Folgen Sie uns auf  

Mit Blaulicht im Kampf gegen verdorbene Lebensmittel

Das Licht hemmt das Wachstum von Schimmel

Mit Ausnahme mancher Käsesorten ist Schimmel auf Lebensmitteln in der Regel eher unerwünscht. Daher hat das EU-Forschungsprogramm „Novel strategies for world wide reduction of mycotoxins in foods and feed chain", kurz: „MycoRed", der Verderblichkeit von Essen den Kampf angesagt. Im Hinblick darauf ist Wissenschaftlern nun ein Durchbruch in der Frage gelungen, wie man den Schimmelpilz möglichst lange daran hindern kann, Obst, Gemüse und andere Lebensmittel ungenießbar und ungesund werden zu lassen: Blaues Licht, so haben die Forscher herausgefunden, ist der Schlüssel.

Ziel der Versuche war es, mithilfe von Bestrahlung der Schimmelpilze durch sichtbares Licht deren Lebenszyklus zu beeinträchtigen und ihr Wachstum zu behindern. Denn tatsächlich haben auch die ungern gesehenen Pilze eine biologische Uhr - und diese lässt sich am besten mit blauem Licht aus dem Takt bringen. Im Ergebnis wurden allein durch Bestrahlung mit Licht, das eine Wellenlänge von 450 Nanometern aufweist, 80 Prozent der Pilzsporen zerstört. Gelbes und grünes Licht hingegen begünstigte das Wachstum der Schädlinge.

Doch die Forscher stehen noch vor Problemen: Fusarien, häufig vorkommende Getreideschimmelpilze, reagieren mit Schutzmechanismen auf die für die anderen Sporen schädliche Belichtung und stellen ihr Wachstum nicht ein. Dennoch hat die Wissenschaft in der Bekämpfung des Verderbs von Lebensmitteln einen großen Schritt nach vorn gemacht.

Wer aber schon jetzt an den Kauf einer blauen Glühbirne für den heimischen Kühlschrank denkt, dem sei entschieden abgeraten. Denn entgegen aller anders lautender Mythen brennt dieses Licht nur bei offener Tür.


Diabetes mellitus: Diagnose auch ohne Stich in den Finger

« Zurück
Händewaschen beseitigt Zweifel an Entscheidungen

Weiter »

Letzte Aktualisierung am 18.05.2010.
War dieser Artikel hilfreich?
Merken

20100518-Mit Blaulicht im Kampf gegen verdorbene Lebensmittel

Anzeige