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Mit Kräutern Magen-Darm-Beschwerden behandeln

Lesezeit: 2 Min.

Beschwerden und Behandlung stets mit einem Arzt abklären

Gegen Beschwerden in Magen und Darm ist oft im wahrsten Sinne des Wortes ein Kraut gewachsen. Denn zahlreiche Pflanzen helfen mit ihren Wirkstoffen gegen häufige Erkrankungen und werden aus diesem Grund zu Kapseln, Tabletten oder Tees verarbeitet und in der Apotheke angeboten. Auch wenn die natürliche Bekämpfung von Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall in vielen Fällen äußerst wirksam und gleichzeitig gut verträglich ist, sollte man auch hier nicht kritiklos alles einnehmen, was einem in die Finger fällt. Besonders von der Einnahme selbst gesammelter Kräuter und Pflanzen wird abgeraten, da hier der Wirkstoffgehalt im Einzelfall nicht vorhersehbar ist.

Mit Kräutern Magen-Darm-Beschwerden behandeln
Mit Kräutern Magen-Darm-Beschwerden behandeln

Zu den Mitteln, die es in der Apotheke gibt, kann man sich auch dort sehr gut beraten lassen. Dann können die zahlreichen Bitter- und Ballaststoffe sowie ätherischen Öle der einzelnen Pflanzen ihre Wirkung optimal entfalten. Doch pflanzliche Heilmittel sind keine geeignete Dauertherapie. Wenn die Schmerzen anhalten, sollte man sich in jedem Fall an einen Arzt wenden, um mögliche Ursachen für die dauerhaften Beschwerden zu ermitteln.

Eine der häufigsten Magenbeschwerden ist das Sodbrennen. Es entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre gelangt, weil der entsprechende Verschluss zwischen ihr und dem Magen nicht mehr richtig funktioniert. Begünstigt wird Sodbrennen durch schweres Essen, Alkohol und Nikotin. Oft zeigt sich das unangenehme saure Aufstoßen, wenn man liegt oder in einer gebückten Haltung verharrt. Unbehandelt kann Sodbrennen im Extremfall zu Speiseröhrenkrebs führen, daher sollte man auch bei geringen Beschwerden umgehend einen Arzt konsultieren. Ob Sodbrennen oder Magensäureüberschuss, Gastritis oder ein Magengeschwür: in jedem Fall helfen solche Medikamente am besten, die die Magensäure binden. Hierzu zählen Pflanzenstoffe wie Käsepappel, Kamille oder Süßholz. Ein aufgewühlter Magen kann durch die Blätter der Melisse besänftigt werden. Aber auch das richtige Verhalten im Alltag kann den Beschwerden entgegen wirken: Verzicht auf Alkohol und Nikotin, nicht allzu üppige, fettreiche und scharf gewürzte Speisen. Auch Stress kann Sodbrennen und Co. begünstigen.

Im umgekehrten Fall kann es auch gerade aufgrund zu geringer Magensäureproduktion zu Beschwerden kommen. Dann helfen besonders bitte Pflanzenstoffe wie Enzian, Tausendguldenkraut und Bitterkleeblatt. Sie regen die Magensäure- und Speichelproduktion an. Wer es nicht so bitter mag, kann auch zu Ingwer, Chili, Curry oder Senf greifen, die ebenfalls für mehr Magensäure sorgen. Bitterstoffe sollten hingegen bei zu viel Magensäure wiederum vermieden werden.

Geht es dem Darm nicht gut, äußert sich das häufig durch Verstopfung, Durchfall oder Blähungen. Gegen Verstopfung hilft in erster Linie, für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen. Trinken, trinken, trinken, am besten Wasser. Zudem gibt es einige pflanzliche Wirkstoffe, die sehr wirksam sein können, wie zum Beispiel Leinsamen. Auch hier gilt aber: Vorher den Arzt fragen, denn gerade bei empfindlichen Menschen kann es durch Leinsamen zu Reizungen des Darms kommen. Kamille, Fenchel, Kümmel, Anis und Koriander helfen gegen Blähungen. Diese entstehen oft durch zu hastiges Essen, Störungen des Stoffwechsels oder den Verzehr bestimmter Lebensmittel wie Bohnen oder Kohl.

Viel Trinken lautet auch der Tipp bei Durchfall. Keinesfalls sollte man unbesehen zu verstopfenden Medikamenten greifen. Pflanzen mit Gerbstoffen können unterstützend wirken, indem sie den Stuhl festigen, ohne zur Verstopfung zu führen. Schwarztee, echtes Kakaopulver oder getrocknete Heidelbeeren enthalten die richtigen Wirkstoffe.

Letzte Aktualisierung am 15.11.2010.
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