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Was kann man tun, um besser zu schlafen?

Lesezeit: 2 Min.

Wohl jeder kennt schlaflose Nächte. Wenn man jedoch wiederholt keinen Schlaf finden kann, leiden Körper und Psyche. Bevor man zu Schlafmitteln greift, gibt es einiges, was man ausprobieren kann, um den Schlaf zu verbessern.

Getränke: Dass man abends keinen Kaffee mehr trinken sollte, wenn man unter Schlafstörungen leidet, ist eine alte Weisheit. Besser noch, man verzichtet bereits am Nachmittag auf den Kaffee. Nicht nur Energy Drinks und Cola enthalten Koffein, auch in einigen Orangenlimonaden und aromatisierten Wassersorten ist der Muntermacher enthalten. Hingegen können Kräutertees mit Hopfen, Melisse und Baldrian das Einschlafen fördern, ebenso wie die bewährte heiße Milch mit Honig.

Besser schlafen
Besser schlafen

Essen: Mit vollem Magen ins Bett ist ein Schlafkiller. Es kommt aber auch ein bisschen darauf an, was man isst. So gesund Rohkost ist, abends sollte sie nicht mehr auf dem Speiseplan stehen. Vollkornpasta mit frischem Gemüse oder Hühnerbrust mit Tomaten und Parmesan sind gute Schlummermahlzeiten. Sie enthalten eine Kombination aus Eiweiß und Tryptophan, eine Aminosäure, die der Körper in den schlaffördernden Botenstoff Serotonin umwandelt. Am besten wäre es, vier Stunden vor dem Zubettgehen nicht mehr zu essen. Wer ein Betthupferl braucht, der sollte zu einem Joghurt greifen oder ein bisschen Quark mit Banane essen.

Alkohol: Der Schlummertrunk ist schlechter als sein Ruf. Wer abends Alkohol trinkt, der schläft besser ein, ist allerdings in der zweiten Nachthälfte umso wacher. Man sollte das Gläschen Wein also besser nicht erst vor dem Zubettgehen trinken, sodass sich der Alkohol bis zur Schlafenszeit allmählich abbauen kann.

Baden: Ein warmes Bad macht angenehm schläfrig. Allerdings sollte man darauf achten, dass das Wasser nicht heißer als 35 bis 38 Grad ist, das wäre fürs Einschlafen nicht förderlich. Zusätze wie Melisse, Hopfen oder Lavendel wirken beruhigend.

Entspannung: Folgende Yoga-Übung kann beim Einschlafen helfen: Auf den Rücken legen, die Beine anwinkeln und die Fußsohlen zusammenbringen. Die Arme liegen locker auf der Seite, die Handflächen nach oben, die Schulterblätter leicht nach hinten ziehen, sodass der Brustraum sich öffnet. Beim Einatmen und Ausatmen jeweils bis vier zählen. Auch Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation helfen beim Abschalten und entspannen.

Technik: Die Atmosphäre im Schlafzimmer ist wichtig. Schön, wenn das Zimmer gemütlich ist, aber ein Bett ist ein Ort zum Schlafen, nicht zum Arbeiten, Fernsehen oder Telefonieren. Das Schlafzimmer sollte eine technikfreie Zone sein. Computer und Smartphone bleiben am besten draußen.

Temperatur und Licht: Als ideale Temperatur fürs Schlafzimmer gelten 16 bis 18 Grad. Viele Menschen fühlen sich allerdings bei 20 Grad wohler. Wichtiger ist, dass man vor dem Schlafengehen noch einmal durchlüftet. Dunkelheit fördert einen gesunden Schlaf. Aber bereits vorher sollte das Licht nicht zu hell sein. Ideal sind Lampen, die man dimmen kann. Gedämpftes Licht macht schläfrig und signalisiert dem Körper: Jetzt ist Schlafenszeit!

U. Kohaupt Ursula Kohaupt
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 27.08.2012
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