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Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober

Lesezeit: 2 Min.

In Deutschland leiden rund 20 Millionen Menschen an einer rheumatischen Erkrankung.

Den Welt-Rheuma-Tag gibt es bereits seit 1996. Derzeit wird er weltweit in über fünfzig Ländern begangen. Er wurde einst von der Arthritis and Rheumatism International (ARI) initiiert, einem Zusammenschluss von Selbsthilfeverbänden Rheumabetroffener. In Deutschland ist der Welt-Rheuma-Tag erst 2005 angekommen. Seitdem rücken jedes Jahr am 12. Oktober rheumatische Erkrankungen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Die Deutsche Rheuma Liga, mit etwa 280.000 Mitgliedern der größte Selbsthilfeverband im Gesundheitswesen, ist hier federführend.

Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober
Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober

2015 steht der Aktionstag unter dem Motto "Rheuma bewegt uns alle".
Eine der zentralen Aufgaben des Welt-Rheuma-Tages besteht darin, darüber aufzuklären, dass es „die“ Krankheit Rheuma nicht gibt. In der Medizin spricht man von "Krankheiten des rheumatischen Formenkreises". Dahinter verbergen sich rund hundert verschiedene rheumatische Erkrankungen mit sehr unterschiedlichen Ausprägungen und Verläufen. Krankheiten des rheumatischen Formenkreises beschränken sich nicht wie häufig angenommen ausschließlich auf den Bewegungsapparat. Nahezu alle Organe können von einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung betroffen sein.

Auch mit dem Vorurteil, dass Rheuma eine Krankheit ist, die nur alte Menschen trifft, wollen die Infoveranstaltungen am Welt-Rheuma-Tag aufzuräumen. Insgesamt leiden in Deutschland circa 20 Millionen Menschen an einer rheumatischen Erkrankung. Das bedeutet, dass jeder vierte Mensch in Deutschland betroffen ist, darunter auch Kinder und Jugendliche.

Die Deutsche Rheuma-Liga hat es sich zur Aufgabe gemacht – auch über den Aktionstag am 12. Oktober hinaus – über die Bandbreite rheumatischer Erkrankungen zu informieren. Rheuma hat viele Gesichter und Namen, zum Beispiel Arthrose, Osteoporose, entzündliches Rheuma, Fibromyalgie, oder chronischer Rückenschmerz. Die Rheuma-Liga ist für viele Betroffene eine Anlaufstelle für ihre Sorgen und Ängste. Angehörige erfahren, wie sie die Erkrankten im Alltag bestmöglich unterstützen können.

Auch die Hilfe zur Selbsthilfe wird am Welt-Rheuma-Tag ein wichtiges Thema sein. Unter dem Titel "Herausforderung Rheuma – nimm dein Leben in die Hand" bietet die Rheuma-Liga Kurse von Betroffenen für Betroffene an. Denn wer könnte sich in den Lebensalltag eines Rheumatikers besser hineinversetzen als ein Mensch, der selbst an einer Form von Rheuma leidet? Unter anderem sollen die Kurse die Erkrankten auch darin bestärken, selbstbewusst mit ihrer Krankheit umzugehen und bestmögliche Therapien einzufordern.

Mit dem Welt-Rheuma-Tag will die Rheuma-Liga Betroffenen Mut machen und einmal mehr auf ihr großes Netzwerk aufmerksam machen.
Selbst wenn die meisten rheumatischen Erkrankungen nicht geheilt werden können, so kann die maßgerechte Therapie den Verlauf verlangsamen oder gar stoppen. Die richtige Kombination aus entzündungshemmenden Medikamenten, manueller Therapie, Bewegung und richtiger Ernährung gibt den Erkrankten ein Stück Lebensqualität zurück und hilft ihnen, möglichst lange körperlich mobil und selbstständig zu bleiben.

Zum Welt-Rheuma-Tag und darüber hinaus bieten die Landes- und Mitgliedsverbände der Deutschen Rheuma Liga eine Vielzahl von Informationsveranstaltungen und Seminaren an. Weitere Infos unter: https://www.rheuma-liga.de/welt-rheuma-tag/

Zum Austausch mit Betroffenen steht ein Forum zur Verfügung unter: https://www.rheuma-liga.de/forum/forum-uebersicht/

Für junge Rheumatiker gibt es ein eigenes Forum:
https://geton.rheuma-liga.de/startseite/

U. Kohaupt Ursula Kohaupt
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 09.10.2015
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