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Leukämie mit Stammzellen behandeln

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In der Regel ist die Prozedur mit einer Blutspende vergleichbar

Blutkrebs, Leukämie, ist eine tückische Erkrankung, die Betroffenen häufig auf eine Stammzellen-Transplantation angewiesen. Wer Stammzellen spenden möchte, muss mit dem Patienten, dem Empfänger, kompatibel sein. Ob dies der Fall ist, wird durch eine so genannte Typisierung festgestellt. Von groß angelegten Typisierungsaktionen liest man in der Presse immer wieder. Hierbei werden möglichst viele potentielle Spender getestet und auf ihre Übereinstimmung mit dem Erkrankten überprüft.

Leukämie mit Stammzellen behandeln
Leukämie mit Stammzellen behandeln

Wurde die Kompatibilität festgestellt und ist der Spender dazu bereit, zur Behandlung Leukämie-Patienten Stammzellen zur Verfügung zu stellen, folgt in den meisten Fällen eine der Blutspende vergleichbare Prozedur, die periphere Stammzellenentnahme. Durch eine spezielle Medikation des Spenders wird die Konzentration der für den Patienten lebenswichtigen Stammzellen im Blut erhöht. Anschließend wird nach einer Blutentnahme das entscheidende Zellmaterial entnommen. Der Spender erhält sein Blut anschließend wieder zurück. Diese Methode der Entnahme und Übertragung von Stammzellen ist ambulant ohne Narkose möglich und kann in den allermeisten Fällen durchgeführt werden. Einzig grippeähnliche Symptome können beim Spender im Vorfeld der Entnahme durch die Verabreichung des Wachstumsfaktors G-CSF auftreten. Nach wenigen Stunden ist die Prozedur dann am Tag der Spende für den Spender vorüber.

Der Zustand des Empfängers der Spende kann es notwendig machen, dass nur eine Knochenmarkspende in Frage kommt. Hierbei handelt es sich um eine Operation unter voller Narkose, bei der Knochenmark entnommen wird. Der Spender muss hierzu mit einem kurzen stationären Krankenhausaufenthalt rechnen. Die Risiken beider Verfahren der Stammzellenspende sind relativ gering. Während die periphere Entnahme einer Blutspende sehr ähnlich ist, handelt es sich bei der Knochenmarkspende um einen Routineeingriff, für den natürlich die üblichen Narkose-und Wundheilungsrisiken verbleiben. Das gespendete Material wird vom Körper des Spenders binnen weniger Wochen ersetzt, so dass keinerlei Verlusterscheinungen zu befürchten sind.

Letzte Aktualisierung am 29.06.2011.
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