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Schleudertrauma - Therapie und Prognose

Lesezeit: 1 Min.

Wie sieht eine Therapie des Schleudertraumas aus?

Das HWS-Syndrom nach einem Auto- oder Sportunfall ist eine unangenehme, jedoch selten schwerwiegende Verletzung. Die Schmerzen können in den ersten Tagen durch kühlende Umschläge und schmerzlindernde Medikamente behandelt werden. Das Anlegen einer Halskrause wird mittlerweile nicht mehr empfohlen. Statt dieser ständigen Ruhigstellung der Muskulatur sollte so bald wie möglich die aktive Beweglichkeit trainiert und gefördert werden. Das gilt natürlich nur im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten und ohne Schmerzen.

Eine physiotherapeutische Behandlung, die sowohl Muskelentspannung durch Massagen als auch das Training der Beweglichkeit beinhaltet, ist wichtig und unterstützt den Heilungsprozess. In der ersten Zeit nach dem Unfall sollte möglichst auf sehr schwere körperliche Arbeit und Leistungssport verzichtet werden.

Prognose und Verlauf

Da das Schleudertrauma eine in der Regel leichte Verletzung der Halsweichteile, insbesondere der Muskulatur ist, heilt sie bei entsprechender Unterstützung schnell und folgenlos innerhalb weniger Tage oder Wochen ab. Sind weder Wirbel noch Nerven durch den Unfall verletzt worden, sollten die Beschwerden wie Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit spätestens nach ein bis zwei Monaten verschwunden sein.

Wie schnell der Heilungsprozess abläuft, ist jedoch von Fall zu Fall verschieden und abhängig davon, wie aktiv der Patient mit Physiotherapie und eigenen Übungen zu Hause die Heilung fördert. Bei Erkrankungen der Wirbelsäule, die schon vor dem Unfall bestanden, kann der Heilungsprozess verlängert sein.

Das Schleudertrauma heilt bei 80 bis 90 Prozent der Patienten innerhalb des ersten halben Jahres vollständig aus. Bestehen die Symptome über diesen Zeitraum hinaus, spricht man von einem chronischen HWS-Syndrom. Die Ursachen der Chronifizierung sind in der medizinischen Fachliteratur kontrovers diskutiert. Offensichtlich scheint jedoch die psychische Stabilität des Einzelnen und die Belastung durch den Unfall starke Auswirkungen auf den Heilungsprozess zu haben. Betroffene sollten daher bei chronischen Verläufen eine psychologische Betreuung in Erwägung ziehen, bei der Unterstützung und Verarbeitung im Vordergrund stehen.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 24.08.2017
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sagt lupi2   vor ~ 4 h  82304

Aha, besten Dank -
werde mir die Therapie mal ansehen ! Kannste mir schreiben, wie der Dr. P. heisst ?
lupi

?
fragt ChrisOrtho   vor 1 Tag  12

Der Sturz lief so ab: Ich bin mit langsamer Geschw. im Dunkeln gefahren, ohne Licht natürlich (IDIOT),und bin dann mit einer Stange mitten auf der ... mehr

?
fragt Frakturopfer123   vor 1 Tag  17

Hallo
vor 4 Jahren habe ich (40) eine Weber B Fraktur erlitten und leide immer noch unter täglichen Schmerzen und Schwellungen.
Ein normales Leben ... mehr

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