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Neer-Plastik, Akromioplastik, subakromiale Dekompression


Was ist eine Neer-Plastik?

Die Neer-Plastik oder Akromioplastik ist eine Operation an der Schulter. Sie kommt bei einer so genannten Schulterenge (Impingement-Syndrom) in Frage, einem Krankheitsbild, bei dem es zu eienr schmerzhaften Einklemmung von Sehnen kommt. Es handelt sich um eine räumliche Enge, z. B. aufgrund von Vergrößerungen am Knochen des Schulterdaches. Die Neer-Plastik verschafft den Sehnen wieder mehr Raum, deshalb wird ein solcher Eingriff auch Schulterdekompression genannt (genauer: subakromiale Dekompression). Die Beschwerden, die der Patient verspürt, können durch die Dekompression reduziert oder beseitigt werden.

Heutzutage wird die Operation nach Neer normalerweise in einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) der Schulter durchgeführt. Ursprünglich wurde als Neer-Plastik nur die entsprechende offene Operation bezeichnet, die inzwischen kaum noch vorgenommen wird.

Wann wird eine Neer-Plastik durchgeführt?

Die Operation zur Neer-Plastik ist eine Behandlungsmöglichkeit bei der so genannten Schulterenge. Diese auch als Impingement-Syndrom oder Engpass-Syndrom der Schulter bezeichnete Veränderung führt zu Schmerzen, denn die Sehnen in der Schulter sind dabei eingeengt. Diese Sehnen gehören zur wichtigen Muskelgruppe der Rotatorenmanschette und finden zu wenig Raum zwischen dem knöchernen Schulterdach und dem Oberarmkopf. Mögliche Ursachen hierfür sind:

  • Knochenanbauten/-ausziehungen am Schulterdach oder manchmal auch an anderen Knochen
  • Verkalkungen an den Sehnen
  • Verdickung von Sehnen (durch Entzündung)
  • Arthrose (Gelenkverschleiß) im Schultereckgelenk, das sich dadurch vergrößert
  • Vergrößerung der Schleimbeutel (bei Schleimbeutelentzündung)
  • Folgen von Verletzungen.

Eine Neer-Plastik (subakromiale Dekompression, Akromioplastik) ist vor allem dann sinnvoll, wenn strukturelle Veränderungen die Einengung bewirken. Dazu gehören z. B. abnorme Knochenvorsprünge am Schulterdach (Akromion), die sich auch auf dem Röntgenbild zeigen. Bei funktionellen Einengungen wie z. B. durch eine Schleimbeutelentzündung, die zu einer Schwellung des Schleimbeutels geführt hat, wird nur in sehr schweren Fällen eine Operation vorgenommen.


Neer-Plastik - Funktion, Ablauf der OP zur Dekompression

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V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

verfasst am 17.05.2010, aktualisiert am 23.03.2012.
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