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Röntgenuntersuchung, Röntgen

Mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung lassen sich Knochen, Organe und Gewebe bildlich darstellen

Definition Röntgen

Bei einer Röntgenuntersuchung wird mit Hilfe bestimmter Strahlen (Röntgenstrahlen) ein Bild eines Körperbereichs angefertigt, auf dem innere Strukturen wie z. B. Knochen oder Organe sichtbar sind. Verschiedene Krankheiten können auf dem Röntgenbild erkannt werden.

Ursachen die zu einer Röntgenuntersuchung führen

Durch das Röntgen können innere Strukturen praktisch jeder Körperregion abgebildet werden. Beurteilt beziehungsweise auf Veränderungen untersucht werden können Knochen, innere Organe und viele andere Gewebe. Wird ein Kontrastmittel gegeben, so lassen sich auch Hohlstrukturen darstellen, die ansonsten nicht oder kaum sichtbar sind. Eine Fülle von Erkrankungen sowie Verletzungen können im Röntgen nachgewiesen werden.

Symptome

Die Symptome sind abhängig von der Erkrankung, an der der Patient leidet und aufgrund derer oft die Röntgenuntersuchung durchgeführt wird. Oftmals liegen aber auch keine speziellen Symptome vor, z. B. bei Röntgen im Rahmen von Routineuntersuchungen.

Diagnose

Neben dem Röntgen können eine Vielzahl anderer Untersuchungen eine  Rolle spielen. Weitere bildgebende Verfahren, die unter Umständen sinnvoll sein können, sind Ultraschall, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT).

Differenzialdiagnose

Je nach der Erkrankung beziehungsweise den Symptomen können verschiedene Diagnosen in Betracht kommen.

Therapie

Konservative Therapie

Eine bestimmte Art elektromagnetischer Strahlen (Röntgenstrahlen) wird in einem Gerät erzeugt. Dieses besteht aus einer Röntgenröhre und einer Hülle aus Blei, die an einer Seite offen ist, so dass die Strahlen gezielt in eine Richtung austreten können. Die Strahlen werden auf den Patienten gerichtet und auf der anderen Seite von einem Röntgenfilm oder einem digitalen Aufzeichnungsmedium aufgefangen. Es kann eine kurzzeitige Belichtung erfolgen, aber auch eine Durchleuchtung, bei der bewegte Röntgenbilder betrachtet und aufgezeichnet werden können. Dichtes Material (z. B. Knochen) erscheint beim Röntgen heller als weniger dichtes (z. B. bestimmte Weichgewebe, Hohlräume).

Da die Röntgenstrahlen ein geringes, aber dennoch vorhandenes Risiko besitzen, dass Erbgut und Zellen geschädigt werden, sollte im Vorfeld sorgfältig abgewägt werden, ob die Röntgenaufnahme sinnvoll ist. Alle Röntgengeräte werden regelmäßig auf ihre Strahlenaussendung kontrolliert. Schwangere oder Patientinnen, bei denen eine Schwangerschaft nicht auszuschließen ist, werden in der Beckenregion nur dann mit Röntgen untersucht, wenn dies zur Diagnostik unbedingt notwendig ist. Mit Bleischürzen werden Körperteile abgedeckt, die besonders gefährdet sind und nicht untersucht werden müssen, z. B. der Genitalbereich. Auch das medizinische Personal trägt, wenn es sich im Röntgenraum aufhalten muss, Schutzschürzen.

Die Röntgenaufnahme ist im Stehen, im Liegen oder im Sitzen möglich. Die optimale Position ist abhängig von der Körperregion, die untersucht werden soll. So ergibt z. B. ein Röntgen-Thorax (Röntgen des Brustraums) im Stehen die aussagekräftigsten Bilder, ist aber auch (z. B. bei bettlägerigen Patienten) im Liegen möglich. Bilder werden oft aus zwei verschiedenen Winkeln angefertigt, um Veränderungen besser entdecken und räumlich begutachten zu können. Der Patient sollte sich möglichst nicht bewegen, so dass die Abbildung nicht unscharf wird.

