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Wie lange ist man nach einem Kniescheibenbruch krankgeschrieben?

Lesezeit: 2 Min.

Einfache Brüche benötigen circa sechs Wochen zur Heilung

Ein Kniescheibenbruch, auch bekannt als Patellafraktur, ist eine Verletzung, die sowohl die Bewegungsfähigkeit als auch die Belastungsgrenze des Patienten erheblich einschränkt. Wer sich die Kniescheibe bricht, kann möglicherweise das Bein weder strecken noch beugen und daher kaum oder nur unter Schmerzen laufen. Hinzu kommen die Schmerzen und Schwellungen im Knie.

Länge des Arbeitsausfalls variiert

Wie lange man nach einem Kniescheibenbruch krankgeschrieben und nicht arbeitsfähig ist, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Der wichtigste Faktor ist die Art des Kniescheibenbruchs. Es gibt verschiedene Frakturen, die auch mit unterschiedlichen Methoden behandelt werden. Davon hängt die Dauer des Heilungsprozesses nicht unerheblich ab. Begünstigt wird der Heilungsprozess durch Schonung des Knies und optimale Behandlung nach einer Operation. Wichtig ist auch die Art der Arbeit, der der Patient nachgeht. Üblicherweise geht man von etwa sechs Wochen aus, bis der Knochen wieder zusammengewachsen ist. Es gibt jedoch auch Langzeitfolgen bei einigen Patienten. Diese können sich über Jahre oder auch ein Leben lang fortsetzen.

Diese Arten der Patellafraktur gibt es:

  • Querfraktur
  •  Längsfraktur
  • Trümmerbruch

Die verschiedenen Arten der Brüche können sehr unterschiedlich ausfallen und daher auch unterschiedliche Heilungstendenzen haben. Ebenso sprechen Patienten unterschiedlich auf die Behandlung an, egal ob Operation oder konservative Behandlung. Es hängt auch von den individuellen körperlichen Gegebenheiten ab. Manche Patienten haben Knochen, die gut verheilen. Bei anderen Patienten dauert es hingegen länger. Medizinisch kann dies ohne Weiteres nicht beeinflusst werden. Auch Begleitschäden an Sehnen oder Bändern können die Heilungsdauer beeinflussen.

Sechs Wochen Heilungsprozess bei Kniescheibenfraktur

In den meisten Fällen ist nach etwa sechs Wochen die Bewegungsfähigkeit des Knies wieder voll hergestellt und die Kniescheibe kann wieder belastet werden. Der Patient kann wieder voll arbeiten gehen.

In den Wochen vorher muss das Knie geschont werden. Es darf nur bis zu einem bestimmten Maße belastet werden, die Beweglichkeit wird mit Hilfe von Physiotherapie wieder hergestellt. So wird die vollständige Belastungsfähigkeit Schritt für Schritt wieder aufgebaut, in Absprache mit den behandelnden Fachleuten. Der Prozess sollte nicht überstürzt werden, da es sonst zu Komplikationen kommen kann. Schwellungen und gelegentliche Taubheitsgefühle gibt es bei vielen Patienten aber auch noch nach Ablauf der sechs Wochen.

Je nachdem, welcher Arbeit der Patient nachgeht, kann der Arzt auch individuell entscheiden, ob eine längere Krankschreibung sinnvoll ist. Hier sind besonders die Berufe betroffen, bei denen die Kniescheibe stark belastet wird. Jedoch können reine Schreibtischtätigkeiten beispielsweise schon deutlich früher wieder aufgenommen werden.

Operation kann Heilungsdauer verlängern

In den meisten Fällen muss eine Patellafraktur operiert werden. Je nach Art des Bruchs kann der Heilungsprozess und damit die Dauer der Arbeitsunfähigkeit auch deutlich länger ausfallen. Bei der Operation werden zudem Materialien wie etwa Schrauben oder Draht in das Knie eingesetzt. Werden diese nach dem Heilungsprozess wieder herausgeholt, kommt es zu einer erneuten Operation. Dann verlängert sich die Dauer der Krankschreibung noch einmal oder der Patient wird ein zweites Mal krankgeschrieben.

Lebenslange Beeinträchtigung möglich

Bei etwa ein Drittel aller Patienten kommt es nicht zu einer vollständigen Heilung der Kniescheibe. Manche Patienten behalten ihr Leben lang ein Gefühl von Taubheit oder Wetterfühligkeit. Bei anderen Patienten bleiben Schmerzen bestehen, die unter Belastung weiter auftreten. Auch Schwellungen sind Langzeitsymptome, die mitunter stark beeinträchtigen können. Beeinflussen diese Schmerzen die Arbeitsfähigkeit, kann es je nach Beruf auch zur Berufsunfähigkeit kommen.



D. Klimpel Denise Klimpel
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 15.12.2016
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