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Prothese Großzehengrundgelenk - Operation

Lesezeit: 2 Min.

Was muss vor dem Einsatz der Prothese überprüft werden?

Vor dem Einsatz einer Prothese muss der Fuß klinisch untersucht werden, um das Ausmaß der Bewegungseinschränkung zu bestimmen. Ein Röntgenbild wird angefertigt, um den Grad der Abnutzung zu erkennen und eine geeignete Prothese auszuwählen.

Die OP-Technik - Einsatz der Prothese am Großzehengrundgelenk

Die Operation wird meist in lokaler Betäubung vorgenommen, da eine Vollnarkose den Kreislauf des Patienten stärker belastet. Meist wird nur der betroffene Fuß betäubt. Über dem großen Zeh wird ein langer Hautschnitt gesetzt, die Sehnen und Muskeln werden dann zur Seite gelegt, bis der Operateur den Gelenkspalt sieht. Die Gelenkkapsel wird eröffnet und der Operateur beginnt mit den Vorbereitungen zum Einbau der Prothese. Bereits vor der Operation wird anhand der Aufnahmen des Gelenks berechnet, wie viel vom Knochen abgetragen werden muss. Bei dem Abfräsen geht der Operateur sehr sparsam vor, um den Knochen zu schonen und um möglichst viel Fläche für ein späteres Auswechseln der Prothese oder eine Versteifung zu belassen. Mit Hilfe verschiedener Winkelinstrumente wird der optimale Sitz der Prothese bestimmt und über eine Röntgenaufnahme während der Operation überprüft. Wichtig für den Erfolg der Operation ist es, dass der Bandapparat um das Gelenk herum möglichst straff gehalten wird.

Wie geht es nach der Operation weiter?

Der Patient bleibt in der Regel ein paar Tage stationär im Krankenhaus. Bereits am ersten Tag kann er nach der Operation mit Hilfe aufstehen. In den ersten Tagen ist eine gute Schmerztherapie sowie das Abschwellen des Fußes am wichtigsten. Der Fuß wird dazu hochgelagert und gekühlt. Für die nächsten vier bis sechs Wochen bekommt der Patient entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen, Diclofenac oder ASS. Obwohl die Bewegungstherapie sofort nach der Operation beginnen sollte, darf der Patient keine Abrollbewegung machen. Diese wird durch einen sogenannten Vorfußentlastungsschuh verhindert.

Nach etwa sechs Wochen ist die Prothese fest mit dem Knochen verbunden, und der Patient kann beginnen, den Fuß zu belasten und abzurollen. Anzumerken ist, dass trotz der Prothese nicht die gleiche vollständige Bewegung des Großzehengrundgelenkes wie vorher zu erwarten ist. Das wichtigste Ziel der Operation ist es, den Fuß schmerzfrei bewegen zu können.

Kontrolluntersuchungen nach der Implantation einer Großzehengrundgelenk-Prothese

Schon während der Operation wird der Sitz der Prothese im Großzehengrundgelenk mit einer Röntgenaufnahme überprüft. Eine weitere Aufnahme wird vor der Entlassung aus der stationären Behandlung gemacht, um eventuelle Unstimmigkeiten frühzeitig beheben zu können. Der Patient wird dann engmaschig kontrolliert. Sechs und zwölf Wochen nach der Operation sowie noch einmal sechs Monate später werden weitere Aufnahmen gemacht.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 15.09.2017
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Operation

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Zehengrundgelenk   Offene Frage
fragt marle   vor 20 Tage  26

Vor einem Jahr wurde nach einer Arthrose das Zehengrundgelenk versteift seither leide ich an Rückenschmerzen und Muskelverspannungen im Bein. Ist ein ... mehr

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