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Hüftschmerzen - Untersuchung und Behandlung

Lesezeit: 2 Min.

Welche Untersuchungen werden bei Hüftschmerzen durchgeführt?

Insbesondere bei länger andauernden Hüftschmerzen sollten sich Betroffene bei einem Arzt vorstellen. Dieser wird erst eine Befragung (Anamnese) durchführen, um die genauen Beschwerden und mögliche Ursachen zu ergründen. Die körperliche Untersuchung besteht unter anderem darin, dass der Arzt den Bewegungsumfang der Hüfte testet.

Er kann prüfen, auf welche Weise die Schmerzen hervorgerufen werden können. Eine Unterscheidung verschiedener Erkrankungen kann in der Röntgenuntersuchung gelingen, manchmal ist eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie) notwendig. Ist die Ursache für die Hüftschmerzen aufgeklärt, dann lässt sich eine gezielte Therapie starten.

Behandlungsmöglichkeiten von Hüftschmerzen

Die Ursache der Hüftschmerzen entscheidet über die Therapie. Beispielsweise muss eine Arthrose als Ursache der Beschwerden mit bestimmten Methoden behandelt werden. Ziel ist es, das Gelenk funktionsfähig zu halten oder es wieder ohne Schmerzen beweglich zu machen. Zur symptomatischen Behandlung ist eine Schmerztherapie angebracht. Bei einer gewissen Schädigung des Hüftgelenks oder bei manchen speziellen Erkrankungen sollte operiert werden. Vielfach ist aber eine konservative Therapie (Behandlung ohne Operation) ausreichend, um die Schmerzen zu beheben und die eventuelle Ursache zu beseitigen.

Gegen die Schmerzen selbst können Medikamente eingesetzt werden. Auch mit einer Wärmebehandlung lassen sich die Schmerzen reduzieren. Es gibt noch viele weitere Arten der physikalischen Therapie, die gegen Schmerzen an der Hüfte wirksam sind. Vielfach ist Krankengymnastik hilfreich. Sollten Beinlängendifferenzen zu Beschwerden führen, sind Schuheinlagen sinnvoll.

Eine Operation kann offen durchgeführt werden, kleinere Eingriffe lassen sich meist in einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) vornehmen. Bei ausgeprägter Gelenkzerstörung, meist wegen Arthrose, kann eine Hüftprothese eingesetzt werden. In der Regel handelt es sich um eine Totalendoprothese (TEP), also einen Ersatz beider Gelenkanteile. Die Prothese wird nach passgenauem Ausfräsen in den Becken- und Oberschenkelknochen eingefügt. Unter Umständen kann es genügen, nur die Oberflächen im Gelenk oder nur einen Anteil des Gelenks zu ersetzen.

Bei Arthrose können Knorpelzellen aus einem nicht geschädigten Bereich entnommen, angezüchtet und nach einigen Wochen in einer neuen Operation an den Defekt gebracht werden (Knorpelzelltransplantation). Wenn eine Fehlstellung (Beinlängenabweichung, Beckenschiefstand) zu einer Arthrose beziehungsweise zu Problemen geführt hat, kann in manchen Fällen eine Operation am Knochen zur Längenveränderung gemacht werden (Umstellungsosteotomie).

Wenn es zu Verletzungen an der Hüfte gekommen ist, können diese in einer Operation versorgt werden (Naht, Zusammenfügen von Knochen). Bei der Erkrankung einer einklemmenden Hüfte können störende Knochenvorsprünge oder freie Gelenkkörper entfernt werden.

Als weitere Maßnahme können Medikamente (z. B. schmerzhemmende Mittel, entzündungsabbauende Mittel) in das Hüftgelenk eingespritzt werden. Sie können dann gleich an Ort und Stelle wirken.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 13.06.2017
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Untersuchung und Behandlung

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Hüftmuskelschmerzen   Offene Frage
fragt kaiserinm   vor > 3 Jahre  301

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit ca. 1 Jahr habe ich in der rechten Seite Hüftmuskelschmerzen, die sich durch Bewegung verstärken. Ein MRT hat ... mehr

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