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Meniskusresektion - Nachbehandlung und Risiken

Lesezeit: 1 Min.

Was müssen Patienten nach der Meniskusresektion beachten?

In vielen Fällen ist bereits einen Tag nach dem Eingriff am Meniskus eine Belastung des Knies möglich. So kann meist auch auf Schienen oder Gehhilfen verzichtet werden. In bestimmten Fällen von Gelenkschäden muss die Belastung aber erst gering gehalten werden und dann allmählich gesteigert werden. Oftmals wird für die Nachbehandlungszeit der Meniskusresektion eine entsprechende Krankengymnastik angeordnet. Unerwartete Probleme oder Verschlechterungen sollten dem Arzt mitgeteilt werden, um sie gegebenenfalls behandeln zu können.

Mögliche Komplikationen bei der operativen Entfernung von Meniskusgewebe

Die Operation am Meniskus wird meist mittels einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) vorgenommen, deshalb sind die Komplikationen in der Regel gering. Mögliche Komplikationen umfassen Blutungen (auch Gelenkeinblutungen), Infektionen (auch Vereiterung des Gelenks), Wundheilungsstörungen und Narben. Nerven können beschädigt werden, Störungen der Sensibilität können sich daraufhin zeigen. Innerhalb des Gelenks kann der Knorpel beschädigt werden. Später ist es möglich, dass ein Gelenkverschleiß begünstigt wird. Weiterhin kann es zu allgemeinen Komplikationen wie z. B. Thrombosen oder allergischen Reaktionen kommen. Auch eine eventuelle Narkose kann Nebenwirkungen aufweisen.

Erfolgsaussichten des Eingriffs zur Meniskusresektion

In vielen Fällen kann die Verschlimmerung einer Arthrose aufgehalten werden, wenn die geschädigten Teile des Meniskus entfernt werden. Meist wird auch erreicht, dass die Schmerzen abnehmen oder gar nicht mehr bestehen und dass das Kniegelenk wieder besser beweglich ist. Der Operierte kann oft bereits nach drei bis sechs Wochen wieder seine normalen beruflichen, sportlichen und weiteren Freizeitaktivitäten ausüben. In manchen Fällen kann es jedoch auch vorkommen, dass die Meniskusresektion nicht den gewünschten Erfolg bringt.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten bei Meniskusschäden

Die Meniskusresektion wird nur in einem Teil der Fälle von Meniskusschäden vorgenommen. Andere Möglichkeiten sind die Naht zur Befestigung des angerissenen Meniskusanteils (Refixation, Rekonstruktion) oder das Einsetzen eines Meniskusimplantats. Nicht selten zeigt sich erst innerhalb einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung), welches Verfahren der Meniskusbehandlung die beste Lösung darstellt. Eine Behandlung ohne Operation (konservative Therapie) durch Ruhigstellen kann den Zustand bei Meniskusrissen nur selten verbessern.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 15.09.2017
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Nachbehandlung und Risiken

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Teilentfernung innenmeniskus   Offene Frage
fragt Saskia176   vor ~ 1 Monat  63

Ich hatte am 08.08.17 meine arthoskopie am linken knie und nach der op verschlechtere sich der Zustand. Die Streckfähigkeit kam erst nach 3, 5 Wochen ... mehr

?
fragt Ninchenzen   vor ~ 1 Jahr  481

Guten Abend.
Bei meiner Freundin wurde gestern oben genannte Op atroskopisch vorgenommen .Heute einem Tag später ist das Knie extrem geschwollen ... mehr

 
sagt Susanneschmitt   vor > 4 Jahre  490

Ich würde nen andere Orthopäden kontaktieren. So wenig bewegen wie möglich ist aber schon richtig.

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