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Wie auffällig ist die Narbe am Arm nach einer Geschlechtsumwandlung?

Lesezeit: 1 Min.

Die Geschlechtsangleichung Frau-zu-Mann erfordert umfangreiche chirurgische Arbeit

Bei einer Geschlechtsumwandlung von Fau zu Mann - oder auch bei rekonstruktiver Chirurgie nach einem Unfall - muss ein komplizierter Eingriff durchgeführt werden: Die Bildung eines Penoids, eines Ersatz-Penis. Weil dazu die Entnahme einer größeren Hautfläche samt Blutversorgung notwendig ist, sind Narben an den betreffenden Stellen unvermeidlich.
Nach etwa zwei Jahren sind diese Narben meist gut verheilt, die Haut wieder glatt. Unterschiedliche Techniken der Laser-Behandlungen sorgen im Nachgang dafür, dass Narben verblassen und unauffällig werden.

Für den Aufbau des Penoids ist ist die Verwendung eines Hautlappens aus dem Unterarm (Radialis) auf der Beuge-, also der Innenseite üblich. Seltener kommt Haut aus der Innenseite des Oberschenkels zum Einsatz.

Die Größe des Hauttransplantates ist von den individuellen Wünschen des Patienten abhängig. Für die Bildung eines Klitoris-Penoids streckt der Chirurg die Klitoris, verlängert die Harnröhre und verlegt deren Öffnung an die Spitze der Klitoris. Dabei verwendet er Haut aus den kleinen Schamlippen, Narben bleiben unsichtbar.

Das Penoid selbst erfordert eine größere Hauttransplantation. Die notwendige Haut wird jeweils mit ihrem gesamten Durchblutungs-System entnommen und verwendet. Der Chirurg rollt sie buchstäblich auf und bildet daraus eine verlängerte Harnröhre samt Penis (tube-in-tube-Technik). Nerven, Blutgefäße und Harnröhre des Klitoris-Penoids werden miteinander verbunden. Die Klitoris kann anschließend versetzt und außen am Penoid implantiert werden.

Die Haut-Entnahmestelle am Unterarm deckt der Operateur mit einem weiteren Hauttransplantat ab. Dieses kann aus der Gesäßregion, der Innenseite der Oberschenkel oder vom Unterbauch entnommen werden. Voll- oder Spalthaut-Transplantate sind möglich.

Um die Operation vorzubereiten, empfiehlt sich eine dauerhafte Haarentfernung in der zur Transplantation vorgesehenen Haut-Region.

Wer eine Geschlechtsumwandlung von Frau zu Mann konsequent operativ durchführen lässt, kommt um diverse Narben nicht herum. Ein wichtiger Schritt ist die Entfernung der Brust (Mastektomie). Diese samt der Entfernung der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Scheide sowie der Aufbau des Penoids können in einer bis zu neunstündigen Operation unter Vollnarkose durchgeführt werden. Auch eine etappenweise Geschlechtsangleichung ist möglich.



B. Langrehr
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 23.01.2016
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Geschlechtsumwandlung Frau zu Mann

 
sagt Thel   vor 6 Tage  72

Zunächst wäre es hilfreich, wenn du dir einen Termin bei einem Psychologien geben lässt. Am Besten wäre es, wenn du dich vorher informierst ob es ... mehr

 
sagt Luisplay   vor ~ 1 Monat  194

Hallo 19Mikesch56, warum möchtest Du das alles entfernenlassen..?

 
sagt Luisplay   vor ~ 1 Monat  357

Hallo Just_interessted ist eine sehr interessante vorstellung geht mir auch so.....mein Hintergedanke dabei ist mehrere Orgasmen hintereinander zu ... mehr

Alle Beiträge anzeigen: Plastische Chirurgie » Geschlechtsumwandlung Frau zu Mann

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