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Meniskusresektion - Operation

Lesezeit: 1 Min.

Auf welche Weise wird eine Meniskusresektion durchgeführt?

Die Entfernung (Resektion) von Meniskusgewebe kann in einer Vollnarkose oder in einer Regionalanästhesie (in diesem Fall einer Betäubung auf Rückenmarkhöhe) erfolgen. Die Operation kann ambulant oder stationär erfolgen, also ohne oder mit Übernachtungen in der Klinik. Dies hängt von den individuellen Gegebenheiten des Patienten ab.

Der Eingriff am Meniskus kann mittels einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) durchgeführt werden. Zu dieser Kniespiegelung werden schmale Zugangswege zum Gelenk angelegt, über die eine kleine Kamera sowie Instrumente eingeführt werden. Die Kamera sendet Bilder direkt an einen Monitor, so dass der Operateur während des Eingriffs das Innere des Knies einsehen kann.

Der Operateur überprüft zunächst, inwieweit die Menisken sowie auch die Kreuzbänder noch intakt und belastbar sind oder aber geschädigt sind. Die geschädigten Anteile der Menisken werden dann mit Instrumenten abgetrennt, z. B. mit einem Shaver (einer Art Rasierer) oder einer Stanzvorrichtung. In der Regel werden die gelockerten, gerissenen und aufgefaserten Bereiche des Meniskus entfernt (reseziert) und möglichst viel vom nicht geschädigten Rest erhalten. Gröbere abgelöste Gewebereste werden herausgezogen, das Gelenk wird auch durchgespült (so genannte Gelenktoilette). Die nicht beeinträchtigten Regionen des Meniskus werden belassen. Nur in vereinzelten Fällen werden Menisken komplett entfernt (Meniskektomie), denn in der Folge steigt das Risiko für die Entwicklung einer Arthrose im Knie.

Oft sind noch andere Maßnahmen im Rahmen derselben Operation erforderlich, da meist auch weitere Gelenkanteile geschädigt sind. So kann beispielsweise eine Knorpelglättung der Gelenkinnenfläche angezeigt sein.

Im Anschluss werden die kleinen Zugangswunden vernäht, ein Verband wird angelegt, oft wird eine Drainage (Schlauch zur Aufnahme von freier Flüssigkeit) in eine der Operationswunden eingeführt. Die Drainage kann nach ein bis zwei Tagen gezogen werden.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 15.09.2017
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