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Lösen Plastikflaschen Unfruchtbarkeit aus?

Lesezeit: 2 Min.

Geburtsfehler durch Kunsstoffverpackungen?

Chemikalien in Wasser-Flaschen und Lebensmittelverpackungen sind in Verbindung mit Unfruchtbarkeit und Geburtsschäden gebracht worden.

Unfruchtbarkeit durch Plastikflaschen
Unfruchtbarkeit durch Plastikflaschen

Panikmache, oder die Wahrheit?


Juliette Scarfe lebt im Süden Londons und hat in ihre Küche eingeladen: Es ist eine komplett kunststofffreie Zone. "Ich will es nicht in meinem Haus, ich will es nicht in meinem Körper und ich will es nicht irgendwo in der Nähe von jemanden, den ich liebe", sagt sie. „Das Problem ist, wir haben alle angenommen, Kunststoff ist sicher. Das ist aber nicht der Fall! 'Juliette ist eine 33-jährige Ex-Anwältin, die ihren Beruf aufgegeben hat, um ihre eigene Marke von Bio-Kosmetik auf den Markt zu bringen. Sie gehört auch zu den Menschen, die allem Essbaren, was in Kunststoff verpackt ist, den Rücken kehrt.

"Ich hasse Plastiktüten, ich mag nicht mehr aus Plastikflaschen trinken und ich werde Essen nicht mehr in Kunststoff lagern", sagt sie. Stattdessen findet man in ihren Schubladen Baumwolle, Jute oder Hanf-Einkaufstüten. Im Kühlschrank stehen die Nahrungsmittel in Gläsern, Keramik oder Terrakotta-Behältern. All ihre Kochutensilien sind aus Holz gefertigt. Ich musste vor kurzem extrem lange suchen, um einen Mixer, der nicht aus Kunststoff besteht, zu finden", sagt sie.

In den vergangenen fünf Jahren hat das öffentliche Bewusstsein langsam Bedenken gegen Kunststoff-Flaschen und Lebensmittelverpackungen entwickelt. Die Verbindungen, welche die größten Bedenken hervorrufen, sind Bisphenol A (auch bekannt als BPA),die in harten Polycarbonat-Produkten und Epoxidharzen verwendet werden, die Linie „Blechdosen“ und eine Gruppe aus Kunststoff mit dem Weichmacher Phthalate.

Die Forschung hat gezeigt, dass diese Kunststoff-Verbindungen in Speisen und Getränken verstärkt auftreten, je höher sie erhitzt werden. Extrem hohe Temperaturen werden zum Beispiel auch in der Mikrowelle erreicht.

Ein BPA-Tests durch das US Centers for Disease Control and Prevention im Jahr 2004 fand in 93 Prozent der Urinproben von einer Gruppe von 2.517 Personen Kunststoffrückstände.
Ein Bericht, der über BPA im Jahr 2008 von dem US National Toxicology Programm veröffentlicht wurde, sagt aus, dass es Bedenken in Bezug auf BPA-Effekte auf das Gehirn, das Verhalten und die Prostata Entwicklung bei Föten, Säuglingen und Kindern gibt. Säuglinge und Kinder nehmen aufgrund ihres niedrigen Gewichts mehr Bisphenol A als Erwachsene. Eine der größten Sorgen über BPA und Phthalate ist das so genannte 'Umwelt-Östrogen", welches Hormone im menschlichen Körper nachbildet. Hierdurch kann die sexuelle Entwicklung beeinflusst werden, was zu Brust-, Prostata-und Hodenkrebs führen kann, wie auch zu einer schlechteren Fruchtbarkeit und Hodenhochstand.

Das Problem ist, dass nicht in allen Studien eindeutige Beweise gefunden wurden. In den letzten Jahrzehnten wurden schätzungsweise £ 150 Millionen für die Forschung aufgebracht. In über 5.000 Berichten streiten die Wissenschaftler immer noch darüber, ob die Kunststoffe wirklich schädlich sind. Die besonders gesundheitsschädlichen Phthalate wurden aber bereits für bestimmte Arten von Lebensmittelverpackungen verboten.

Wenn Sie besorgt sind, können Sie zum Beispiel Kunststoffflaschen meiden und stattdessen Glas oder Edelstahl-Flaschen benutzen. In der Mikrowelle sollten die Mahlzeiten in Glasbehältern aufgewärmt werden. Wenn Sie Lebensmittel in Kunststoffbehältern aufbewahren möchten, dann am besten in denjenigen, die BPA-frei gekennzeichnet sind. Vor allem aber könnte man vermeiden, verpackte Nahrungsmittel, Konserven- und Getränkedosen zu kaufen. Verwenden Sie frische Produkte und Fruchtsaft.

Letzte Aktualisierung am 17.07.2012.
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