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Gelenkerguss - Symptome und Diagnose

Lesezeit: 2 Min.

Welche Symptome treten bei einem Gelenkerguss auf?

Gelenkergüsse können sich praktisch an jedem Gelenk des Körpers finden. Zu den häufigen Gelenkergüssen gehört der Kniegelenkserguss, sie kommen allerdings auch im Hüftgelenk, im Schultergelenk und vielen anderen Gelenken vor.

Für den Patienten ist ein Gelenkerguss ab einem gewissen Ausmaß schmerzhaft. Betroffene Gelenke sind häufig merkbar angeschwollen und verdickt. Die Bewegung kann vermindert sein. Am Knie kann die Kniescheibe (Patella) nicht mehr so deutlich hervortreten wie bei einem gesunden Gelenk, sie kann typischerweise auf dem Flüssigkeitspolster „tanzen".

Wenn ein Gelenkerguss eine längere Zeit bestehen bleibt, dann besteht die Gefahr, dass es zu Schäden kommt. Für Eiter und Blut im Gelenk gilt dies im noch stärkeren Maße als für Gewebsflüssigkeit. Die Nährstoffversorgung des Gelenkknorpels ist eingeschränkt, so dass der Knorpel irgendwann geschädigt wird. Der Druck durch zu viel Gelenkinhalt kann zu einer übermäßigen Dehnung der Gelenkkapsel und der Bänder führen. Das kann das Gelenk instabil machen und sogar eine Muskelschwäche an den beteiligten Muskeln herbeiführen.

Diagnose Gelenkerguss

Anfangs wird der Patient durch den Arzt befragt (Anamnese), damit dieser Hinweise auf die Erkrankung bekommt. Der Arzt testet unter anderem die Beweglichkeit des Gelenks (z. B. Knie) und mögliche Schmerzen auf Druck und Bewegung. Mit den Händen kann er nicht selten den Erguss erfühlen. Am Knie beurteilt er, ob die Patella (Kniescheibe) „tanzt".

Der Gelenkerguss lässt sich oftmals im Ultraschall gut darstellen. Die Ultraschalluntersuchung wird vor allem eingesetzt an Gelenken, bei denen die üblichen einfachen Tests nicht gut möglich sind (z. B. Hüfte). Eine Röntgenuntersuchung kann einen Gelenkerguss aufdecken. Sogar eine Kernspintomographie (MRT, Magnetresonanztomographie) kann in Frage kommen.

Um die Art und den Ursprung des Ergusses festzustellen, kann eine Punktion des Gelenks erfolgen. Dies ist ein Einstechen in den Gelenkraum mit einer Hohlnadel, um die freie Flüssigkeit („Wasser", Eiter, Blut) abzuziehen und beurteilen zu können. Im Labor kann eine genauere Analyse der Flüssigkeit erfolgen.

Differenzialdiagnose

Eine Reihe von Krankheiten, die nicht mit einem Gelenkerguss einhergehen, führen zu ähnlichen Symptomen. Darunter fallen beispielsweise Arthrosen (Verschleißerscheinungen) oder Rheuma sowie Verletzungen, bei denen sich keine übermäßige Flüssigkeit im Gelenk angesammelt hat. Eine Schwellung im Gelenkbereich kann sich - neben der Gelenkentzündung - unter anderem auch bei Gewebewucherungen oder Zysten (Gewebehöhlenbildung mit enthaltener Flüssigkeit) finden.

V. Kittlas
Medizinischer Redakteur und Arzt

aktualisiert am 13.06.2017
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Symptome

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fragt scribouillarde   vor 5 Monate  107

Bitte sagen Sie mir, ob Handlungsbedarf besteht: Seit 4 Wochen habe ich Schmerzen an einem Handgelenk, die Anfang mit einer diffusen Schwellung und ... mehr

?
Gelenkerguss nach Knie Op.   Offene Frage
fragt tomes.g   vor > 3 Jahre  484

Hallo. 6 Tage nach einer Meniskusläsion immer wieder einen sehr starken Erguss, vorher Blut, jetzt klar. 1 mal vor der op 2 mal danach wurde es ... mehr

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