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Was hilft bei übermäßigem Schwitzen?

Lesezeit: 2 Min.

Schwitzen ist gesund. Starkes Schwitzen kann jedoch sehr belastend sein. Was man dagegen tun kann:

Bei Hitze oder Anstrengung nimmt die Schweißproduktion zu. Schwitzen ist notwendig und sorgt dafür, dass die Körpertemperatur konstant bleibt. Es gibt aber Menschen, denen schon bei leichter Anstrengung die Schweißperlen auf der Stirn stehen, deren Hände ständig feucht sind und die so stark schwitzen, dass sie mehrmals täglich die Kleidung wechseln müssen. Hyperhidrose nennt man das übermäßige Schwitzen in der Fachsprache.

Hyperhidrose kann sehr belastend für die Betroffenen sein. Zunächst muss mithilfe einer Reihe von ärztlichen Untersuchungen abgeklärt werden, ob eine Krankheit der Auslöser für die übermäßige Schweißproduktion ist. Eine Schilddrüsenüberfunktion, Infektion oder Nervenstörung kann dahinter stecken. Aber auch hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren können Schweißattacken auslösen. Kann man Grunderkrankungen ausschließen, dann spricht man von einer idiopathischen oder primären Hyperhidrose.

Warum einige Menschen übermäßig viel Schweiß produzieren, ist noch nicht geklärt. Aber eine familiäre Veranlagung und psychische Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen.
Antitranspirante, die Aluminiumchlorid enthalten, können helfen, den Schweißfluss unter den Achseln zu stoppen. Aluminiuchlorid besitzt eine zusammenziehende Wirkung und verengt die Schweißdrüsen. Enthalten sind diese Antitranspirante in Deos, die etwa über eine Versandapotheke bezogen werden können.

Zur Behandlung von Schweißhänden oder Schweißfüßen eignet sich die Leitungswasser-Iontophorese. Dabei werden die Hände oder Füße in zwei mit Wasser gefüllte Wannen gelegt. In jeder Wanne befindet sich ein elektrischer Leiter, sodass ein schwacher Strom in den Körper fließt. Bei regelmäßiger Anwendung kann damit die Schweißproduktion reduziert werden. Die Therapie kann zu Hause durchgeführt werden. Sofern das Gerät vom Arzt verschrieben wird, werden die Kosten in der Regel von der Krankenkasse übernommen. 
Naturheilkundlich kann man mit Salbei gegen das Schwitzen vorgehen. Fußbäder mit Salbei helfen bei Schweißfüßen, Salbeitee oder Salbeitinktur unterstützen von innen. Die Wirkung setzt allerdings nur bei regelmäßiger Anwendung ein.

Kommt man mit diesen Maßnahmen nicht gegen das übermäßige Schwitzen an, kann man es mit einer Botoxbehandlung versuchen. Dabei wird das Nervengift Botulinumtoxin A unter betroffene Hautstellen gespritzt. Es lähmt die Schweißdrüsen. Die Wirkung lässt allerdings nach fünf bis neun Monaten wieder nach.

Eine allerletzte Option ist eine Schweißdrüsenabsaugung, bei der ein Großteil der Schweißdrüsen einer bestimmten Körperregion entfernt wird. Eine andere Möglichkeit ist die Sympathikolyse. Dabei wird der Sympathikusnerv, der den Schwitzimpuls an das Gehirn weiterleitet, blockiert.

Betroffene sollten außerdem versuchen, mithilfe von Entspannungsverfahren ruhiger zu werden. Eine ausgewogene Ernährung mit wenig Alkohol und Kaffee, der Abbau von Übergewicht und ausreichend Bewegung können ebenfalls dazu beitragen, dass Schwitzen zu verringern.

U. Kohaupt Ursula Kohaupt
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 17.07.2012
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