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Gutes Fett - schlechtes Fett

Lesezeit: 2 Min.

Gesunde Fette erkennen

Wie erkennt man gute Fette?

Fett ist nicht gleich Fett. Erwachsene sollten nur 20 bis 35 Prozent ihrer Kalorien aus Fett zu sich nehmen. Mit den richtigen Fetten bleibt das Herz gesund und die Gefäße bleiben jung. Schlechte Fette hingegen fördern das Auftreten von Schlaganfällen und Herzinfarkten sowie Arthritis und Rheuma. Sowohl gute als auch schlechte Fette haben eine Gemeinsamkeit: Den Transport von fettlöslichen Vitaminen.

Gesättigte Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren haben zweifellos die stärkste Wirkung für einen Erhöhung des Cholesterins. Das LDL-Cholesterin steigt an und gleichzeitig wird die LDL-Aufnahme in den Zellen gesenkt. Hinzu kommt, dass gesättigte Fettsäuren nur einen geringen Anstieg des guten HDL-Cholesterin verursachen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, Lebensmittel mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren möglichst wenig zu konsumieren. In erster Linie zählen Wurst, Fleisch, fette Milchprodukte, Chips und Back- und Bratfette zu diesen Produkten.

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Fette und Öle mit einfach ungesättigten Fettsäuren sind beliebter denn je zuvor. Was in den südlichen Ländern schon seit vielen Jahren umgesetzt wird, wird nun auch in Deutschland immer beliebter. In Südländern ernähren sich die Menschen ausgewogen mit viel Fisch, Gemüse, Obst und mit wenig fetten Fleischsorten. Schon seit Generationen wird zum Backen, Braten und Kochen Olivenöl verwendet. Die Rate der Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist in Ländern, in den Olivenbäume wachsen, deutlich niedriger, als in Ländern Nordeuropas. Einfach ungesättigte Fettsäuren erhöhen das gute HDL-Cholesterin und senken gleichzeitig das LDL-Cholesterin. Die Wirkung ist also doppelt gut. Selbstverständlich gilt das nur, wenn nur wenig gesättigte Fettsäuren konsumiert werden.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren kommen zum großen Teil in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Sie sind lebensnotwendig und können vom Körper nicht selbstständig hergestellt werden. Für das Gehirn, die Immunabwehr und für eine Reduzierung der Entzündungsneigung sind vor allem die Omega-3-Fettsäuren sehr wichtig. Diese hemmen auch die Blutgerinnung und senken auf diese Weise die Thrombosegefahr. Der regelmäßige Verzehr von Fisch hat einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel.

Empfehlenswert ist das Dämpfen von Fisch, sodass keine Zugabe von Fett nötig ist. Kaltwasserfische haben mehr Omega-3-Fettsäuren, also Süßwasserfische.

Billige Gebäckmischungen, Blätterteiggebäck, Chips und zum Beispiel Kuchenglasuren enthalten schädliche Trans-Fettsäuren und sollten möglichst gemieden werden. Zum Bestreichen und Kochen eignen sich beispielsweise Oliven- Sonnenblumen- Maiskeim- und Rapsöl sehr gut. Schmalz, Speck und Butter sind tierische Fette und sollten nur selten gegessen werden. Artischocken sind gleich doppelt gut: Sie senken zum einen die Cholesterinwerte und haben gleichzeitig noch eine antioxidative Wirkung. Ist man erst mal auf den gesunden Geschmack gekommen, dann sinkt der Reiz von Knabbergebäck und Pommes.

Letzte Aktualisierung am 16.05.2012.
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