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Kreuzschmerzen, Hexenschuss, Lumbago

Akut auftrentende Kreuzschmerzen sind auch als Hexenschuss bekannt

Definition Kreuzschmerzen / Lumbago

Lumbago, auch als Hexenschuss bekannt, ist ein akut auftretender unkomplizierter Schmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Schmerzen breiten sich von den untersten Rippen bis zum unteren Ende des Gesäßes aus. Sie werden auch als Kreuzschmerzen bezeichnet.

Eigentlich kann man die Kreuzschmerzen auch als Symptom bezeichnen, da sie Leitsymptom bei vielen Erkrankungen der Wirbelsäule sind.

Je nach Dauer unterscheidet man zwischen:
  • Akute Kreuzschmerzen (Hexenschuss)


Sie treten plötzlich und unerwartet auf und dauern nicht länger als 12 Wochen an. In der Bevölkerung spricht man in diesem Fall auch von einem Hexenschuss.

  • Chronische Kreuzschmerzen


Halten die Schmerzen länger als 12 Wochen an, so werden sie laut der Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), als chronische Kreuzschmerzen bezeichnet.

Die Einteilung kann auch folgendermaßen erfolgen:

  • Akute unkomplizierte Rückenschmerzen: siehe oben
  • Radikuläre Kreuzschmerzen: Diese Schmerzen gehen von einer Spinalnervenwurzel aus.
  • Komplizierte Kreuzschmerzen: Sie treten aufgrund von z.B. Tumorerkrankungen oder Frakturen bei ca.1 % der Patienten auf.


In Deutschland und anderen Industrieländern gehören die Kreuzschmerzen zu den am häufigsten auftretenden Erkrankungen. Sie gelten mittlerweile als Volkskrankheit Nummer Eins. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung hat schon mindestens einmal über Rückenschmerzen geklagt. Würde man es nach dem Geschlecht aufteilen, so leiden etwa 50 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen, mindestens einmal jährlich unter Rückenschmerzen, laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI).

Kreuzschmerzen sind zudem der Hauptgrund für Krankschreibungen auf dem Arbeitsmarkt und gelten als häufigste Ursache für eine Behinderung bei jungen Menschen unter 45 Jahren. Entgegen der allgemeinen Meinung treten Rückenschmerzen häufiger bei jüngeren Menschen (20. bis 50. Lebensjahr) auf, als bei Älteren.Die Ursachen für eine Lumbago sind sehr vielfältig und bleiben oft unbekannt, denn bevor genauere Untersuchungen laufen können, klingen die Beschwerden meistens schon ab.

Ursachen von Kreuzschmerzen / Hexenschuss

In 75 Prozent der Fälle kann man keine genaue Ursache für die Kreuzschmerzen finden. Diese Schmerzen werden daher auch als unspezifische Schmerzen bezeichnet. Doch man kann mit einer großen Sicherheit angeben, dass körperliche und seelische Faktoren sowie belastende Arbeitsverhältnisse eine wesentliche Rolle spielen.

Lumbago kommt bei vielen Erkrankungen der Wirbelsäule als Begleitsymptom vor. Trotz allem kann man bei jedem vierten Patienten, die genaue Schmerzursache benennen.Als Ursache dieser Beschwerden kommen mehrere Möglichkeiten in Betracht. Die häufigsten Gründe einer Lumbago sind im Bereich der Lendenwirbelsäule zu finden. Viele Erkrankungen in diesem Bereich führen zu Kreuzschmerzen.

 

Meistens kommen als Ursache der Kreuzschmerzen in Frage:

  • Bandscheibenvorfall
  • Verschleißerscheinungen an den Wirbelkörpern oder den kleinen Wirbelgelenken
  • Wirbelgleiten (Spondylolisthese)
  • Osteoporose
  • Spondylarthrose: Veränderungen an den Gelenken zwischen den Wirbelkörpern, die mit der Zeit durch Abnutzungen entstehen.  
  • Skoliose: verbogene Wirbelsäule und damit verbunden ein schiefer Rücken.
  • Verspannte Rückenmuskulatur: Sie entstehen in den meisten Fällen durch Bewegungsmangel, Übergewicht, zu langes Sitzen, schwere körperliche Arbeit und Fehlbelastungen.  
  • Verschleißerscheinungen im Kreuzbein-Darmbein-Gelenk zwischen Wirbelsäule und Becken.
  • Lungenentzündung
  • Nierensteine
  • Aortenaneurysma
  • Harnwegsinfekte
  • Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane
  • Darmkoliken
  • Reizerscheinungen im Ileosakralgelenk (Gelenk zwischen Kreuzbein und Becken).  

