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Geschmacksverstärker: Hefeextrakt und Glutamat

Glutaminsäure (E 621) in Fertiggerichte oder Tütensuppen

Lebensmittelunverträglichkeiten in der Bevölkerung, erweisen sich tendenziell als beständig steigend und oft liegt der Verdacht nahe, dass auch Geschmacksverstärker wie Glutamat oder Hefeextrakt dafür verantwortlich zu verzeichnen sind. Gerade Hefeextrakt wird seit einiger Zeit als eine Art Ersatz in der industriellen Lebensmittelherstellung eingesetzt und gilt als eine Reaktion auf den Verdacht der Glutamat-Beeinflussung, allerdings unter dem Deckmantel der natürlichen Produkte ohne Konservierungsstoffe oder andere Zusätze. Leider zeigt sich hier sehr oft nur die halbe Wahrheit, denn auch der Hefeextrakt kann sich im Befinden des Menschen bemerkbar machen.

Während Glutamat als Natriumsalz der Glutaminsäure (E 621) sehr häufig als Geschmacksverstärker in Fertiggerichten, Tütensuppen und ähnliches eingesetzt wird, scheint der Hefeextrakt zunächst einmal frei jeglicher Glutamatspuren. Doch dieser Gedanke ist recht trügerisch, denn auch dieser an sich natürliche Extrakt enthält einen gewissen Anteil von Mononatriumglutamat und kann folglich ebenfalls bei sehr empfindlichen Menschen eine Unverträglichkeit mit begleitenden Beschwerden auslösen.

Hefeextrakt als alternativer Geschmacksverstärker in unterschiedlichen Produkten, wird zunächst aus Hefe, Wasser und Kochsalz hergestellt. Von Natur aus findet sich ein minimaler Anteil an Glutamat in solch einem Hefeextrakt oder auch anderer Würze, wie sie sehr häufig in Bioprodukten zum Einsatz gelangt. Im chemischen Aufbau gibt es kaum Unterschiede, allerdings sind die Ausgangsprodukte nicht dieselben. Gegenüber dem reinen Glutamat erweist sich jedoch der Hefeextrakt aufgrund der enthaltenen B-Vitamine als deutlich gesünder für den menschlichen Organismus.

Obwohl sehr oft das Glutamat an sich verteufelt wird, konnte trotz aller wissenschaftlichen Untersuchungen keinen 100% Einfluss auf die organischen Vorgänge im Menschen belegen. Folglich sieht auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) keinen Grund nun in Sorge zu verfallen. Letzteres übrigens auch deshalb, da bei einem herkömmlichen Ernährungsverhalten kaum mehr als 12 Gramm Glutamat über die Nahrung aufgenommen wird. Hat man als Konsument das Gefühl, dass es einem körperlich nach dem Verzehr glutamathaltiger Lebensmittel schlechter geht, dann sollte jedoch die Aufnahme durch ein kontrolliertes Essverhalten eingeschränkt werden.
Letzte Aktualisierung am 22.01.2010.

Von A-Z
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