoskopie, z. B. Gallenblasenentfernung, Blinddarm-Wurmfortsatzentfernung oder gynäkologische Operationen)
  • Eingriffe an den Zähnen 
  • Nasennebenhöhlen-Operation
  • Nasen- oder Ohrkorrektur
  • unkomplizierte Knochenbrüche und spätere Materialentfernung
  • Blasenspiegelung
  • Ausschabung der Gebärmutter
  • Gewebeentfernung am Muttermund
  • Dupuytren-Kontraktur (eine Bindegewebsverhärtung und -verziehung an der Hand)
Eine Vielzahl weiterer Operationen können ebenfalls ambulant durchgeführt werden. Umgekehrt kann es bei bestimmten Umständen beziehungsweise Risiken auch bei Operationen, die normalerweise ambulant erfolgen, notwendig sein, den Patienten stationär aufzunehmen.
V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 30.01.2017
War dieser Artikel hilfreich?
Arztsuche

Ärzte
Portrait Karen Towmasjan, VORBERG Beauty Clinics, Kliniken für plastische Chirurgie und ästhetische Lasermedizin, Berlin, Chirurg K. Towmasjan
Chirurg
in 10625 Berlin
Dr. R. Haunhorst
Chirurg
in 52351 Düren
Portrait Lic. med. Univ. Valladolid (E) Rafael Blanco Engert, Chirurgische Praxis am Dornbusch - Dornbuschklinik Frankfurt am Main, Frankfurt am Main, Chirurg Lic. med. Univ. Valladolid (E) R. Blanco Engert
Chirurg
in 60320 Frankfurt am Main
Alle anzeigen Zufall