In sehr seltenen Fällen werden die Kreuzschmerzen durch Wirbelbrüche nach Unfällen, Entzündungen und Abszesse der Bandscheiben (Spondylodiscitis) und Tumore verursacht.

Auch die Psyche kann bei Kreuzschmerzen eine wichtige Rolle spielen. So sind Stress und Leistungsdruck, Depressionen, Einsamkeit, Sorgen und Probleme oft Auslöser heftiger und hartnäckiger Rückenschmerzen.

Symptome eines Lumbago

Liegen Kreuzschmerzen vor, so kann man bei den Patienten oft angespannte Muskeln und einen steifen Rücken feststellen.

Bei akuten Schmerzen ist der Rücken oft nach vorne und zur Seite (Abwehrhaltung) gekippt.  Die Kreuzschmerzen sind manchmal von einem scharfen, stechenden oder prickelnden Gefühl im Rücken oder im Gesäß begleitet. Treten darüber hinaus noch Taubheitsgefühle, elektrisierende Missempfindungen oder Lähmungen auf, so sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Die Schmerzen betreffen oft den unteren Teil des Rückens und können bis in das Gesäß, die Oberschenkelrückseite oder die Leistenregion ziehen. Typischerweise ist die Schmerzregion deutlich größer als der eigentliche Schmerzherd. Lumbago führt zu Muskelverspannungen, die wiederum den Schmerz verstärken. Es kommt somit zu einem Teufelskreislauf. Einzelne angespannte Muskelbereiche sind als kleine Knoten, so genannte Myogelosen, in der Muskulatur zu tasten.

Hexenschuss

  • plötzlich auftretende heftige Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule.
  • Die Schmerzen können gelegentlich in Richtung Brustkorb ausstrahlen.
  • Aufgrund der starken Schmerzen nehmen die Betroffenen instinktiv eine Schonhaltung ein. Hier verspüren sie die geringsten Schmerzen.

Chronische Kreuzschmerzen

  • ständig bestehende oder immer wiederkehrende Beschwerden.
  • Können auch plötzlich auftreten nach ruckartigen Bewegungen, beim Anheben schwerer Lasten oder sogar beim einfachen Aufrichten aus einer gebückten Körperhaltung.

Muskelverspannungen

  • Bewegungsfähigkeit ist stark eingeschränkt.
  • Sogar das Sitzen kann sehr schmerzhaft sein.
  • Geringste Bewegungen können heftige Schmerzen verursachen.
  • Stark verspannte und verhärtete Rückenmuskulatur.
  • Bei der körperlichen Untersuchung sind die Dornfortsätze stark druckempfindlich.

Diagnose von Kreuzschmerzen

Die Diagnose lässt sich meistens schon anhand der Anamnese (Krankengeschichte) und der gründlichen körperlichen Untersuchung stellen. Der Arzt stellt dem Patienten besonders folgende Fragen:

  • Seit wann bestehen die Schmerzen?
  • Zu welchen Tageszeiten treten die Schmerzen auf?
  • Bessern sich die Schmerzen unter Bewegung?
  • In welche Körperregionen strahlen die Schmerzen aus?
  • Ort und Stärke der Schmerzen  
  • Sind bereits Wirbelsäulenerkrankungen bekannt?  
  • Erkrankungen der inneren Organe

Bei der orthopädisch-neurologischen Untersuchung wird die Beweglichkeit des Rückens und der Wirbelsäulengelenke, sowie die Muskelfunktion überprüft. Der Arzt versucht zudem anhand der körperlichen Untersuchung, verschiedene mögliche Ursachen für die Kreuzschmerzen auszuschließen. Zunächst werden die Form und die Haltung des Rückens betrachtet, anschließend Knochen und Muskeln der Wirbelsäule abgetastet.

