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Vessel-X/Vesselplastie - Untersuchungen und Komplikationen

Lesezeit: 1 Min.

Welche Untersuchungen werden vor der Vesselplastie durchgeführt?

Bevor eine Vesselplastie geplant und durchgeführt wird, muss von einem Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie eine ausführliche Anamnese (Krankengeschichte) erhoben werden, um Ursache des Wirbelbruchs, Vorerkrankungen oder mögliche Kontraindikationen (Gegenanzeigen) gegen eine Operation festzuhalten. Außerdem sollte eine umfassende körperliche Untersuchung erfolgen.

Unerlässlich sind für die Planung der Operation Röntgenbilder in zwei Ebenen, also von hinten und von der Seite, sowie eine hoch auflösende Bildgebung mittels Computertomographie. Auch eine Magnetresonanztomographie ist möglich. In diesen Bildern kann der Arzt sehen, welchen Grad der Bruch hat, wie viele Wirbelkörper betroffen sind und ob eine Operation möglich und erfolgversprechend ist. Bei einigen Formen von Wirbelbrüchen ist keine minimal-invasive Operation möglich, so dass ein anderes Verfahren (eventuell offene OP) zur Behandlung gewählt werden muss.

Der Patient muss vor dem Eingriff über alle Risiken und Erfolgsaussichten der Operation aufgeklärt sein und sich mit dem Eingriff einverstanden erklären.

Mögliche Komplikationen

Trotz der Verbesserung und Weiterentwicklung dieser Techniken kann es immer noch zu einem ungewollten Austritt von Knochenzement während des Einspritzens kommen. Gelangt das Material in den Rückenmarkskanal oder in die Nervenaustrittstellen zwischen zwei benachbarten Wirbeln, kann dies zu motorischen (die Bewegung betreffenden) und sensiblen (den Gefühlssinn betreffenden) Ausfällen bis hin zu Lähmungen führen.

Tritt Knochenzement in die umliegenden Venen oder Arterien über, kann es zu Gefäßverschlüssen (Embolien) mit Mangeldurchblutung des betroffenen Gewebes und im schlimmsten Fall zu Organschäden kommen. Unsicher ist bisher, ob die durch das Implantat veränderte Struktur des Wirbels das Risiko weiterer Brüche der benachbarten Wirbelkörper erhöht.

Des Weiteren gelten die Operationsrisiken, die bei anderen chirurgischen Eingriffen ebenfalls vorkommen. Möglich sind beispielsweise die Schädigung umgebenden Gewebes, Blutungen, Narben, Infektionen und Wundheilungsstörungen.

Verhaltensweise nach der Behandlung

Die Vesselplastie ist ein schnelles, minimal-invasives Verfahren, für das erfahrene Operateure zehn bis zwanzig Minuten benötigen und das keine längeren Krankenhausaufenthalte erfordert. In der Regel können Patienten nach einem stationären Aufenthalt von etwa fünf Tagen die Klinik wieder verlassen und sind dann im Alltag mobil. Schwere körperliche Belastung sollte jedoch in den ersten Monaten nach dem Eingriff, bei Osteoporose generell, vermieden werden.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 18.09.2017
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Untersuchungen und Komplikationen

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vesselplastie   Offene Frage
fragt mamamia   vor > 4 Jahre  52

Gibt es Erfolge wenn bei einer vesselplastie der Ballon platzt und der Knochenzement ausgelaufen ist und auf den Hauptnerv drückt?

?
Vesselplastie   Offene Frage
fragt gejo123   vor > 6 Jahre  550

Die Vesselplastie scheint das fortschrittlichste Verfahren zur Wirbelaufrichtung zu sein.
An welchen Kliniken wird sie eingesetzt? ... mehr

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