Viren sind äußerst intelligente Organismen, die in der Regel durch unterschiedliche Kontakte von Mensch zu Mensch oder auch von Tier zu Mensch übertragen werden. Nun jedoch konnten Wissenschaftler aus Florida/USA eine Entdeckung machen, die die bisherige These, dass Viren nicht vererbbar sind, eine Revidierung der bislang wissenschaftlichen Meinung auferlegen muss.
Die Entdeckung bezieht sich auf den Herpesvirus 6, der grundsätzlich zu den harmlosen Viren zählt, jedoch im Menschen nach der Übertragung latent ein Leben lang vorhanden ist. Während herkömmliche Viren sich lediglich im Zellkern des Menschen verstecken, erweist sich der Herpesvirus 6 als wesentlich intelligenter, denn er hat die Fähigkeit sich direkt in die Chromosomen einzupflanzen. Diese Fähigkeit führt dazu, dass der Virus über die Weitergabe des Erbgutes an gezeugte Kinder vererbt wird und ist folglich das derzeit einzige Virus, das diese Fähigkeit in sich birgt.
Möglich wird diese Virus-Vererbung aufgrund der Tatsache, dass der Herpesvirus sich entweder in der DNA des Vaters oder der Mutter einnistet und bei der Zeugung durchaus über die Eizelle oder die Samenzelle in das Erbgut des späteren Kindes gelangt. Im Kind selbst kann der Virus sich selbst reaktivieren, wobei nicht zwingend notwendig das kindliche Immunsystem darauf reagiert, da es den Herpesvirus nicht als Fremdangriff sieht, weil dieser von Beginn an im Kinderkörper vorhanden ist.
Wie genau der Herpesvirus 6 diese Reaktivierung schafft und wo er sich exakt im Zellkern einnistet, ist den Forschern zum momentanen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Weitere Untersuchungen durch die Virologen, sollen jedoch in der kommenden Zeit auch diese und viele weitere Fragen zur Aufklärung bringen, zumal es durchaus denkbar ist, dass auch bestimmte Substanzen oder Medikamente für die Reaktivierung des Herpesvirus eine ausschlaggebende Rolle spielen könnten.
Letzte Aktualisierung am 17.03.2010.