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Fisch: Fluch oder Segen für die Gesundheit?

Lesezeit: 1 Min.

Unsicherheit der Verbraucher bei Seefisch: Jodmangel oder Schadstoffbelastung riskieren?

19.06.2006 - Fisch liefert dem menschlichen Körper hochwertiges Eiweiß, lebensnotwendige mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren),fettlösliche Vitamine und den in der Regel unzureichend aufgenommenen Mineralstoff Jod. Kein Wunder also, dass die aktuellen Ernährungsempfehlungen dazu raten, mindestens einmal pro Woche Fisch zu verzehren.

Demgegenüber stehen jedoch negative Aspekte, die den Verbraucher verunsichern und vor häufigem Fischverzehr zurückschrecken lassen. Fisch ist häufig mit Schwermetallen wie Quecksilber belastet, enthält Schadstoffe wie zinnorganische Verbindungen, Pestizide, polychlorierte Biphenyle oder kann von Fischwürmern (Nematoden) befallen sein.

Darüber hinaus trüben auch die Überfischung der Meere sowie zerstörerische Fangmethoden den Genuss dieses wertvollen Lebensmittels. Für die Gesundheit sind die Inhaltsstoffe von Fisch jedoch von großer Bedeutung. Omega-3-Fettsäuren können den Blutfettspiegel senken und eine ausreichende Jodzufuhr beugt dem Kropf vor.

Die Empfehlung, einmal pro Woche Fisch zu verzehren, wird nur von den Wenigsten konsequent umgesetzt. Es ist daher auf jeden Fall ratsam, regelmäßig eine Fischmahlzeit einzuplanen. Wichtig ist dabei die Qualität und nicht die Quantität. Hochseefische wie Kabeljau, Hering, Schellfisch oder Seelachs sind in der Regel geringer belastet als Fische aus küstennahen Regionen.

Auch Zuchtfische sind geringer belastet, können dafür aber Spuren von Medikamenten aufweisen. Eine Alternative sind Fische aus ökologischen Aquakulturen, die beispielsweise in Naturkostläden im Angebot sind.

Darüber hinaus gibt es auch andere Möglichkeiten, die gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffe des Fisches aufzunehmen. Pflanzliche Öle liefern dem Körper Alpha-Linolensäure, aus der er weitere Omega-3-Fettsäuren aufbauen kann. Um die Jodzufuhr zu sichern, ist der Einsatz von jodiertem Speisesalz beziehungsweise damit hergestellten Produkten ratsam.

Verbrauchertipps:

  1. So erkennen Sie, ob frischer Fisch wirklich frisch ist: Bei älterem Fisch sind die Augen glasig, die Kiemen bräunlich verfärbt und ein Fingereindruck bleibt sichtbar.
  2. Der Fisch sollte nicht streng oder "fischig" riechen.
  3. Um möglichst frischen Fisch zu erhalten am besten im Geschäft nachfragen, wann es beliefert wird und den Fisch an diesen Tagen einkaufen.
  4. Den Fisch möglichst noch am gleichen Tag verarbeiten.
  5. Um die gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffe zu erhalten, eine möglichst schonende Zubereitungsmethode wie das Dämpfen wählen.
Letzte Aktualisierung am 28.08.2008.
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