Oft wird zusätzlich ein Kontrastmittel gegeben, um bestimmte Hohlstrukturen besser erkennen und beurteilen zu können. Dieses Kontrastmittel ist auf dem Röntgenbild als heller Bereich zu sehen.

Durch einen Arzt beziehungsweise das Ärzteteam werden die entstandenen Röntgenbilder beurteilt. Es kann eine mehr oder weniger lange Zeit dauern, bis ein Ergebnis feststeht.

Operation | Mögliche Erweiterungen der Operation

Abhängig von der Erkrankung können dann ganz unterschiedliche Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen.

Komplikationen

Im Vordergrund bei den Risiken von Röntgenuntersuchungen steht die Strahlenbelastung. Durch die Strahlen kann es zu Schädigungen des Erbguts von Körperzellen kommen, die unter Umständen zu Krebs führen können. Da die Strahlendosis bei Röntgenuntersuchungen allerdings sehr gering ist, besteht in dieser Hinsicht nur ein minimales Risiko. Bei Röntgen-Kontrastmitteluntersuchungen sind weiterhin allergische Reaktionen auf das Kontrastmittel möglich. Auch an der Einstichstelle können sich, sofern dieses Kontrastmittel eingespritzt wird, in wenigen Fällen Probleme ergeben, z. B. Entzündungen, Nervenschäden sowie Narbenbildung.

Hinweis: Dieser Abschnitt kann nur einen kurzen Abriss über die gängigsten Risiken, Nebenwirkungen und Komplikationen geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das Gespräch mit dem Arzt kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Prognose

Bei der herkömmlichen Röntgenuntersuchung handelt es sich trotz der Entwicklung vieler neuerer bildgebender Verfahren um ein einfaches und kostengünstiges Verfahren bei relativ geringem Risiko, bei dem dennoch in vielen Fällen sehr aussagekräftige Ergebnisse erzielt werden. Die Strahlenbelastung einer einzelnen Röntgenuntersuchung kann nahezu vernachlässigt werden. So ist das Röntgen bei vielen Fragestellungen die wichtigste weichenstellende Untersuchung. Neue Untersuchungsmethoden, z. B. Computertomographie, ermöglichen oft eine genauere und auch dreidimensionale Darstellung, erfordern aber auch mehr Aufwand und Geldmittel bei oftmals keiner stärkeren Aussagekraft und sind daher meist besonderen Aufgabenstellungen vorbehalten.

Hinweise

Vor der Operation

Vorherige Untersuchungsbefunde, z. B. Röntgenbilder, CT-Bilder, MRT-Bilder oder Ultraschallbefunde, sollten vom Patienten mitgebracht werden, wenn diese die zu untersuchende Körperregion betreffen.

Der Patient muss dem Arzt mitteilen, ob eine Allergie bekannt ist. So kann z. B. bereits im Vorfeld entschieden werden, ob besser ein jodfreies Kontrastmittel (z. B. Mittel, die stattdessen Gadolinium enthalten) gegeben werden sollte. Auch sollte Auskunft über eine (mögliche oder tatsächliche) Schwangerschaft gegeben werden.

Alle Gegenstände, die das Röntgenbild verschlechtern können, müssen für die Zeit der Aufnahme abgegeben werden. Dies betrifft z. B. Haarklammern, Schmuck, BHs, Zahnprothesen und andere metallische Gegenstände. Das Röntgenpersonal weist den Patienten vor der Untersuchung darauf hin.

Nach der Operation

Falls ein Kontrastmittel verabreicht wurde, so sollte der Patient viel Flüssigkeit aufnehmen, um eine schnellere Ausscheidung des Mittels zu bewirken.

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Letzte Aktualisierung am 22.12.2009.

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