Die meisten Patienten nehmen aufgrund der Beschwerden eine gekrümmte Schonhaltung ein. Beim Abtasten sind die Muskeln häufig schmerzhaft verhärtet. Diese Muskelverhärtung kann zum einen der Auslöser dieser Beschwerden sein, aber auch eine Reaktion des Körpers auf die Rückenschmerzen anderer Ursache sein. Treten dagegen Schmerzen beim Abtasten oder Beklopfen der Wirbelknochen auf, so kann dies ein wichtiger Hinweis auf einen Bandscheibenvorfall, Verschleißerscheinungen oder einen Wirbelbruch sein. Gleichzeitig ist auch die Beweglichkeit der Wirbelsäule eingeschränkt.

Im weiteren muss eine Erkrankung des Kreuzbein- Darmbein- Gelenkes ausgeschlossen werden. Der Arzt prüft hierzu die Beweglichkeit und Druckschmerzhaftigkeit des Gelenkes. Entstehen hier durch Druck mit den Fingern auf das Gelenk Schmerzen und wird die Bewegung im Gelenk als schmerzhaft empfunden, so kann man mit Sicherheit eine Beteiligung des Gelenkes annehmen. Bei der Untersuchung der Beweglichkeit liegt der Betroffene auf der Seite, das untere Bein ist angewinkelt. Der Arzt führt nun das gestreckte, obere Bein vorsichtig und langsam nach hinten. Seine freie Hand liegt dabei fest auf dem Kreuzbein, damit findet die Bewegung ausschließlich im Kreuzbein- Darmbein- Gelenk statt.

Ist sich der Arzt nach der Krankheitsgeschichte und der körperlichen Untersuchung sicher, dass es sich um unkomplizierte Kreuzschmerzen handelt, so sind keine weiteren bildgebenden Untersuchungen erforderlich. Doch ist die Ursache nicht eindeutig klar und handelt es sich eher um komplizierte Schmerzen, z.B. stärkste Schmerzen trotz ausreichender Behandlung über Wochen, Lähmungen oder Blasen- und Mastdarmstörungen, so sind für die richtige und genaue Diagnosestellung weitere Untersuchungen erforderlich.

Als weitere Untersuchungsverfahren stehen zur Verfügung:
  • Röntgenuntersuchung der Lendenwirbelsäule
  • Magnetresonanztomographie (MRT) – computergestütztes Schnittbildverfahren ohne Anwendung von Röntgenstrahlung. Hier sind nur selten Kontrastmittel erforderlich. Diese Untersuchung ist besonders gut, zur Darstellung von Veränderungen des Rückenmarks und des Gehirns geeignet.
  • Computertomographie (CT): schnittbildgebenes Verfahren mit hoher Strahlenbelastung. Für diese Untersuchung sind häufig Kontrastmittel erforderlich. –
  • Elektromyographie (EMG): Funktionsprüfung der Muskeln.
  • Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) – Funktionsüberprüfung der Nerven.

Differentialdiagnose

Kreuzschmerzen können durch sehr unterschiedliche Krankheiten ausgelöst werden. Daher sollte man differentialdiagnostisch an folgende Erkrankungen denken:
  • Bandscheibenvorfall (Bandscheibenprolaps)
  • Bandscheibenprotrusion (Vorwölbung der Bandscheibe)
  • Akuter Bänder- oder Muskelschmerz im Bereich der Wirbelsäule
  • Akuter Reizzustand der Wirbelsäule
  • Reversible Gelenkfunktionsstörungen: Blockierung eines Gelenks, die sich aber spontan zurückbildet
  • Diszitis – Entzündung einer Zwischenwirbelscheibe
  • Frakturen im Bereich der Wirbelsäule
  • Spondylitis ankylosans – chronische Erkrankung der Wirbelsäule (Autoimmunerkrankung)
  • Ischialgie – Reizung des Ischias-Nerven
  • Osteomyelitis – Knochenentzündung
  • Osteoporose
  • Degenerative Knochenbauten
  • Spinalkanalstenose – Verengung des Rückenmarkskanals
  • Epiduralabszess – Eiteransammlung im Bereich der Rückenmarkshäute
  • Haltungsschäden
  • Zerrungen
  • Verstauchungen
  • Missbildungen oder Abgleiten eines Wirbelkörpers  
  • Psychische Erkrankungen
  • Übertragungsschmerz bei Organerkrankungen

Therapie von Kreuzschmerzen

Die Therapie der Kreuzschmerzen richtet sich nach der Ursache. Die Schmerzen können durch unterschiedliche Maßnahmen gebessert werden, so rät man z.B. bei akuten Kreuzschmerzen immer von Bettruhe ab.

