Anzeige

Pseudoalkoholika als Surrogate für Alkohol

Rauschzustand ohne gesundheitliche Nebenwirkungen

Alkoholika zählen bekanntlich einerseits zu den Genussmitteln und anderseits zu den Rauschmitteln. Eine Tatsache, die schon zu Zeiten der Götter vom Olymp mit Met gefrönt haben sollen und auch heute noch zu einem geselligen Beisammensein vieler Menschen unabdingbar dazugehört. Leider bereitet ein Zuviel an alkoholischen Getränken nicht nur einen Kater, sondern kann relativ rasch zu einer Abhängigkeit führen, die weitere seelische und körperliche Erkrankungen nach sich zieht. Der Körper fordert nach einer gewissen Zeit seinen Stoff wie bei einem Heroinabhängigen sein "H".

Ein findiger britischer Pychopharmakologe namens David Nutts scheint nun jedoch eine Lösung gefunden zu haben, wie man seinen Rauschzustand ohne gesundheitlich beeinträchtigende Nebenwirkungen erzielen kann. Pseudoalkoholika als Surrogate für Alkohol heißt denn auch folglich die scheinbare Alternative zu herkömmlichen und schädigenden alkoholischen Getränken. Alkohol ohne Alkohol, jedoch mit der Fähigkeit die entsprechenden Rezeptoren im Gehirn zu "benebeln", so lassen sich diese Pseudoalkoholika für einen Laien recht verständlich erklären. Das Prinzip ist ähnlich wie bei den Nikotinkaugummis als Zigarettenersatz oder das Methadon anstatt Heroin.

David Nutts schlägt zu dieser Thematik vor die Analog Alkoholika, korrekt als Partielle Agonisten betitelt, in unterschiedlichen Dosierungen anzubieten. Wein, Bier, Schnaps oder Whisky in Form von Surrogaten würden dann über die Apotheken erhältlich sein, allerdings stellt sich die Frage, welcher Konsument von alkoholischen Getränken sich seinen berauschenden Stoff in der Apotheke abholt, um zu feiern oder abzuschalten.

In Großbritannien selbst wären solche Ersatz-Alkoholika aufgrund der hohen Trinkfreudigkeit der Einwohner gewiss nicht das schlechteste, allerdings scheint der Psychopharmakologe noch nicht ganz davon überzeugt zu sein, dass die Regierung sehr begeistert reagieren wird. Denn auch wenn derartige unschädliche Pseudoalkoholika sinnvoll erscheinen, ummantelt sie doch eine Art künstliche Droge oder gar Designer-Droge. Die weitere Entwicklung lässt sich zumindest auch von Deutschland aus mit einer gewissen Spannung verfolgen.

« Gründliches Händewaschen beugt den Keimen vor Alkoholintoleranz bei Asiaten »

Letzte Aktualisierung am 26.01.2010.

Pseudoalkoholika als Surrogate für Alkohol

Anzeige
Anzeige