Eine Gelenkpunktion ist der Einstich in ein Gelenk mit einer Kanüle. Über diese kann Gelenkflüssigkeit entnommen werden, aber auch die Einspritzung von Medikamenten ist möglich. Die aus dem Gelenk gezogene Flüssigkeit kann vom Arzt betrachtet werden, um einen Hinweis auf eine bestimmte Erkrankung zu bekommen, sowie im Labor einer genauen Untersuchung unterzogen werden.
Häufig stellt ein Gelenkerguss den Grund für eine Gelenkpunktion dar. Dabei handelt es sich um eine Flüssigkeitsvermehrung innerhalb der Gelenkhöhle. Es gibt für den Gelenkerguss mehrere mögliche Ursachen, beispielsweise Infektionen des Gelenks, Arthrose (Gelenkverschleiß), Rheumaerkrankungen oder Gicht. Zu einer Gelenkeinblutung (blutiger Gelenkerguss, Hämarthros) kommt es durch Verletzungen mit Einbeziehung von Knorpel, Kapsel oder Bändern, oder aber z. B. auch durch die Bluter-Krankheit.
Die Gelenkpunktion kann an allen größeren Gelenken erfolgen. Am häufigsten wird sie allerdings am Knie oder am Schultergelenk vorgenommen.