Allgemeine Maßnahmen

  • Körperliche Schonung: Dient der Entlastung der Wirbelsäule und gibt ihr die Gelegenheit, sich wieder zu erholen.
  • Starke körperliche Anstrengungen sollte man generell vermeiden.
  • Stufenbettlagerung: Der Betroffene liegt auf einer harten Unterlage (am besten auf den Fußboden). Der Rücken sollte flach aufliegen. Die Füße werden in einem 90 Grad Winkel auf einen Stuhl oder Sessel abgelegt. Diese Lagerung ist für die Lendenwirbelsäule sehr wohltuend und entlastend.
  • Krankengymnastik: Kräftigt die Rückenmuskulatur. Die Wirbelsäule wird entlastet und unterstützt.
  • Rückenschulung: Man kann mit Sicherheit sagen, dass eine schlecht trainierte Rückenmuskulatur ein wichtiger Risikofaktor für Kreuzschmerzen ist. Daher ist zur Vorbeugung der Schmerzen, ein Rückentrainingsprogramm immer zu empfehlen.  
  • Wäme- oder Kälteanwendungen
  • Massagen zur Lösung von Muskelentspannungen, dadurch besteht die Möglichkeit einen Teufelskreis zu unterbrechen. Durch Verschleißerscheinungen der Lendenwirbelsäule werden Muskelverspannungen ausgelöst, die wiederum erneut Schmerzen auslösen, welche zu einer Verstärkung der schmerzhaften Verspannung führen.
  • Übergewichtige Menschen sollten abnehmen, dies entlastet den Rücken.

Medikamentöse Therapie

  • Nicht-steroidale-Antiphlogistika: Schmerzmedikamente zur Linderung der Schmerzen. Sie wirken zudem entzündungshemmend und fiebersenkend.
  • Muskelrelaxantia: Muskelentspannende Mittel, die muskuläre Verspannungen lösen.
  • örtliche Betäubungsmittel als Spritze zur Minderung der Beschwerden.

Behandlung der Schmerzen abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung:


Bandscheibenvorfall (Bandscheibenvorwölbung)

Eine Bandscheibenvorwölbung wird, so lange sie keine Beeinträchtigungen verursacht, konservativ therapiert. Die Patienten werden durch Krankengymnastik, körperliche Schonung und die Einnahme von muskelentspannenden und schmerzlindernden Medikamenten behandelt. Treten jedoch Muskelschwäche oder Störungen des Empfindungsvermögens auf, so ist meistens eine Operation erforderlich.

Wirbelgleiten

Beim Wirbelgleiten versucht man zunächst durch ein intensives Training der Rückenmuskulatur, sowie den Abbau von Übergewicht, die Erkrankung zu behandeln. Wird dadurch kein Therapieerfolg erzielt, so sollten die Patienten ein unterstützendes Mieder tragen. Führt auch diese Maßnahmen zu keiner wesentlichen Beschwerdelinderung, dann kann man als letzte Möglichkeit, eine versteifende Operation durchführen.

Osteoporose

Ziel der Behandlung bei einer Osteoporose ist das Aufhalten des Knochenabbaus bzw. die Stärkung der Knochensubstanz. Dies kann man erreichen, entweder durch Medikamente oder durch reichliche Bewegung, die zur Anregung des Knochenstoffwechsels führen.

Beeinträchtigung des Kreuzbein- Darmbein- Gelenkes

Ist die Ursache der Beschwerden eine Schädigung im Bereich des Kreuzbein- Darmbein- Gelenkes, so kann man versuchen durch körperliche Schonung und schmerzlindernde Medikamente, eine Besserung zu bewirken. Auch das Einspritzen eines Schmerzmedikamentes, kombiniert mit einem entzündungshemmenden Präparat (Kortison), führt bei vielen Betroffenen zu einem Erfolgserlebnis. Das Medikament wird direkt in das Gelenk gespritzt.In Ausnahmefällen kann eine chiropraktische Therapie (Manipulationsbehandlung) auch sehr hilfreich sein. Hier werden die Ileosakralgelenke am Übergang vom Kreuzbein zum Becken geblockt. Ärzte empfehlen eine solche Behandlung nach ausgiebiger Untersuchung, bei akuten Kreuzschmerzen.


