Alte Medikamente richtig entsorgen stellt viele Menschen zunächst vor die fast ratlose Frage wohin denn die abgelaufenen Arzneimittel nun gebracht werden müssen. Diese einfach in den Restmülleimer oder in die Toilette werfen ist auf jeden Fall nicht die korrekte Entsorgung alter Medikamente. Bis vor rund sechs Monaten konnte diese Frage relativ rasch beantwortet werden: Apotheken nahmen die Altmedikamente anstandslos entgegen und entlasteten somit den Konsumenten von einer Entsorgung.
Eine Änderung in der Verpackungsordnung hat seit diesem Zeitpunkt jedoch die Folge nach sich gezogen, dass besonders kleinere Apotheken sich verweigern die alten Medikamente zur Entsorgung anzunehmen und ihre Kunden den Hinweis geben diese Arzneimittel in den Restmüll zu geben. Doch auch heute gibt es gerade unter den Großapotheken genügende die im besonderen Maße damit werben immer noch Altmedikamente für den Verbraucher zu entsorgen.
Für den Konsumenten selbst bieten sich jedoch einige Möglichkeiten, wenn es um die Entmüllung der Hausapotheke geht. So werden Pappschachteln in den Papiermüll und die Blister in den gelben Sack gegeben. Letztere selbstverständlich ohne Tabletten, Kapseln und Co. In geringen Mengen dürfen diese zerbröselt und in den Restmüll gegeben werden. Größere Mengen, sowie flüssige Arzneimittel sollte man allerdings entweder in eine Apotheke bringen die noch abgelaufene Arzneimittel annimmt oder alternativ zu einem Schadstoffmobil, dass es in der Regel in jeder größeren Stadt gibt. Besonders flüssige alte Medikamente sollte man keinesfalls einfach in die Toilette oder den Abfluss gießen, da dadurch die Umwelt und folglich auch das Trinkwasser deutlich belastet werden.