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Hilfe bei Tinnitus

Entspannung und „Weghören" als sinnvolle Behandlungsmethoden


Wer von Tinnitus betroffen ist, hat sprichwörtlich niemals seine Ruhe. Ein ständig
wahrgenommenes Geräusch, dass nur der Patient selbst hört, treibt viele Menschen
schier in den Wahnsinn. Diese subjektive Wahrnehmungsstörung kann viele Ursachen
haben, so zum Beispiel Schwerhörigkeit, ein vorangegangener Hörsturz, eine Infektion
oder Durchblutungsstörung sowie ein Lärmtrauma nach extremer Geräuscheinwirkung.
Auch Stress kann zu vorübergehenden oder dauerhaften Ohrgeräuschen führen, wenn
die im Körper durch die psychische oder physische Belastung ausgeschütteten Hormone
Schaden anrichten und eine mangelnde Durchblutung der feinen Härchen im Innenohr
oder einen Hörsturz hervorrufen.

Betroffenen ist zu raten, schon bei den ersten Anzeichen eines nicht erklärbaren
Geräusches oder Veränderungen der Hörwahrnehmung einen Hals-Nasen-Ohrenarzt
aufzusuchen und die Ursachen für die Beschwerden abklären zu lassen. In einem frühen
Stadium kann der Tinnitus häufig mit pflanzlichen Wirkstoffen wie Ginkgo behandelt
werden. Je später die Ohrgeräusche diagnostiziert und therapiert werden, desto länger
kann es dauern, bis ein Behandlungserfolg eintritt.

Dass es überhaupt zu Wahrnehmungsstörungen wie dem Tinnitus kommen kann, liegt
an dem Aufbau der menschlichen Hörwahrnehmung. Das Ohr selbst dient dabei lediglich
als „Trichter" in das Körperinnere. Das Gehirn entscheidet dann, welche ankommenden
Reize besonders wichtig sind. Dadurch können wir uns gezielt oder unbewusst auf
einzelne Geräusche konzentrieren und andere teilweise oder vollkommen ausblenden.
Meist entscheidet das Gehirn instinktiv, welche Reize zum jeweiligen Zeitpunkt eine hohe
Bedeutung haben. Das sind in der Regel solche, die Gefahr bedeuten und den Körper
in Alarmbereitschaft versetzen können. Experten raten den Patienten, sich bei ersten
Anzeichen für Ohrgeräusche nicht gerade darauf zu konzentrieren, sondern bewusst auf
ruhigere Reize, zum Beispiel in der Natur, zu hören. Auch Therapien, die Ablenkung und
Entspannung zum Ziel haben, werden häufig bei Tinnitus eingesetzt. Ein Beispiel hierfür
ist Autogenes Training.

Einen ähnlichen Hintergrund hat die so genannte Tinnitus-Retraining-Therapie. Hierbei
wird durch ein spezielles Gerät, den „Noiser", ein leises Geräusch ausgesendet, das leiser
ist als der Tinnitus selbst. Der Betroffene muss sich auf diesen Reiz konzentrieren und
trainiert somit quasi, die Ohrgeräusche zu überhören. Die aus den Vereinigten Staaten
stammende Therapie soll Studien zufolge eine 80-prozentige Erfolgschance haben und
wird auch von vielen deutschen Hals-Nasen-Ohrenärzten angeboten.


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Letzte Aktualisierung am 07.01.2011.
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20110107-Hilfe bei Tinnitus

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