Prognose

Generell kann man sagen, wer aktiv bleibt und frühzeitig mit einer effektiven Behandlung beginnt, hat sehr gute Chancen die Schmerzen wieder vollkommen loszuwerden. Innerhalb von 4-6 Wochen kommt es meistens schon zur wesentlichen Besserung der Kreuzschmerzen.

Doch die Schmerzen können immer wieder auftreten, wenn der Betroffene seine Lebensführung nicht ändert.

Kreuzschmerzen können aber auch ein Hinweis für einen medizinischen Notfall sein. Sie sollten immer dann einen Arzt aufsuchen oder einen Notarzt verständigen, wenn Sie plötzlich ihre Blasenfunktion und Stuhlentleerung nicht mehr kontrollieren können oder Empfindungsstörungen im Bereich der Leistengegend haben. Bemerken Sie auch die Kreuzschmerzen in Kombination mit einem Verlust der Muskelkraft, in einem oder beiden Beinen (Lähmung), so ist auch dies ein medizinischer Notfall. In diesen beiden Fällen besteht die Gefahr, dass es zu einer dauerhaften Nervenschädigung kommen kann, wenn man nicht rechtzeitig eingreift.

Hinweise für Patienten

In der Regel kann man selbst dafür sorgen, dass es gar nicht zu Rückenschmerzen kommt. Sind aber bereits Rückenschmerzen eingetreten, dessen Ursache Verschleißerscheinungen sind, so kann man auch hier durch Selbsthilfemaßnahmen, die Auswirkungen abmildern


Als wichtige vorbeugende Maßnahmen kann man auflisten:

  • Versuchen Sie ein normales Körpergewicht zu halten bzw. zu erreichen. Das schützt die Wirbelsäule vor einer dauerhaften Belastung, denn je höher die mechanische Belastung der Wirbelsäule ist, desto größer ist auch die Abnutzung an den Wirbeln, Gelenken und Bandscheiben.
  • Trainieren Sie regelmäßig ihre Rückenmuskulatur, z.B. durch Schwimmen, Nordic Walking oder Radfahren. Mit einer kräftigen Rückenmuskulatur unterstützen und entlasten Sie ihre Wirbelsäule.
  • Vermeiden Sie Fehlhaltungen, die den Rücken belasten.
  • Sorgen Sie für seelische Ausgeglichenheit um Muskelverspannungen vorzubeugen.


Weitere wichtige Selbsthilfemaßnahmen:

  • Legen Sie sich nicht ins Bett! Dies löst nur noch stärkere Schmerzen aus.
  • Das Tragen eines unterstützenden Mieders kann die Beschwerden herabsetzen.
  • Menschen, die zu Muskelverspannungen neigen, sollten Kälte und Zugluft meiden.
  • Führen Sie regelmäßig muskelentspannende Übungen durch. Wärmeanwendungen führen zusätzlich zu einer Muskelentspannung.
  • Entspannungstechniken helfen Muskelverspannungen zu lösen und sie zu vermeiden.
  • Rückenschulung: In der Rückenschule werden wirbelsäulenstabilisierende Übungen, aber auch Kraft und Beweglichkeit fördernde therapeutische Anwendungen vermittelt. Die Teilnehmer erlernen hier besonders krankengymnastische Übungen, die sie dauerhaft und auch zu Hause anwenden sollten.
  • Versuchen Sie Ihre Arbeit und Ihren Alltag so angenehm wie möglich zu gestalten.
  • Auch bei chronischen Rückenschmerzen sollten Sie nach Absprache mit ihrem Arzt, weiterhin sportlich aktiv bleiben.
  • Regelmäßige Ausdauerbelastung führt zu einer schnelleren Beschwerdelinderung und Vorbeugung weiterer Schmerzen.


Nur selten ist der Kreuzschmerz mit einer schwereren Krankheit verbunden. Die Symptome verschwinden meistens wieder innerhalb weniger Tage.



Letzte Aktualisierung am 22.12.2009.

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