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Ernährung bei Candida-Infektion des Darms

Falsche Lebensmittel : Bier, Wein, Essig, Brot und Speisepilze?

Der menschliche Organismus beinhaltet eine Vielzahl an Mikroorganismen, die in den meisten Fällen für den reibungslosen Ablauf zahlreicher gesundheitsfördernder Prozesse notwendig sind. Ein Befall mit dem Hefepilz Candida albicans im Darm hingegen, führt zu unterschiedlichen Beschwerden im Verdauungstrakt und wird oftmals durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille oder auch Antibiotika hervorgerufen.

Hinsichtlich einer Anti-Pilz-Ernährung ranken sich jedoch die wildesten Spekulationen rund um das Thema Hefepilz-Befall und das Streichen bestimmter Nahrungsmittel von dem persönlichen Speiseplan. So wird von manchen Ernährungsexperten davon gesprochen, dass nun Bier, Wein, Essig, Brot oder auch Speisepilzen die falschen Lebensmittel und Getränke sind, wenn sich der Candida albicans im Darm angesiedelt hat. Bei einer genaueren Betrachtung sind solche Empfehlungen jedoch unsinnig, denn viele Nahrungsmittel werden mit natürlichen Hefen oder gar Schimmelpilzen versetzt, die allerdings nichts mit dem Krankheitserreger Candida albicans gemeinsam haben. Und diesen auch nicht „nähren", denn der Hefepilz im Darm versorgt sich durch eine Zuckeraufnahme und nicht durch andere Hefesorten.

Richtig ist jedoch, dass man bei einem Candida albicans Befall auf zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke verzichten sollte, um dem Pilz seine Nahrung zu entziehen und um die Anti-Pilz-Medikamente therapeutisch greifen lassen zu können. Verzichten sollte man folglich auf Weißmehrprodukte, Limonaden, Süßigkeiten, stark gezuckerte Lebensmittel oder auch Trockenfrüchte und Obst, da in diesen Nahrungsmitteln und Getränken eine hohe Menge an (Frucht-) Zucker vorhanden ist. Möchte man seine Anti-Pilz-Ernährung sinnvoll unterstützen, dann empfiehlt es sich täglich Essig zu sich zunehmen, da die Essigsäure dazu verhilft, dass der Hefepilz sich nicht mehr so gut an der Darmwand festhalten kann und sich folglich leichter von dieser löst.

Gut ist ein Tafelessig mit etwa 5% Essigsäure oder auch ein Weinessig, die man beide im Salat verwenden oder auch leicht verdünnt pur trinken kann. Generell wird man den Candida albicans jedoch ohne ein Anti-Pilz-Mittel nicht los, weshalb man bei anhaltenden Verdauungsbeschwerden einen Arzt zur Abklärung der Ursache aufsuchen sollte. Eine Stuhlprobe erlaubt ein gute Diagnose im Bezug auf einen Pilzbefall und kann mit entsprechenden Medikamenten (einmalige Einnahme oder auch über einen längeren Zeitraum) relativ rasch und wirksam bekämpft werden.

Behandlungsfehler senken - Ärzte im Pilotentraining

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Letzte Aktualisierung am 31.12.2009.
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