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MRSA: Neue Antibiotika-Alternative hilft

Lesezeit: 1 Min.

Forschern gelang es, den Erreger zu neutralisieren, ohne ihn zu bedrohen

Kanadische Wissenschaftler haben eine Alternative zu Antibiotika entwickelt, die gegen den Multi- oder auch Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) vorgeht, ohne weitere Resistenzen hervorzurufen. MRSA-Bakterien können durch Berührungen übertragen werden und verursachen oft Infektionen. Besonders in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen fürchtet man die Erreger, denen mit herkömmlichen Therapiemethoden - üblicherweise Antibiotika - nicht beizukommen ist. Wird der Staphylococcus aureus nämlich durch den Antibiotika-Wirkstoff bedroht, entwickelt er neue Abwehrmechanismen, um der Behandlung entgegen zu wirken. Dadurch entstehen beim Patienten Resistenzen. Spricht der Erkrankte nicht mehr auf die Behandlung mit Antbiotika an, können die durch MRSA verursachten Hautabszesse, Harnwegsinfekte oder gar Lungen- und Hirnhautentzündungen lebensbedrohlich werden.

MRSA: Neue Antibiotika-Alternative hilft
MRSA: Neue Antibiotika-Alternative hilft

Die kanadischen Forscher haben nun eine Möglichkeit gefunden, bestimmte Eiweiße, für den Staphylococcus aureus nicht überlebenswichtige Bestandteile, außer Kraft zu setzen und so die Bildung von Resistenzen zu verhindern. Da der MRSA-Erreger sich durch das neuartige Mittel nicht bedroht fühlt, baut er keinen zusätzlichen Schutzschirm gegen die Behandlung auf. Er wird dadurch neutralisiert, ohne aggressiv bekämpft zu werden.

Letzte Aktualisierung am 18.06.2010.
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