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Mobilisation

Lesezeit: 1 Min.

Was ist die Mobilisation?

Als Mobilisation wird im Bereich der Pflege die Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit eines Patienten im Rahmen seiner Möglichkeiten bezeichnet. Eine Mobilisation ist insbesondere nach kurzer oder längerfristiger Bettlägerigkeit und auch bei vorübergehender oder dauerhafter Einschränkung der Beweglichkeit einzelner Körperabschnitte notwendig.


Wann wird eine Mobilisation durchgeführt?

Die uneingeschränkte Beweglichkeit des Körpers ist eine Grundvoraussetzung für die Selbstständigkeit jedes Menschen. Doch im Laufe des Lebens häufen sich die Erkrankungen und Verletzungen, welche die Mobilität des Menschen einschränken können. Die Mobilisation ist ein wichtiger Bestandteil der Kranken- und Altenpflege, da sie sich der Wiederherstellung der größtmöglichen Bewegungsfreiheit widmet. Mobilisierende Übungen und Maßnahmen werden nach jeder Operation durchgeführt, weil nach den meisten Eingriffen für einige Zeit erst einmal eine Bettruhe oder Ruhigstellung bestimmter Körperregionen notwendig ist.

Gerade auch im Bereich der Altenpflege hat die Mobilisation der Patienten eine außerordentlich große Bedeutung. Alte und kranke Menschen, die sehr häufig für längere Zeit im Bett liegen, müssen in ihrer Mobilität und Beweglichkeit gefördert und unterstützt werden. Alle Maßnahmen erfolgen dabei im Rahmen der individuellen Möglichkeiten des Patienten. Ziel sollte immer die größtmögliche Bewegungsfähigkeit des Patienten sein, allerdings muss diese Zielsetzung realistisch und erreichbar sein.

Die Mobilisation wird meist in Zusammenarbeit zwischen Pflegern und Physiotherapeuten durchgeführt.


Die Funktionsweise

Ziele der Mobilisation sind:

  • Förderung der Selbstständigkeit im Alltag, beispielsweise bei der Körperpflege und beim Ankleiden
  • Förderung der körperlichen und geistigen Mobilität
  • Sicherheit bei Bewegung, zum Beispiel beim Gehen mit einer Gehhilfe
  • Training im Umgang mit eventuell notwendigen Prothesen
  • Erhaltung der sozialen Kontakte und Aktivitäten

Als positiven Nebenaspekt dieser Ziele bewirkt eine erfolgreiche Mobilisation für den Patienten, dass er sein Selbstvertrauen wiedererlangt und stärkt. Häufige Komplikationen einer längeren Bettlägerigkeit, wie Druckstellen auf der Haut, Lungenentzündungen oder Muskelverspannungen, können durch die Mobilisierung verhindert werden. Der positive Einfluss einer möglichst großen Beweglichkeit des Patienten auf sein körperliches und geistiges Wohlbefinden ist nicht zu unterschätzen.

Prinzipien der Mobilisation sind:

  • Aktive und passive Übungen zur Förderung der Beweglichkeit der Gelenke
  • Gewöhnung des Kreislaufs an neue Situationen
  • Wiedererlernen bestimmter Bewegungsabläufe und -muster
  • Training von korrekten Bewegungsabläufen
  • Hilfe und Unterstützung durch gut geschultes Personal
  • Einsatz und Training im Umgang mit notwendigen Hilfsmitteln
V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 18.11.2011
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