Verschiedene Fragestellungen sowohl vor als auch nach Prüfungen unter anderem nach vorhandenen Erkältungssymptomen, wie Schnupfen, Husten oder Fieber, sollten im Rahmen der Studie aufzeigen, ob ein deutlicher Zusammenhang zwischen positivem Denken und dem Immunsystem bestehen. Nach Auswertung der ermittelten Ergebnisse, konnten die Forscher die Eingangsthese der Studie auch schriftlich belegen: Positiv denken stärkt tatsächlich das Immunsystem. So fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Studenten mit einer positiven Lebenseinstellung nicht nur weniger gestresst in bevorstehende Prüfungen gingen, sondern vor allem auch weitaus geringere Erkältungssymptome aufwiesen.
Im Gegenzug, und somit als Kontrast, hatten die Pessimisten unter den Probanden es schwerer die Prüfungsphasen zu durchlaufen, mussten hierfür auch weitaus mehr an Energie aufbringen und zeigten sich deutlich anfälliger für Infekte. Auch wenn die Studie nur in einem kleinen Rahmen und unter dem Bezug "Prüfungen" stattfand, lässt sich trotzallem ein Trend erkennen: Wer positive Gedanken hegt, ist nicht nur stressresistenter, sondern im besonderen Maße auch hinsichtlich der eigenen Immunabwehr gestärkter. Eine Realität, die bereits durch eine anderweitige Studie mit Pflegepersonal bestätigt werden kann, denn auch hier erwies sich eine positive Grundeinstellung im Leben als Indikator für ein weniger an Stress.
Die gewonnenen Erkenntnisse könnten nun unter anderem für Krankenkassen ein Hinweis sein, in ihren Präventionsprogrammen auch solche Kurse aufzunehmen, die sich mit der positiven Lebenseinstellung beschäftigten. Selbstverständlich wird ein eingefleischter Pessimist auch durch derartige präventive Maßnahmen nicht gleich zu einem heillosen Optimist werden, allerdings genügen bereits minimale Ansätze des positiven Denkens, um eine gewisse Veränderung auch und im besonderen des gesundheitlichen Zustandes erwirken zu können.