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Welt-Osteoporosetag am 20.Oktober

Lesezeit: 2 Min.

Die Wahrscheinlichkeit, im Alter an Knochenschwund zu erkranken, ist hoch – aber man kann vorbeugen.

Am 20. Oktober 1996 hatte der britische Osteoporoseverband National Osteoporosis Society (NOS) zum ersten Mal zum Welt-Osteoporosetag aufgerufen. 1998 wurde der Aktionstag offiziell von der Weltgesundheitsorganisation WHO anerkannt. Inzwischen wird der Welt-Osteoporosetag von der International Osteoporosis Foundation (IOF) organisiert. Jährlich nehmen weltweit rund neunzig Länder daran teil. Ziel des Aktionstages ist es, mit Informationsveranstaltungen und Aktionen ein gesellschaftliches Bewusstsein für die Krankheit Osteoporose und deren Prävention zu schaffen. Dabei wird jedes Jahr am 20. Oktober eine einjährige Kampagne ausgerufen, die dem Aktionstag folgt. Das Motto 2015 lautet: "Servieren Sie starke Knochen lebenslang" und stellt damit das Thema "knochengesunde Ernährung" in den Mittelpunkt.

Welt-Osteoporosetag
Welt-Osteoporosetag

Osteoporose ist eine der verbreitetsten Krankheiten im Alter. Auf der Liste der WHO zählt sie zu den zehn wichtigsten Erkrankungen. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass die Knochendichte im Alter abnimmt, die Knochen anfälliger für Brüche werden. Knochenschwund wird Osteoporose daher auch im Volksmund genannt. Alleine in Deutschland sind knapp acht Millionen Menschen von der Knochenerkrankung betroffen – der überwiegende Teil sind Frauen in der Menopause. Tendenz steigend.

Der Aktionstag hat sich vor allem die Aufklärung über die Knochenkrankheit auf die Fahnen geschrieben. Früherkennung ist dabei ein wesentliches Ziel, denn der Knochenschwund verläuft in der Anfangsphase schmerzlos. Rund achtzig Prozent der Betroffenen wissen nicht um ihre mangelnde Knochendichte und werden erst damit konfrontiert, wenn sie bei einem leichten Sturz einen Knochenbruch erleiden. So lange muss man allerdings nicht warten: Knochendichte lässt sich messen und gerade wenn eine familiäre Belastung vorliegt, ist eine solche Messung empfehlenswert.

Doch auch falls eine Messung ergibt, dass Knochenschwund vorliegt, ist das kein Grund zum Verzweifeln, denn der Welt-Osteoporosetag will auch vermitteln: Osteoporose ist kein Schicksal, dem man sich ergeben muss. Je frühzeitiger die Krankheit erkannt wird, desto erfolgreicher kann man gegen ihr Fortschreiten vorgehen. Eine geeignete Therapie lindert nicht nur Schmerzen, sondern hält den Erkrankten auch lange mobil und selbstständig und steigert damit die Lebensqualität.

Jede Therapie, die in Absprache mit dem Arzt erfolgt, sollte nicht nur von einem Bewegungsprogramm begleitet, sondern auch von einer knochengerechten Ernährung unterstützt werden. Viele wissen, dass Kalzium wichtig ist. Doch welche Lebensmittel – außer Milch – sind gute Kalziumquellen? Welche Vitamine, Proteine und Spurenelemente stärken die Knochen? Und was lässt sich sonst noch tun? Was zum Beispiel ist Sturzprophylaxe? Was ist Funktionstraining?

Mit Antworten auf diese und andere Fragen will der Welt-Osteoporosetag am 20. Oktober darauf aufmerksam machen, dass jeder Einzelne es in der Hand hat, mit Bewegung und Ernährung Osteoporose vorzubeugen oder ihr Einhalt zu gebieten.

Zahlreiche Organisationen und Ansprechpartner stehen – auch über den Welt-Osteoporose-Tag hinaus – zur Verfügung. Ein informatives Dokument zum Thema knochengerechte Ernährung lässt sich hier herunterladen:
http://www.osteoporose.org/news.php?id=88

Weitere Informationen über Osteroporose, zur Früherkennung, Prävention und Therapie gibt es auf folgenden Webseiten:
http://www.osteoporose.org/
https://www.osteoporose-deutschland.de/
http://www.netzwerk-osteoporose.de/

Internationale Informationen der Begründer des Welt-Osteoporose-Tages findet man hier:
http://www.iofbonehealth.org/

U. Kohaupt Ursula Kohaupt
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 19.10.2015
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